MA Heilpädagogische Früherziehung

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Studium Aktuelle Seite MA Heilpädagogische Früherziehung

Inhalt

Im Studiengang Sonderpädagogik mit Vertiefungsrichtung Heilpädagogische Früherziehung

Informationen zum Studiengang

Beruf

Heilpädagogische Früherzieherinnen und Früherzieher begleiten und fördern Kinder im familiären Kontext ab Geburt bis maximal 2 Jahre nach Schuleintritt, deren Entwicklung gefährdet, beeinträchtigt oder behindert ist und sie begleiten und beraten Eltern und ihr Umfeld.
Externer Link: Zum Film Berufsfeld Heilpädagogische Früherziehung

Arbeitsfelder

Fachleute der Heilpädagogischen Früherziehung sind in ambulanten und stationären Frühberatungsdiensten tätig und können mit ihrem Kompetenzprofil auch beratende Funktionen in anderen Einrichtungen ausüben.

Eignung/Kompetenzen/Voraussetzung

Die Ausbildung deckt folgende Inhalte ab:

  • Selbst- und Sozialkompetenzen
  • Heilpädagogisches Wissen
  • Förderdiagnostik: Erfassen – Planen – Evaluieren
  • Frühkindliche Entwicklung – Besonderer Förderbedarf
  • Herausfordernde Situationen und Verhaltensweisen
  • Kommunikation und Kooperation – Beratung und Begleitung
  • Praxisreflexion
  • Wissenschaftliches Denken und Handeln

Inhalte des Studiums

Die Inhalte des Masterstudiengangs Sonderpädagogik mit Vertiefungsrichtung Heilpädagogische Früherziehung sind modularisiert. Module sind in sich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheiten. Sie sind für jedes Semester thematisch gebündelt, d.h. in jedem Semester finden Sie zwei bis drei thematische Schwerpunkte. Zu den Themen schreiben Sie einen Leistungsnachweis und nehmen an einem E-Learning Angebot teil.

Grobaufbau:

  • 1. Semester: Förderdiagnostik – Förderplanung
  • 2. Semester: Entwicklungsdiagnostik
  • 3. Semester: Spezialkenntnisse zu verschiedenen Förderbereichen 
  • 4. Semester: Beraten und Begleiten im Kontext 
  • 5. Semester: Spezielle Förder- und Begleitungssituationen in der Heilpädagogischen Früherziehung

Aufnahmebedingungen

Zum Studium werden gemäss Regelung der EDK zugelassen:

  • Inhaberinnen und Inhaber eines anerkannten Lehrdiploms auf Kindergartenstufe/Grundstufe/Primarstufe
  • Inhaberinnen und Inhaber eines Bachelor- oder eines Diploms in Logopädie, Psychomotoriktherapie, Erziehungswissenschaften, Psychologie, Sonderpädagogik, Ergotherapie, klinischer Heilpädagogik oder Sozialpädagogik.
  • Inhaberinnen eines Masterdiploms in Sonderpädagogik
  • Ein Jahr Berufspraxis im schulischen und/oder ausserschulischen Feld mit einem Pensum von durchschnittlich mindestens 40% wird vorausgesetzt. Bewerberinnen und Bewerber ohne Lehrdiplom oder ein Diplom/Bachelor in Logopädie oder Psychomotoriktherapie müssen im Umfang von 30 ECTS Punkten vor Studienbeginn oder während des Studiums in Heilpädagogischer Früherziehung Zusatzleistungen im Bereich Vorschulpädagogik und Entwicklungspsychologie auf theoretischer Basis und praktische Erfahrungen im Bereich Kind/Familie absolvieren.

Ein grosser Teil des Studiums erfolgt über E-Learning, daher sind PC-Kenntnisse und Internetzugang erforderlich.

Trägerschaft

Berufsbegleitendes Studium

Das Studium können Sie nur als berufsbegleitendes Studium absolvieren.

Die Dauer Ihres Studiums umfasst 5 Semester.

Studierende mit fester Anstellung üben Ihre Tätigkeit während dem Studium im Rahmen einer oder mehreren Anstellungen im Bereich mit Kindern von 0-7 Jahren im Umfang von mindestens 157 Tagen aus.

Hinzu kommen bei einer Anstellung ausserhalb der Heilpädagogischen Früherziehung zwei Praktika von total 23 Tagen.

Fakten

Infotage
Jeweils im Frühjahr und Herbst, siehe Agenda
Beginn
Jährlich im September
Anmeldeschluss
15. Januar (Poststempel)
Dauer
5 Semester
Abschluss
Master of Arts Hochschule für Heilpädagogik in Special Needs Education
Lernformen
Präsenzunterricht, E-Learning, Selbststudium, Praktika
Leistungsnachweise
Schriftliche, mündliche und praktische Prüfungen

Studiengebühren

Studiengebühren
Teilzeitstudium CHF 750
Pflichtliteraturkeine

Pro Semester / inkl. Prüfungsgebühren 

Leitung

5 Fragen an...

Kathrin Sennhauser (Jahrgang 1980) hat ihr Studium 2012 abgeschlossen. Sie arbeitete zehn Jahre im heilpädagogischen Kinderheim Weidmatt in Wolhusen LU und lebt in Luzern

1. Wie sieht Ihr beruflicher Werdegang aus?

Nach der Matura und dem obligatorischen neunmonatigen Vorpraktikum nahm ich im Oktober 2003 das Studium der klinischen Heilpädagogik und Sozialpädagogik an der Universität Fribourg auf. Nach knapp eineinhalb Jahren Tätigkeit im Erwachsenenbereich war mir jedoch klar, dass mein „Zuhause“ im Vorschulbereich liegt. Ich begann das Nachdiplomstudium der Heilpädagogischen Früherziehung an der HfH in Zürich, das ich im Sommer 2008 mit dem Zusatzdiplom in heilpädagogischer Früherziehung abschloss. Als nur ein Jahr nach Diplomabschluss das Nachdiplomstudium durch einen Masterstudiengang abgelöst wurde, entschloss ich mich diesen ebenfalls zu absolvieren. Aufbauend auf mein heilpädagogisches Vorwissen und die praktische und theoretische Erfahrung aus dem Bereich der stationären Früherziehung durfte ich im Sommer 2012 das Diplom als „Master of Arts HfH in special needs education in early childhood“ entgegennehmen.

2. Wo arbeiten Sie heute?

Zurzeit arbeite ich zu 60% als Heilpädagogin in Einzelförderung im Heilpädagogischen Kinderheim Weidmatt in Wolhusen LU und zu 22% als Heilpädagogin mit Tagesverantwortung in der Heilpädagogischen Tagesspielgruppe hts der heilpädagogischen Früherziehungsdienste des Kantons Luzern. Das heilpädagogische Kinderheim Weidmatt ist ein Heim für stationäre Früherziehung und bietet Kindern - ohne Einschränkung bezüglich Behinderungsart oder Behinderungsgrad - ab Geburt ihre Dienstleistung an. Die heilpädagogische Tagesspielgruppe hts gehört zum heilpädagogischen Früherziehungsdienst des Kantons Luzern und findet wöchentlich an einem festgelegten Tag während eines Schuljahres statt. Ab dem neuen Schuljahr werde ich meine heilpädagogische Tätigkeit nach über zehn Jahren in der stationären Früherziehung in die Volksschule verlegen - als Lehrperson für integrative Förderung auf Kindergartenstufe.

3. Wie sieht Ihr Berufsalltag als Früherzieherin aus?

An dieser Stelle möchte ich meine Arbeit als Heilpädagogin im Kinderheim Weidmatt beschreiben: Durch die Besonderheit der Institution, die Kinder unabhängig von Art und Grad ihrer Behinderung aufnimmt, fügt es sich, dass ich als Früherzieherin hauptsächlich schwerbehinderte Kinder fördere und ihre Bezugspersonen begleite. Auch das Setting ist ein Anderes: Im Unterschied zur ambulanten Früherziehung fehlen im institutionellen Rahmen die regelmässigen Kontakte zur Familie. Diese erfolgen hauptsächlich über die Erzieherinnen auf den Wohn-gruppen. Meine Aufgaben als Früherzieherin im stationären Bereich bestehen - nebst dem Einbringen fachlicher Inputs, Unterstützen und Begleiten der Erzieherinnen (und auch der Eltern), dem Durchführen von Standortbestimmungen, Erarbeiten von Förderplanungen und der Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten - vor allem in der Arbeit mit dem Kind in der Einzelsituation.

4. Welche Eignungen sind wichtig für das Studium und den Beruf der Früherzieherin?

Früherzieherin zu sein ist ein anspruchs- und verantwortungsvoller Beruf. Nebst einem grossen Mass an Selbständigkeit sind auch Qualitäten wie Reflexions- Kommunikations- und Teamfähigkeit gefragt. Im ambulanten Bereich der heilpädagogischen Früherziehung ist Autofahren übrigens ein nicht unwesentlicher Bestandteil der täglichen Arbeit. Nebst dem Interesse am Fach sind Flexibilität und Belastbarkeit die wichtigsten Voraussetzungen für das Studium. Ein selbstsicheres Auftreten, gut geschulte kommunikative Fähigkeiten, sowie eine gute Portion Geduld, Offenheit und Toleranz sind weitere Voraussetzungen, die auch im Berufsalltag gefragt werden. Zusätzlich sind ein wohlwollender Arbeitgeber und eine flexible Organisierbarkeit von Ausfällen und Verschiebungen am Arbeitsplatz von Vorteil.

5. Was hat Ihnen das Studium für den Berufsalltag gebracht?

An der HfH wurde inhaltlich top aktuelles fachspezifisches Wissen vermittelt – nicht zuletzt dank zahlreicher namhafter Dozenten aus dem In- und Ausland. Die methodische Vielfalt wurde damit gefördert und der Balance zwischen Forschung und Praxis ebenso gut Rechnung getragen. Nicht nur in den HFE-spezifischen Modulen wurde mittels Leistungsnachweisen die unmittelbare Verknüpfung der Studieninhalte mit der früherzieherischen Praxis gefordert. Solch anschauliches Lernen wirkt nachhaltig - damit konnte ich mir das nötige Rüstzeug für meine berufliche Tätigkeit aneignen und ging am Schluss dieser sechs Semester guten Mutes meiner Wege. Wichtig und sehr bereichernd war für mich auch der fachliche Austausch mit den Studienkolleginnen und -kollegen. Dadurch, dass sich an der HfH Studierende verschiedener Herkunftsberufe und (noch) unterschiedlicher Tätigkeitsfelder gemeinsam weiterbildeten, bot sich oft die Gelegenheit zum Austausch - auch über regionale Grenzen hinaus. Gewisse Kontakte pflege ich noch heute.

5 Fragen an...

Viviane Galfo hat ihr Masterstudium 2012 abgeschlossen. Sie arbeitet an der heilpädagogischen Frühberatungsstelle in Winterthur

Wie sieht Ihr beruflicher Werdegang aus?

Nach der Matura Typus Lehramt habe ich mehrere Praktika an Regel- und Heilpädagogischen Schulen absolviert um dann direkt mit dem Bachelor-Logopädiestudium an der HfH beginnen zu können. 2003 trat ich meine erste Stelle in Winterthur als Logopädin am Schulambulatorium an. Im Juni 2012 schloss ich mit dem Master of Arts in Special Needs Education ab.

Wo arbeiten Sie heute?

Ich habe das Glück, an der Stelle arbeiten zu dürfen, wo ich mich bereits in den Praktika sehr wohl gefühlt habe, an der heilpädagogischen Frühberatungsstelle in Winterthur. Mein Pensum ist variabel, zwischen 20 und 40 %.

Wie sieht Ihr Berufsalltag als Früherzieherin aus?

Die Kinder die ich betreue sind zwischen 0 und 7 Jahre und haben unterschiedliche Probleme bzw. Bedürfnisse. Die Arbeit mit dem Kind steht im Zentrum, jedoch stellt die Elternarbeit und Umfeldarbeit auch einen wichtigen und intensiven Teil meiner Arbeit dar. Ich versuche, die Eltern, soweit es ihnen möglich ist, in die Arbeit mit dem Kind mit ein zu beziehen und sie in ihren Anliegen und Bedürfnissen bez. dem Kind zu unterstützen. In der Arbeit mit dem Kind, versuche ich, das Kind in seiner Entwicklung dort abzuholen, wo es gerade steht. Es zu motivieren und in seiner Entwicklung zu unterstützen und fördern. Beziehungsaufbau, Vertrauen und Transparenz stellen für mich die Eckpfeiler in der Arbeit mit dem Kind und den Eltern dar.

Was hat Ihnen das Studium für den Berufsalltag gebracht?

Das Masterstudium hat mein Wissen aufgefrischt und vertieft. Neues ist hinzugekommen und ich habe va. in der Praxis dazugelernt. Mein Grundberuf als Logopädin und mein Vorwissen erleichterten mir Vieles. Dadurch, dass in unserem Studiengang sehr verschiedenen Berufsgattungen vertreten waren, war der Austausch mit den Mitstudierenden mehr als fruchtbar. Es entstanden Freundschaften, welche das Studium getragen haben und noch anhalten.

Welches sind die schönsten Erfolge?

Weniger ist mehr. Wenn ein Kind mich zum ersten Mal anlächelt oder Blickkontakt sucht, die Eltern mir ihr Vertrauen schenken, ich mit einem guten Gefühl in und aus der Familie gehe, wenn Ziele, die man zusammen angestrebt hat, erreicht werden, wenn das Bauchgefühl am Ende des Tages gut ist…Erfolge sieht man nicht täglich in diesem Beruf, aber man spürt sie.

Kontakt

Sekretariat Heilpädagogische Lehrberufe
Tel: +41 44 317 11 41
lehrberufe@hfh.ch

Wichtige Dokumente

Weitere Dokumente

  • Zusatzleistungen HFE

    Für die Vertiefungsrichtung Heilpädagogische Früherziehung müssen Studierende, die weder über ein Lehrdiplom für die Vorschulstufe / Primarstufe noch über ein Diplom in Logopädie oder Psychomotoriktherapie verfügen, theoretische Zusatzleistungen im Bereich der Vorschulpädagogik und der Entwicklungspsychologie absolvieren sowie praktische Erfahrungen im Bereich Kind / Familie vorweisen.

  • Formular Vorlage Arbeitgeberbestätigung berufliche Praxis HFE

Nützliche Links