Projekte

A.14 Frühe Förderung ab Geburt: ZEPPELIN 0-3/M (2009-2011)

Team

Lanfranchi Andrea
Neuhauser Alex

Zürcher Equity Präventionsprojekt Elternbeteiligung und Integration

Machbarkeitsstudie zur frühen Förderung bei Kindern aus Familien in Risikosituationen

Ausgangslage und Absicht

In keinem Land ausser Deutschland sind die Bildungschancen derart eng mit der sozial-familialen Herkunft verbunden wie in der Schweiz, und in keinem anderen europäischen Land sind die Aussonderungsquoten von Schulkindern aus so genannt „bildungsfernen" Familien so hoch. Die Anstrengungen zur Reduktion der Bildungsungleichheiten haben sich bislang als wenig wirksam erwiesen. Wir wollen daher den Fokus auf Massnahmen zur Vorbeugung schulischer Lern- und Leistungsstörungen aufgrund ungünstiger Startbedingungen verschieben. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Massnahmen der selektiven primären Prävention ab Geburt die Bildungschancen von Kindern aus Familien in psychosozialen Risikokonstellationen erhöhen.

Ziele 

Erstes Ziel der Studie ist die interdisziplinäre Früherkennung von Kindern, die aus psychosozialen Gründen (Konflikte bei den Eltern, tiefes Bildungsniveau und Armut mit sozialem Rückzug etc.) in ihrer Entwicklung gefährdet und insofern von Behinderung bedroht sind. Das zweite Ziel ist die frühe Förderung dieser Kinder mit der Absicht der langfristig anhaltenden Erhöhung ihrer Bildungschancen dank Implementierung professionell ausgerichteter Home-based sowie Center-based Programme der frühen Förderung, Integration, Bildung, Betreuung und Erziehung (FIBBE). Drittes Ziel ist die Nutzung der Erfahrungen der Heilpädagogischen Früherziehung (HFE) für die möglichst frühzeitig ansetzende Unterstützung von Kindern und ihren Eltern mit „bildungsfernem" Hintergrund.

Methoden

Mittels quantitativer und qualitativer Verfahren wollen wir Kinder in psychosozialen Risikokonstellationen ab Geburt erfassen. Daran anschliessend werden wir ein Programm der Frühintervention implementieren und dessen Wirkung einerseits auf die Entwicklung der Kinder und andererseits auf die Integrations-, Bildungs- und Erziehungskompetenz ihrer Eltern evaluieren.

Forschungsabschnitte

  • ZEPPELIN 0-3: Messungen am Ende des 1. und im 3. Lebensjahrs
  • ZEPPELIN 6-7: Follow-up im Übergang Kindergarten - Einschulung   
  • ZEPPELIN 12-13: Follow-up im Übergang Primarstufe - Sekundarstufe I

Machbarkeitsstudie

Die Implementierung und Evaluation einer Interventionsstudie im Frühbereich setzt eine sorgfältige Planungs- und Entwicklungsarbeit voraus. Daher werden wir vor dem definitiven Start der Längsschnittstudie in einer Machbarkeitsstudie die Früherkennungsinstrumente und Methoden der frühen Förderung inklusive Evaluationsverfahren in Bezug auf ihre Praktikabilität und Validität an einer kleinen Anzahl Kinder bzw. Familien erproben.

Kooperationen

  • Amt für Jugend und Berufsberatung (Bildungsdirektion Kt. ZH): Markus Brühwiler
  • Kinderspital Zürich, Abteilung Entwicklungspädiatrie: PD Dr. med. Oskar Jenny  
  • Kantonale Fachstelle für Integrationsfragen (Direktion der Justiz und des Inneren Kt ZH): Julia Morais
  • Institut für Bildungsevaluation, Assoziierte Institut der Univ. Zürich: PD Dr. Urs Moser

Projektdauer der Machbarkeitsstudie ZEPPELIN 0-3/M

1.7.2009-30.6.2011

Projektbearbeitung

Lic. phil. Alex Neuhauser, verschiedene Fachpersonen im Feld.

Projektleitung und Kontakt

Prof. Dr. Andrea Lanfranchi, Dozent HfH; e-mail:

Projektwebseite

www.zeppelin-hfh.ch


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