Zertifikatslehrgänge CAS
Zertifikatslehrgang CAS
Tiefgreifende Entwicklungsstörungen
Kursleitung
Prof. lic. phil. Markus SigristDr. phil I Dominik Gyseler
Themenüberblick
Bei Kindern und Jugendlichen mit tiefgreifenden Entwicklungsstörungen liegt eine schwerwiegende Beeinträchtigung in mehreren Entwicklungsbereichen vor. Charakteristisch sind Schwierigkeiten in der verbalen und nonverbalen Kommunikation, in der sozialen Interaktion sowie im Umgang mit Veränderungen des Alltags und des Tagesablaufs. Im Lehrgang werden neben Menschen mit frühkindlichem Autismus und Asperger-Syndrom auch jene mit einer mittleren oder schweren kognitiven Beeinträchtigung (z. B. Formen geistiger Behinderung) dieser Gruppe zugeordnet.
Das übergeordnete Ziel des Zertifikatslehrgangs besteht darin, mit den Teilnehmenden
konkrete pädagogisch-therapeutische Massnahmen einzuüben, mit welchen den spezifischen Entwicklungsvoraussetzungen dieser Kinder und Jugendlichen – deren Beeinträchtigungen, aber auch deren Möglichkeiten und Bedürfnissen – möglichst gut Rechnung getragen werden kann.
Ziele
Es wird eine Kompetenzerweiterung in drei Bereichen angestrebt:
- Diagnostik: Erweitertes und vertieftes Verstehen von Kindern und Jugendlichen
- mit mittleren oder schweren Beeinträchtigungen in den Bereichen der Kognition, Kommunikation, Interaktion und/oder Wahrnehmung.
- Förderung: Ausgewählte pädagogisch-therapeutische Massnahmen vertieft kennenlernen und je nach Bedarf begründet und flexibel anwenden können.
- Beratung: Eltern, Therapiefachpersonen, Betreuungs- und Lehrpersonen kompetent
- beraten und unterstützen können.
Aufbau
Leitend für den Aufbau ist der konsequente Transfer zwischen Theorie und Praxis:
- Die theoretischen Grundlagen sind darauf ausgerichtet, das komplexe Gebilde der tiefgreifenden Entwicklungsstörungen besser verstehen zu lernen. Dazu wird ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, welcher Medizin, Psychiatrie, Neurowissenschaften,
- Psychologie und Soziologie umfasst. Die Theorievermittlung steht in engem Bezug zum Tätigkeitsfeld der Teilnehmenden.
- Zur Umsetzung in die Praxis werden ausgewählte Förderansätze (Affolter-Methode, TEACCH, UK etc.) vorgestellt und praktisch erprobt. Dazu werden Lerngruppen gebildet und Fallbesprechungen durchgeführt.
Umfang
Der CAS umfasst 300 Arbeitsstunden (10 Credit Points), wovon 150 Arbeitsstunden
dozentengeleitete Seminare und 150 Arbeitsstunden selbstorganisertes Lernen sind. Es werden Leistungsnachweise erbracht.
Zielgruppen/Voraussetzung
Fachpersonen, die vorwiegend mit Menschen mit frühkindlichem Autismus und Asperger-Syndrom oder mit einer mittleren oder schweren kognitiven Beeinträchtigung (z. B. Formen geistiger Behinderung) arbeiten.
Daten/Zeit
Herbst 2010 bis Herbst 2011.
Die Seminare finden in der Regel Donnerstag/Freitag statt.
Informationsveranstaltung
Mittwoch, 24. März 2010, 17.15-18.30 Uhr an der HfH Zu776;rich.
Anmeldung erwünscht an
Detailprogramm
Das Detailprogramm ist ab März 2010 verfügbar.
| Kursort | Zürich |
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