Projekte

C.3 Alternativ- und Intensivbetreuung (AIB) bei Schwerbehinderten (2005-2006)

Team

Adler Judith
Born Markus

Ausgangslage und Ziele
 
Ausgehend von einem in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegenen Betreuungsbedarf an der Stiftung für Schwerbehinderte in Luzern (SSBL) sollen die Quantität und Qualität des aktuellen Betreuungsangebots in der SSBL ermittelt werden. Es soll überprüft werden, ob dieses Angebot mit den aktuellen Bedürfnissen der Bewohner/innen übereinstimmt und wo allenfalls Diskrepanzen und Handlungsbedarf bestehen. Vermutete Veränderungen in den letzten Jahren (verändertes Klientel, z. B. vermehrt aus Psychiatrie, veränderte Bedürfnisse durch Altersstruktur usw.) und entsprechender Bedarfsänderungen sollgen abgeklärt werden. Dies geschieht im Hinblick auf eine zukünftige Ausrichtung der Leistungen der SSBL und auf eine institutionelle Weiterentwicklung auch unter der NFA.
 
Die Zielsetzung lässt sich in drei Teile gliedern:
1) Aktuelle Leistungserbringung
Welche Leistungen - differenziert nach verschiedenen Themenfeldern (z.B. Sozialverhalten, Mobilität, Ernährung) - werden für die Bewohner/innen heute erbracht?
Wie ist aktuelle Zusammensetzung der Bewohnergruppen und welche Kriterien der Gruppenbildung werden verwendet?
Gibt es spezifische Profile der verschiedenen Standorte/Wohngruppen?
Welche Ressourcen an Personal und Infrastruktur stehen zur Verfügung?
2) Leistungsbedarf
Welche Leistungen wären angesichts der Bedürfnisse der Bewohner/innen für eine ausreichende Versorgung nötig, welche wären zusätzlich wünschenswert?
Wie gross ist die Spannweite an Unterstützungsbedarf bei den Bewohner/innen?
Gibt es Bewohnertypen oder -gruppen mit ähnlichem Unterstützungsbedarf?
Welche Ressourcen (Personal, Infrastruktur) wären nötig?
3) Einschätzung und Beurteilung
Wo besteht aufgrund obiger Befunde Handlungsbedarf?
Welche Veränderungen wären prioritär anzugehen?
Wie liesse sich eine Optimierung erreichen?
 
Methodisches Vorgehen
Im Zentrum der Studie steht eine Stichprobe von 100 Bewohnerinnen und Bewohnern der SSBL. Als methodische Zugänge werden gewählt: Analyse der Dokumentation über Bewohner/in, Leitfadeninterviews mit betreuender Bezugsperson, Beobachtung von Alltagssituationen (bei 50 Personen), vergleichende Analyse (innovative Ansätze in Literatur und Praxis).

Projektdauer: 08/2005 – 05/2006

Auftraggeber: Stiftung für Schwerbehinderte Luzern (SSBL); www.ssbl.ch

Kontakt:
Lic. phil. Judith Adler, Projektleiterin, Forschung & Entwicklung, HfH, e-mail:
Markus Born, Projektmitarbeiter, HfH


zurück zur Übersicht