BA Gebärdensprachdolmetschen

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Inhalt

Übungen im Studiengang Gebärdensprachdolmetschen

Informationen zum Studiengang

Beruf

Treffen Gehörlose und Hörende zusammen, sind in vielen Situationen des Alltags Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetscher gefragt. Diese übersetzen von einem Schweizerdeutschen Dialekt oder Hochdeutsch in die Deutschschweizer Gebärdensprache (DSGS) und umgekehrt. Bei ihrer Arbeit halten sich Dolmetscherinnen und Dolmetscher konsequent an den Ehrenkodex: Sie beteiligen sich nicht an den Gesprächen, verhalten sich unauffällig, sind unparteiisch und unterstehen der Schweigepflicht.
Externer Link: Zum Film Berufsfeld Gebärdensprachdolmetschen

Arbeitgeber und Berufsfelder

Arbeitgeberin der Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetscher ist die Stiftung Externer Link: Procom Link Procom. Gehörlose und hörbehinderte Kundinnen und Kunden bestellen dort die gewünschten Dolmetschdienste. Gebärdensprachdolmetscher und -dolmetscherinnen werden in den unterschiedlichsten Gebieten eingesetzt: Bei Aus- und Weiterbildungen, Arztbesuchen, Elternabenden, Vorträgen, kulturellen  Anlässen, im Arbeitsalltag oder bei Behördenkontakten. Neu hinzugekommen sind die Videovermittlung und das Dolmetschen der Tagesschau im Schweizer Fernsehen.

Studiengang

Die Ausbildung im Bachelor-Studiengang Gebärdensprachdolmetschen befähigt zum Dolmetschen zwischen gehörlosen und hörbehinderten Menschen auf der einen und hörenden Menschen auf der anderen Seite und zwar in unterschiedlichen Kommunikationssituationen. Das Studium Gebärdensprachdolmetschen ist attraktiv und praxisnah gestaltet. Theoretische Erkenntnisse werden dabei mit praktischen Erfahrungen verknüpft und reflektiert. Im Zentrum steht der Aufbau fundierter berufsspezifischer Kompetenzen. Das Studium vermittelt Kenntnisse in angewandten Sprach- und Translationswissenschaften sowie in Soziologie und Interkulturalität. Der Auf- und Ausbau der Kompetenzen in der Deutschschweizer Gebärdensprache, des Hochdeutschen und des Schweizerdeutschen nimmt dabei eine wichtige Stellung ein. Es wird viel Wert auf die eigene Dolmetsch-Kompetenz gelegt. Neben den theoretischen Inhalten bietet die Ausbildung auch entsprechende Praktika in unterschiedlichen Settings an.

Erleichterte Zugangsbedingungen ab 2014

Der Zugang zum Bachelorstudium wurde im Sommer 2014 erleichtert. Neu ist unter anderem, dass zum Zeitpunkt der Anmeldung noch keine Kurse in DSGS nachgewiesen werden müssen. Erst zum Studienbeginn im Herbst muss ein Nachweis über mindestens 84 besuchte DSGS-Kurslektionen eingereicht werden.
Aktuelle Informationen über die neuen Zugangsvoraussetzungen gibt es am Infonachmittag Agenda am Mittwoch, den 25. März 2015. Informationen zu DSGS-Kursen finden Sie unter Externer Link: www.signschool.ch Link Signschool.

Eignung und Kompetenzen

Der Beruf der Gebärdensprachdolmetscherin und des -dolmetschers setzt folgende Interessen und Kompetenzen voraus:

  • Interesse an Sprachen und Sprachvermittlung
  • Interesse an interkulturellen Themen
  • Freude am Kontakt mit gehörlosen und hörbehinderten Menschen

Aufnahmebedingungen

Mit einem der folgenden schulischen Abschlüsse kann die Ausbildung in Gebärdensprachdolmetschen an der HfH begonnen werden:

  • Gymnasiale Matura
  • Berufsmatura
  • Fachhochschulabschluss (FH-Diplom oder Bachelor)
  • Lehrdiplom für die Vorschul-, Primar- oder Sekundarstufe 1

Für Personen ohne einen der oben genannten Abschlüsse gibt es folgende Möglichkeiten. Bei Fragen können Sie sich gerne an unsere Studierendenadministration wenden: studadmin[at]hfh.ch studadmin oder per Tel. +41 44 317 11 30.

Weitere Voraussetzungen:

  • Beherrschen eines Schweizerdeutschen Dialektes und des Hochdeutschen, andere Fremdsprachen sind von Vorteil
  • Besuch von mindestens 84 Lektionen in DSGS bis Studienbeginn, siehe PDF
  • Bestehen der Aufnahmeprüfung, siehe PDF
  • Erklärung betreffend des ordnungsgemässen Gebrauchs des Dolmetschens
  • Gutes Hör- und Sehvermögen (Test Externer Link: Hörgeräteakustiker Firmenmitglieder)
  • Wohnort in einem der Trägerkantone, Steuerpflichtigkeit seit mindestens einem Jahr in diesem Kanton

Ein grosser Teil des Studiums erfolgt über E-Learning, daher sind PC-Kenntnisse und Internetzugang erforderlich.

Trägerschaft

  1. Kantone AG, AI, AR, GL, GR, OW, SG SH, SO, SZ, TG, ZH, ZG und das Fürstentum Liechtenstein
  2. Spezielle Abkommen mit den Kantonen BE, BL, BS, FR, LU, UR und VD
  3. Kostengutsprachen sind bei den Kantonen GE,  JU, NE, NW, TI, und VS durch die Kandidatinnen und Kandidaten selbst bei den jeweiligen Kantonsbehörden einzuholen. Der Anmeldung muss die Kostengutsprache beiliegen.

Die Kandidatinnen und Kandidaten werden in folgender Reihenfolge aufgenommen (vgl. Studienordnung vom 1. Januar 2013): Zuerst Kandidatinnen und Kandidaten mit Wohnsitz in einem der Trägerkantone, wobei jedem Trägerkanton ein bestimmtes Kontingent an Plätzen zur Verfügung steht (gilt auch für BE, FR, LU und UR). Dann folgen die übrigen Kandidatinnen und Kandidaten, sofern Kostengutsprache vorhanden

Fakten

Infotage
Jeweils im Frühjahr und Herbst, siehe Agenda
Beginn
Alle drei Jahre, jeweils im September (2018, 2021)
Dauer
Sechs Semester im Vollzeitstudium
Anmeldeschluss
15. Januar (Poststempel)
Abschluss
Bachelor of Arts Hochschule für Heilpädagogik in Sign Language Interpreting
Lernformen
Präsenzveranstaltungen (vier Tage), Studienwochen vor oder nach dem Semester, E-Learning, Selbststudium und Praktika zwischen den Semestern und semesterbegleitend
Leistungsnachweise
Schriftliche, mündliche und praktische Prüfungen, Projektarbeiten, Bachelorarbeit

Studiengebühren

VollzeitstudiumCHF 925
Material und ReisekostenCHF 600

Pro Semester

Leitung

Prof. Dr. phil. Tobias Haug

Leiter Studiengang Gebärdensprachdolmetschen

Fünf Fragen an...

Mona Nüssli, Studentin Gebärdensprachdolmetschen

1. Wieso studierst du Gebärdensprachdolmetschen?

Alles begann mit der Freude und der Faszination am Gebärden. Dazu kam mein Interesse an Kommunikation, Sprache und Kultur. Das eine fügte sich zum anderen...

2. Was gefällt dir besonders am Studienalltag?

Die Vielfältigkeit und das breite Fächerangebot, das beispielsweise Einblicke in Recht, Wirtschaft und Religion ermöglicht, machen den Studiengang besonders abwechslungsreich und interessant. Gleichzeitig setzen wir uns vertieft mit Themen wie Linguistik, Kultur, Sprachkompetenz und Dolmetschtechniken auseinander. Der theoretische Studieninhalt wird durch die vielen Praktika ergänzt und vertieft.

 

3. Was reizt dich an diesem Beruf?

Die Abwechslung, das breite Tätigkeitsfeld, der Kontakt mit Menschen, die unregelmässigen Arbeitszeiten und nicht täglich in einem Büro sitzen zu müssen.

4. Was ist die grösste Herausforderung als Gebärdensprachdolmetscherin?

Die Kommunikation in einer Form zu gewährleisten, dass in beide Übersetzungsrichtungen keine Informationsverluste entstehen. Dazu gilt es, sich geeignete Strategien anzueignen und diese auch anwenden zu können.

5. Wie erlebst du die Kombination von Studium und Praktika?

Ich erlebe die Kombination als sehr bereichernd, aber auch herausfordernd. Die Praktika sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Theorie und Praxis. So gelangen wir an Orte, die wir ansonsten nie kennenlernen würden.

Kontakt

Sekretariat
Pädagogisch-therapeutische Berufe
Tel: +41 44 317 11 61/62
Fax: +41 44 317 11 63
therapeutischeberufe[at]hfh.ch therapeutischeberufe

Anmeldung

Anmeldungen zum Studiengang Gebärdensprachdolmetschen 2018 sind ab Oktober/November 2017 möglich, die Anmeldeformulare finden Sie ab Okt/Nov 2017 auf der Website. Anmeldeschluss ist der 15.1.2018.

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