MA Schulische Heilpädagogik

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Inhalt

Sonderpädagogik mit Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik

Informationen zum Studiengang

Beruf

Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen bilden, fördern und erziehen als spezialisierte Lehrpersonen Schülerinnen und Schüler mit Schulschwierigkeiten oder mit Behinderungen. Sie erheben deren besonderen Förderbedarf und entwickeln individuelle Förderpläne. Sie unterrichten, fördern, beraten und begleiten diese Lernenden, indem sie den Unterricht für sie individualisieren und differenzieren.
Externer Link: Zum Film Berufsfeld Schulische Heilpädagogik

Arbeitsfelder

Mögliche Arbeitsorte sind Kindergärten und Regelklassen mit integrativer Förderung, Grund-/Basisstufe, Kleinklassen, Sonder- und Heimschulen, ambulante Einrichtungen.

Eignung und Kompetenzen

Folgende Eigenschaften sind ideale Voraussetzungen für Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen

  • Gute Beobachtungsgabe
  • Didaktisches Geschick
  • Flexibilität
  • Einfühlungsvermögen
  • Bereitschaft zu Kooperation
  • Geduld
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Belastbarkeit

Inhalte des Studiums

Der Masterstudiengang Sonderpädagogik mit Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik ist im Kern ein allgemeines Studium mit Schwerpunkten. Zum Angebot gehören:

Pädagogik bei Schulschwierigkeiten

Die Studierenden lernen, Kinder und Jugendliche mit Schulschwierigkeiten, beispielsweise aufgrund von Problemen in den Bereichen des Lernens, des Verhaltens oder bei besonderen Begabungen, frühzeitig zu erfassen und gezielt zu fördern. Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs beraten Erziehungsverantwortliche, Kolleginnen und Kollegen sowie Behörden fachlich kompetent, sind vertraut mit förderorientierten Unterrichtskonzepten und fähig, in schwierigen Unterrichts-, Erziehungs- und Beratungssituationen ressourcen- und lösungsorientiert zu handeln.
Co-Leitung: Claudia Henrich, lic. phil. und Prof. Dr. Carlo Wolfisberg

Pädagogik für Menschen mit geistiger Behinderung

Die Studierenden befassen sich mit Bildungsangeboten in unterschiedlichen institutionellen Formen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer geistigen Behinderung. Sie werden befähigt, Menschen mit einer geistigen Behinderung zu einem möglichst selbstbestimmten Leben in sozialer Integration zu führen. Absolventinnen und Absolventen arbeiten sowohl in Regel- als auch in Sonderschulen.
Leitung: lic. phil. Roman Manser

Pädagogik für Schwerhörige und Gehörlose

Die Studierenden mit Schwerpunkt Pädagogik für Schwerhörige und Gehörlose lernen die Situation von schwerhörigen und gehörlosen Kindern und Jugendlichen mit Kommunikationsproblemen zu beurteilen, sie in ihrer Entwicklung zu fördern und sie bei ihren Lernprozessen zu begleiten. Sie beziehen Betroffene und Beteiligte bei ihrer Arbeit mit ein und stützen sie gezielt. Absolventinnen und Absolventen arbeiten sowohl in Regel- als auch in Sonderschulen.
Leitung: Dr. sc. Daniela Nussbaumer

Pädagogik für Sehbehinderte und Blinde

Den Studierenden wird ein differenziertes Verständnis für die Besonderheiten behinderten Sehens vermittelt. Sie kennen didaktische Konzepte und mediale Anpassungen des Unterrichts, der die betroffenen Kinder und Jugendlichen zu möglichst selbstbestimmter Lebensgestaltung führt. Absolventinnen und Absolventen arbeiten sowohl in Regel- als auch in Sonderschulen.
Leitung: Prof. Dr. Ursula Hofer

Pädagogik für Körper- und Mehrfachbehinderte

Die Studierenden werden befähigt, Lernprozesse bei körper- und mehrfachbehinderten Schülern und Schülerinnen, die auf ein spezifisches Lernangebot angewiesen sind, individuell zu planen, zu gestalten und zu evaluieren. Absolventinnen und Absolventen arbeiten sowohl in Regel- als auch in Sonderschulen.
Leitung: Prof. Dr. Susanne Schriber

Grobaufbau des Studiums

  • 1. Semester: Förderdiagnostik – Förderplanung
  • 2. Semester: Unterricht / Förderung – Fachdidaktik
  • 3. Semester: Spezialkenntnisse zu verschiedenen Förderbereichen
  • 4. Semester: Unterrichten und Beraten im Kontext

Aufnahmebedingungen

Zum Studium werden gemäss Regelung der EDK zugelassen: 

  • Inhaberinnen und Inhaber eines anerkannten Lehrdiploms für den Kindergarten, für die Primarschule oder für die Sekundarstufe I
  • Inhaberinnen und Inhaber eines anerkannten Diploms als Fachgruppenlehrkraft
  • Inhaberinnen und Inhaber eines Bachelor- oder Masterabschlusses in Logopädie, Psychomotoriktherapie, Ergotherapie, Erziehungswissenschaften (Pädagogik, Sonderpädagogik, Sozialpädagogik, Psychologie) mit Zusatzleistungen zum Masterstudiengang Sonderpädagogik mit Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik (ehemals Passerelle) bzw. Zusatzleistungen zum Masterstudiengang Sonderpädagogik mit Vertiefungsrichtung Heilpädagogische Früherziehung, wenn kein Lehrdiplom vorhanden. Die PH Zürich bietet diese Zusatzleistungen im Auftrag der HfH an: Zusatzleistungen Link PHZH Zusatzleistungen HfH

Berufsbegleitendes Studium

  • Vor Studienbeginn:
    Personen mit Lehrdiplom: Ein Jahr Berufspraxis als Lehrkraft von durchschnittlich wenigstens 40 %.
    Personen ohne Lehrdiplom: Vor Beginn des Studiums ein Jahr pädagogische Berufspraxis von durchschnittlich wenigstens 50% und Zusatzleistungen gemäss Richtlinien EDK.
  • Während des Studiums:
    Berufstätigkeit: mindestens 1'080 Lektionen Praxis (davon 60 Lektionen im alternativen Praxisfeld), verteilt auf die ganze Studiendauer, oder ausnahmsweise, sofern keine Stelle gefunden wird, Praktikum von insgesamt 432 Lektionen (davon 60 Lektionen im alternativen Praxisfeld)

Arbeitsort: Anstellung in einem der Trägerkantone (per Stichtag 1.2.)

Vollzeitstudium / Teilzeitstudium

  • Vor Studienbeginn:
    Personen mit Lehrdiplom: Ein Jahr Berufspraxis als Lehrkraft von durchschnittlich wenigstens 40%.
    Personen ohne Lehrdiplom: Vor Beginn des Studiums ein Jahr pädagogische Berufspraxis von durchschnittlich wenigstens 50% und Zusatzleistungen gemäss Richtlinien EDK
  • Während des Studiums:
    Berufstätigkeit: mindestens 432 Lektionen Praxis (davon 60 Lektionen im alternativen Praxisfeld), verteilt auf die ganze Studiendauer

Wohnort in einem der Trägerkantone, Steuerpflichtigkeit seit mindestens einem Jahr in diesem Kanton

Trägerschaft

Zur Trägerschaft der HfH zählen die Kantone AG, AI, AR, GL, GR, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, ZH, ZG und das Fürstentum Liechtenstein.
Bitte konsultieren Sie folgendes Merkblatt, ob Ihr Studium finanziert wird:
Merkblatt Zahlende Kantone

Berufsbegleitendes Studium

Das Studium können Sie als berufsbegleitendes Studium oder als Teilzeitstudium absolvieren, unabhängig vom Studienschwerpunkt. Wenn Sie berufsbegleitend oder in Teilzeit studieren, dauert Ihr Studium mindestens vier und höchstens acht Semester. Die Dauer Ihres Studiums hängt davon ab, in welcher Zeitspanne Sie die Wahlmodule belegen und wann Sie mit dem Verfassen der Masterthese beginnen. Sie können also das Tempo Ihres Studiums weitgehend selber bestimmen. Der Unterschied zwischen berufsbegleitendem Studium und Teilzeitstudium liegt in der Praxisausbildung. Teilzeitstudierende ohne feste Anstellung können die Praxis in Form von begleiteten Praktika absolvieren. Insgesamt müssen 432 Lektionen Praktikum nachgewiesen werden (davon 60 Lektionen in einem alternativen Tätigkeitsfeld). Berufsbegleitende Studierende mit fester Anstellung üben Ihre Tätigkeit während dem Studium im Rahmen einer oder mehrerer Anstellungen im Umfang von 1'080 Lektionen (davon 60 Tage im alternativen Praxisfeld) aus.
Studienübersicht SHP 2016
Studienverlaufsplaner 2016 SHP - berufsbegleitend Studienverlaufsplaner SHP 2015 berufsbegleitend

Vollzeit- bzw. Teilzeitstudium mit Praktikum

Das Vollzeitstudium absolvieren Sie in drei Semestern, das Teilzeitstudium in vier bis acht Semestern. In dieser Zeit kommen sie für 100 Kontaktstudientage an die Hochschule. Sie haben ein bis zwei Studientage pro Woche im Semester, ein bis zwei Blockpraktika und zwei bis drei Tagespraktika pro Semester.
Studienübersicht SHP 2016 - Teilzeit  Studienübersicht SHP 2015
Studienverlaufsplaner 2016 SHP - Vollzeit Studienverlaufsplaner 2015 SHP - Vollzeit

Hinweis

Ein grosser Teil des Studiums erfolgt über E-Learning, daher sind PC-Kenntnisse und ein Internetzugang erforderlich.
Die Inhalte des Studiums sind modularisiert. Module sind in sich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheiten. Sie sind für jedes Semester thematisch gebündelt, d.h. in jedem Semester finden Sie ein bis zwei thematische Schwerpunkte. Zu einem Thema schreiben Sie einen Leistungsnachweis. Zu einem anderen Thema bieten wir Ihnen in jedem Semester ein E-Learning Angebot.

Fakten

Infotage
Jeweils im Frühjahr und Herbst, siehe Agenda
Beginn
Jährlich im September
Anmeldeschluss
15. Januar (Poststempel)
Dauer
3 Semester (Vollzeitstudium) oder  4 - 8 Semester (Berufsbegleitendes Studium und Teilzeitstudium)
Abschluss
Master of Arts Hochschule für Heilpädagogik in Special Needs Education
Lernformen
Präsenzunterricht, Angeleitetes Selbststudium, E-Learning, Individuelles Selbststudium, Leistungsnachweise, Praxisbegleitung

Studiengebühren

Studiengebühren
VollzeitstudiumCHF 900
TeilzeitstudiumCHF 750
Pflichtliteraturkeine

Pro Semester / inkl. Prüfungsgebühren

Leitung

Prof. Dr. Josef Steppacher

Leiter Departement Heilpädagogische Lehrberufe und Leiter Studiengang Sonderpädagogik mit Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik SHP

Fünf Fragen an...

Christine Züst hat ihr Masterstudium in Schulischer Heilpädagogik mit dem Schwerpunkt Pädagogik bei Schulschwierigkeiten im Jahr 2015 an der HfH abgeschlossen.

1. Wie sieht Ihr beruflicher Werdegang aus?

Ich habe die Ausbildung zur Primarlehrerin am Lehrerseminar Kreuzlingen absolviert und in diesem Beruf sechs Jahre gearbeitet. Danach studierte ich Französisch. Nach der Familienpause liess ich mich zur Fachlehrerin für Englisch ausbilden. Da ich gerne wieder näher an den Schülerinnen und Schülern sein wollte, begann ich 2012 die Ausbildung zur Schulischen Heilpädagogin an der HfH.

2. Wie sieht Ihr Berufsalltag als Schulische Heilpädagogin aus?

Ich habe derzeit eine 65%-Stelle an einer Primarschule. Grösstenteils unterrichte ich mit der Klassenlehrperson im Team-Teaching. So fördere ich die IF- und die ISR-Kinder integrativ. Wir versuchen, möglichst wenige Lehrpersonen einzubinden, daher gebe ich auch DaZ in diesen Klassen. Zu meiner Tätigkeit gehören zudem Besprechungen, Schulische Standortgespräche, Beratungen sowie der Kontakt zu Fachstellen und Eltern.

3. Welche Eignungen sind wichtig für das Studium und den Beruf der Schulischen Heilpädagogin?

Man muss sich neben den Kontaktstudientagen genügend Zeit für Selbststudium, Austausch in der Lerngruppe, Lektüre und schriftliche Arbeiten reservieren. Sehr wichtig ist, dass man die Theorie aus der Lehre im Schulalltag umsetzen will. Zudem sollte man Freude am Individualisieren haben und ein Teamplayer sein. Im Alltag einer SHP ist Kooperation sehr wichtig.

4. Was hat Ihnen am Studium an der HfH besonders gefallen?

Die Inhalte aus den Vorlesungen wurden jeweils in der Seminargruppe vertieft. Dieser Austausch war sehr spannend, weil die Teilnehmenden der Seminargruppen aus verschiedenen Kantonen und Stufen (Kindergarten bis Oberstufe) kamen. Besonders gefallen haben mir die Wahlmodule. Dort konnte ich meinen Interessen gezielt nachgehen; ich konnte die Inhalte auswählen, die für meinen Alltag relevant waren.

5. Was sind die schönsten Erfolge im Beruf?

Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Klassenlehrperson und SHP ist grundlegend für Erfolg im Schulalltag. Hilfreich ist, wenn diese Arbeit von den Eltern unterstützt wird. Als SHP versuchen wir, Lerninhalte auf verschiedenen Handlungsebenen anzugehen. Wenn ein Kind dank unserer Begleitung die Lernziele erreicht und wir Aha-Erlebnisse miterleben dürfen, gehört dies zu den schönsten Erfolgen.

Kontakt

Sekretariat Heilpädagogische Lehrberufe
Tel: +41 44 317 11 41
lehrberufe@hfh.ch

Wichtige Dokumente

Weitere Dokumente

Nützliche Links

  • www.vazhfh.ch

    Vereinigung der Absolventinnen und Absolventen der HfH

  • www.szh.ch

    Stiftung Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik SZH

  • www.bhs-schweiz.ch

    Berufsverband für Heil- und Sonderpädagogik Schweiz BHS