Projekte

A.16 Psychomotorik und Prävention (2010-2011)

Team

Amft Susanne
Störch Mehring Susanne
Uehli Stauffer Beatrice

Prävention – Entwicklungsförderung – Bewegung in pädagogischen Institutionen -

Psychomotorik als präventives Arbeiten im frühen Bildungsbereich

Ausgangslage

Im Bildungs- sowie im Gesundheitswesen erhält das Thema Prävention im Kindesalter zurzeit einen  hohen Stellenwert, da man spätere Entwicklungsstörungen vermeiden und dem Anstieg der Therapiekosten Einhalt gebieten will. Kinder, die rechtzeitig gefördert werden, haben dadurch eine bessere Chance, die Primarschule ohne sonderpädagogische Fördermassnahmen durchlaufen zu können. Dieser Ruf nach Prävention ist auch in den pädagogisch-therapeutischen Berufen hörbar, impliziert aber zugleich Fragen zur Zielgruppe, zur Wirksamkeit, zur Umsetzung und zur Koordination dieser Massnahmen.

In der Praxis der Psychomotorik finden sich vermehrt Projekte in diesem Bereich, die auf Eigeninitiative der Psychomotorik-Therapeuten und Psychomotorik-Therapeutinnen erfolgen. Demgegenüber stehen Anordnungen zur präventiven Psychomotorik, die zunehmend im Arbeitsauftrag der Fachpersonen definiert sind (Beispiel Kanton Zürich).  Aktuell ist wahrnehmbar, dass die Projekte und Umsetzungen der präventiven Psychomotorik aus der Praxis heraus entstehen. Es besteht ein wissenschaftlicher Handlungsbedarf, da das Feld der Prävention für die Psychomotorik ein weites Arbeitsfeld ist und es bisher an evaluierten Programmen, den empirischen Nachweisen und der Einbettung in ein Theoriegebäude fehlt.

 

Ziel des Forschungsvorhabens

Ziel dieses Forschungsprojektes ist eine Bestandsaufnahme der präventiven Arbeitsweisen von Psychomotoriktherapeutinnen, sowie die Erhebung der zugrunde liegenden Theoriemodelle. Anschliessend werden fachtheoretische Fragen aufgeworfen, die im Zusammenhang von Prävention und Psychomotorik im frühen Bildungssystem stehen und deren Ergebnisse für die Ausbildung von Bedeutung sein können.

Die Ergebnisse sollen den aktuellen Ist-Stand der Prävention im Feld der Psychomotorik darlegen und aufzeigen, welche Möglichkeiten der Prävention die Psychomotorik nutzen kann, um sich auch im frühen Bildungsbereich zu etablieren. Dabei soll folgende Frage beantwortet werden: Wie arbeiten Psychomotorik-Therapeutinnen und -Therapeuten im Bereich der Prävention?

 

Fragestellungen

  1. Welche subjektiv-fachliche Theorien haben die Psychomotorik-Therapeutinnen und -Therapeuten zur Prävention? Gibt es Bezugstheorien, die sie ihrer präventiven Arbeit zugrunde legen? Untersucht werden soll, ob sich bei der Planung und Umsetzung von präventiven Massnahmen einheitliche Vorstellungen zur Prävention zeigen oder ob die subjektiven Deutungsmuster zur Prävention sehr stark differieren.
  2. Wie wird der Auftrag zur Prävention im Arbeitsfeld umgesetzt? Das Projekt soll herausfinden wie folgende Bereiche gestaltet sind: die fachlich-inhaltlichen Schwerpunkte (Thema), die Ziele, der Rhythmus und die Dauer sowie die Vorgehensweise im präventiven Setting, ebenso die Arbeit mit den Bezugspersonen.

Methoden

Das Forschungsprojekt setzt den Schwerpunkt auf die qualitative Forschung und möchte anhand von qualitativen Interviews (Leitfadengestützte Einzelinterviews / Validierung der Ergebnisse durch Fokusgruppen) eruieren, welche relevanten Aspekte in der aktuellen Praxissituation ersichtlich sind.

 

Projektdauer

3/2010 bis 9/2011

 

Kontakt

Prof. Susanne Amft, Leiterin Departement Pädagogisch-therapeutische Berufe HfH:

 

Dipl. mot. Susanne Störch, Wissenschaftliche Mitarbeiterin:


zurück zur Übersicht