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Projekte

B.17 EBA-Laufbahnen in den Branchen Schreinerei und Hauswirtschaft (2010-2011)

Team

Häfeli Kurt
Hofmann Claudia

Ausgangslage und Fragestellung

Mit der Inkraftsetzung des neuen Berufsbildungsgesetzes (1.1.2004) wurde die „Anlehre" durch die neue zweijährige Grundbildung mit Berufsattest ersetzt. Diese setzt auf eine stärkere Standardisierung der Ausbildungsinhalte und -ziele, um die Arbeitsmarktfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen und die Durchlässigkeit zu weiterführenden Ausbildungen zu verbessern. Von verschiedenen Seiten wird allerdings befürchtet, dass manche Jugendliche den neuen Anforderungen nicht gewachsen sind und in der Folge auch ihre berufliche Integration gefährdet ist.

 

Die grossen Branchen, Gastronomie und Detailhandel, starteten 2005 mit den neuen Ausbildungen. Eine im Zeitraum 2005-2008 durchgeführte Studie der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik in Zusammenarbeit mit dem SRED (Service de la Recherche en Education) in Genf untersuchte im Rahmen einer Längsschnittstudie gesamtschweizerisch die be­ruf­li­che Entwicklung von Absolventinnen und Absolventen der Ausbildung in diesen beiden Branchen (Kammermann, Amos, Hofmann & Hättich, 2009; Informationen unter www.hfh.ch/forschung vgl. Studie B.5: Grundbildung mit Berufsattest und Arbeitsmarktfähigkeit).

 

Weitere Branchen erarbeiteten in den folgenden Jahren neue Ausbildungsgänge, u.a. für die beiden Berufe „Schreinerpraktiker/in" und „Hauswirtschaftspraktiker/in", die insbesondere auch für eher praktisch veranlagte, schulisch schwächere Jugendliche attraktiv sind. Aus diesem Grund wird neu eine Anschlussstudie (B17) an die bestehende Studie angereiht (2009-2011), auch um den unter­schied­­li­chen Konzepten und Populationen, die wir in den verschiedenen Branchen vorfinden, Rechnung zu tragen.

 

Es geht wie bereits in der Vorläuferstudie um folgende Fragen:

  1. Welche Jugendlichen absolvieren eine Grundbildung mit Berufsattest (u.a. schulische Herkunft, sozialer Hintergrund)?
  2. Wie erleben und bewerten sie die Ausbildung (Belastung in Schule und Betrieb, Zufriedenheit mit den Ausbildungsinhalten, usw.)?
  3. Wie sieht ihre berufliche Situation nach Abschluss der Ausbildung aus (Stichworte „Arbeitsmarktfähigkeit", „Durchlässigkeit")? Von Interesse ist auch die Frage, welche Faktoren (sozial-strukturelle, ausbildungsbezogene, persönliche) zum Gelingen des beruflichen Einstiegs beitragen und welche ihn eher erschweren.

Methode

Im Zentrum der Befragung steht die Sicht der Lernenden: Am Ende ihrer Ausbildung werden sie in ihren Berufsfachschulklassen schriftlich (Mai/Juni 2009 N= ca. 100+100) über ihre bisherige Berufslaufbahn und ihre Ausbildungssituation befragt. Ein Jahr später sollen sie telefonisch (August/September 2010) kontaktiert werden, damit die aktuelle berufliche Situation nach Ausbildungsabschluss eruiert werden kann. Ergänzend dazu werden die Perspektiven von betrieblichen Berufsbildenden, Lehrpersonen in Berufsfachschulen und arbeitgebenden Betrieben erhoben:  Fragebogen an die Lehrpersonen der Berufsfachschule (N= ca. 20)  und telefonische Befragung von betrieblichen Berufsbildenden (n= ca. 30) im Mai/Juni 2009, eine schriftliche Befragung von arbeitgebenden Betrieben im August/September 2010.  Die Befragungen werden voraussichtlich in folgenden Deutschschweizer Kantonen durchgeführt: Zürich, St. Gallen, Bern, Basel und Luzern.

 

Projektdauer: 4/2009 bis 3/2011

 

Projektteam und Kontakt

Prof. Dr. Kurt Häfeli (Leitung)

lic. phil. Claudia Hofmann

 

Kontakt:
Interessierte Studierende der HfH im Rahmen ihrer Masterthesen


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