Projekte
B.1 Niederschwellige Angebote in der Berufsbildung (2003-2004)
Team
Häfeli Kurt
– eine Vertiefungsstudie des Lehrstellenbeschlusses 2
Der Zugang zu Arbeit und Beruf ist für Jugendliche in den letzten Jahren schwieriger geworden. Besonders gefährdet sind Jugendliche mit schulischen Schwächen, Benachteiligungen und Behinderungen. Die Schweiz kennt für diese Gruppe ein relativ differenziertes, aber wenig evaluiertes Bildungsangebot im Übergang von der Schule ins Erwerbsleben. Während der Lehrstellenknappheit der letzten Jahre wurde dieses Angebot ausgebaut, und mit erheblichen Bundesmitteln wurden innovative Pilotprojekte gefördert.
Ausgehend von den Projekten im Förderbereich B des Lehrstellenbeschlusses 2 (LSB2) wurde die vorliegende Vertiefungsstudie durchgeführt. Ziel war die Erhebung der in der Schweiz angebotenen niederschwelligen Berufsbildungsangebote. Im Zentrum der Untersuchung standen Projekte, die im Rahmen des LSB2 des Bundes in den Jahren 2000-2004 gefördert worden sind.
Als 'niederschwellig' wurden LSB2-Projekte definiert, die mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen:
Auf dieser Grundlage wurden zwei telefonische Befragungen zwischen Ende Januar und Anfang Mai 2004 durchgeführt. Die erste Befragung betraf die Leitenden (N=64) der ausgewählten niederschwelligen Angebote, die im Rahmen eines strukturierten Telefoninterviews Auskunft zu verschiedenen Aspekten ihres Projektes gaben. Diese Untersuchungsstichprobe der Projekte konnte für einzelne Fragestellungen aufgestockt werden durch Daten einer anderen Vertiefungsstudie und umfasste dann 86 Projekte. Bei der zweiten Befragung handelte es sich um (weitgehend qualitative) Interviews mit 16 kantonalen Verantwortlichen für die Koordination und Realisierung der LSB2-Projekte. Zudem wurden die verfügbaren schriftlichen Dokumente analysiert.
Zur Verdeutlichung und Illustration der verschiedenen Angebotsphilosophien und -ansätze wurden für den vorliegenden Bericht einzelne – als beispielhaft bewertete – Projekte ausgewählt und zu Fallstudien Porträts verdichtet.
Die vielfältigen Ergebnisse wurden in einem Schlussbericht (s.u.) veröffentlich. Als Fazit wird eine „integrative Übertrittspolitik" gefordert, welche die vielen vorhandenen Reformansätze zusammenfasst. Die Reformen sollten dabei die vorbereitende Sekundarstufe I, die berufsbildende Sekundarstufe II und den Übertritt in den Arbeitsmarkt umfassen. Die verschiedenen Massnahmen sollten institutionell und individuell (Case Management) koordiniert werden. In einzelnen Regionen lassen sich bereits heute vielversprechende integrative Ansätze finden.
Projektdauer: 11/2003 – 12/2004
Auftraggeber: Koordinationsstelle für Weiterbildung der Universität Bern (KWB) & Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT)
Kooperationspartner: Landert Farago & Partner - Sozialforschung Evaluation Konzepte, Zürich; Érasm - études et recherches appliquées à la sociologie et au marketing, Genève
Kontakt:
Dr. Kurt Häfeli, Bereichsleiter Forschung & Entwicklung, HfH; e-mail:
Dr. Peter Rüesch, wissenschaftlicher Mitarbeiter Forschung & Entwicklung, HfH; e-mail: Luzern; e-mail:
Publikationen:
Häfeli, K., Rüesch, P., Landert, Ch., Sardi, M. & Wegenger, R. (2004). Lehrstellenbeschluss 2: Vertiefungsstudie Niederschwellige Angebote. Bern: Bundesamt für Berufsbildung & Technologie (BBT) & Koordinationsstelle für Weiterbildung der Universität Bern. PDF...Häfeli, K. (2004). Zwischenlösung und Brückenangebote: Lösung oder Problem für junge Frauen? In: Schweiz. Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten, Lehrstellenprojekt 16+ (Ed.); Achtung Gender. Ausbildungsverhalten von Mädchen und jungen Frauen. Zürich.
Der Zugang zu Arbeit und Beruf ist für Jugendliche in den letzten Jahren schwieriger geworden. Besonders gefährdet sind Jugendliche mit schulischen Schwächen, Benachteiligungen und Behinderungen. Die Schweiz kennt für diese Gruppe ein relativ differenziertes, aber wenig evaluiertes Bildungsangebot im Übergang von der Schule ins Erwerbsleben. Während der Lehrstellenknappheit der letzten Jahre wurde dieses Angebot ausgebaut, und mit erheblichen Bundesmitteln wurden innovative Pilotprojekte gefördert.
Ausgehend von den Projekten im Förderbereich B des Lehrstellenbeschlusses 2 (LSB2) wurde die vorliegende Vertiefungsstudie durchgeführt. Ziel war die Erhebung der in der Schweiz angebotenen niederschwelligen Berufsbildungsangebote. Im Zentrum der Untersuchung standen Projekte, die im Rahmen des LSB2 des Bundes in den Jahren 2000-2004 gefördert worden sind.
Als 'niederschwellig' wurden LSB2-Projekte definiert, die mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen:
- das Projekt ist im berufspraktischen Bereich (Anlehren, Attestausbildungen, neue Berufsbilder) angesiedelt, oder
- das Projekt ist ein Brückenangebot (z. B. Vorlehre, 10. Schuljahr usw.), oder
- das Projekt richtet sich von seinen Zielsetzungen her explizit an Jugendliche mit Integrationsschwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt (z. B. Jugendliche mit schulischen Defiziten, Jugendliche mit Migrationshintergrund).
Auf dieser Grundlage wurden zwei telefonische Befragungen zwischen Ende Januar und Anfang Mai 2004 durchgeführt. Die erste Befragung betraf die Leitenden (N=64) der ausgewählten niederschwelligen Angebote, die im Rahmen eines strukturierten Telefoninterviews Auskunft zu verschiedenen Aspekten ihres Projektes gaben. Diese Untersuchungsstichprobe der Projekte konnte für einzelne Fragestellungen aufgestockt werden durch Daten einer anderen Vertiefungsstudie und umfasste dann 86 Projekte. Bei der zweiten Befragung handelte es sich um (weitgehend qualitative) Interviews mit 16 kantonalen Verantwortlichen für die Koordination und Realisierung der LSB2-Projekte. Zudem wurden die verfügbaren schriftlichen Dokumente analysiert.
Zur Verdeutlichung und Illustration der verschiedenen Angebotsphilosophien und -ansätze wurden für den vorliegenden Bericht einzelne – als beispielhaft bewertete – Projekte ausgewählt und zu Fallstudien Porträts verdichtet.
Die vielfältigen Ergebnisse wurden in einem Schlussbericht (s.u.) veröffentlich. Als Fazit wird eine „integrative Übertrittspolitik" gefordert, welche die vielen vorhandenen Reformansätze zusammenfasst. Die Reformen sollten dabei die vorbereitende Sekundarstufe I, die berufsbildende Sekundarstufe II und den Übertritt in den Arbeitsmarkt umfassen. Die verschiedenen Massnahmen sollten institutionell und individuell (Case Management) koordiniert werden. In einzelnen Regionen lassen sich bereits heute vielversprechende integrative Ansätze finden.
Projektdauer: 11/2003 – 12/2004
Auftraggeber: Koordinationsstelle für Weiterbildung der Universität Bern (KWB) & Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT)
Kooperationspartner: Landert Farago & Partner - Sozialforschung Evaluation Konzepte, Zürich; Érasm - études et recherches appliquées à la sociologie et au marketing, Genève
Kontakt:
Dr. Kurt Häfeli, Bereichsleiter Forschung & Entwicklung, HfH; e-mail:
Dr. Peter Rüesch, wissenschaftlicher Mitarbeiter Forschung & Entwicklung, HfH; e-mail: Luzern; e-mail:
Publikationen:
Häfeli, K., Rüesch, P., Landert, Ch., Sardi, M. & Wegenger, R. (2004). Lehrstellenbeschluss 2: Vertiefungsstudie Niederschwellige Angebote. Bern: Bundesamt für Berufsbildung & Technologie (BBT) & Koordinationsstelle für Weiterbildung der Universität Bern. PDF...Häfeli, K. (2004). Zwischenlösung und Brückenangebote: Lösung oder Problem für junge Frauen? In: Schweiz. Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten, Lehrstellenprojekt 16+ (Ed.); Achtung Gender. Ausbildungsverhalten von Mädchen und jungen Frauen. Zürich.




