Kinder auf der Flucht

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Kinder auf der Flucht

Die Flüchtlingswelle, die Europa erreicht hat, hat auch die Schweiz erreicht. Swissuniversities, die Vereinigung der Universitäten und der Hochschulen der Schweiz, hat ihre Mitgliedsinstitutionen aufgerufen, die Aufnahme von Studierenden aus diesem Kreis zu unterstützen. Erwartungsgemäss sind die Hälfte der flüchtenden Menschen Kinder und Jugendliche, ein Teil davon sogar von ihren Familien getrennt und manche ohne Schulerfahrung. Nur wenige davon sind behindert, viele aber durch ihre Geschichte und ihre Lebenssituation von Behinderung bedroht. Sie alle haben das Recht auf Bildung. Die Bildung dieser Kinder und Jugendlichen ist Aufgabe der Schulen.

Integration fördern, drohende Behinderung präventiv angehen

Unter dem Motto «Integration fördern, drohende Behinderung präventiv angehen» will die HfH Schulen und Freiwillige mittels Informationen unterstützen, diese Kinder und Jugendlichen auch schulisch zu fördern. Schrittweise werden seit November 2015 auf dieser Seite Angaben zu geeignetem Lern- und Informationsmaterial, zu Beratungs- und Weiterbildungsangeboten sowie zu übrigen Unterstützungsaktionen aufgeschaltet. 

Umgang mit Schülerinnen und Schülern aus Kriegsgebieten

Eine gute Vorbereitung und das Schaffen von Strukturen sind das A und O im Umgang mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien. Prof. Dr. Andrea Lanfranchi (HfH) hat Tipps für die Schule zusammengefasst. Zu den Tipps

Weiterbildungsangebote

Der Bereich Weiterbildung der HfH bietet eine ausgewählte Palette von Kursen und Zusatzausbildungen an. Zum Thema Kinder auf der Flucht sind beispielsweise folgende Angebote empfehlenswert:

  • Professioneller heilpädagogischer Umgang mit Flüchtlingskindern und –jugendlichen (2017-65)
  • "Der sichere Ort" – ein vielversprechender, traumapädagogischer Ansatz (2017-33)
  • Transkulturelle Kompetenzen im Spannungsfeld Migration und Behinderung (2017-58)

Mehr Angebote gibt es im Weiterbildungsplaner.

Pilotprojekt von HfH und PHSG: Weiterbildungsangebot

Im Frühjahr 2016 gab es ein Angebot für Fachpersonen, Ängste im Umgang mit Flüchtlingskindern abzubauen und Sicherheit für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben zu gewinnen. Es wurden konkrete Praxistipps vermittelt und persönliche Haltungen und Einstellungen gegenüber kultureller Andersartigkeit sowie Sorgen und Fragen zur schulischen Integration thematisiert. Das Weiterbildungsangebot richtete sich an Personen aus den Trägerkantonen der HfH, vor allem an Schulische Heilpädagoginnen und -pädagogen sowie an Lehrpersonen. Jedoch waren auch Schulleitende, Schulsozialarbeitende, Klassenassistenzen und weitere im Schulbereich tätige Personen willkommen. Das Angebot war kostenfrei. Den Bericht einer Teilnehmerin finden Sie hier Bericht einer Teilnehmerin

 

Lehrmittel und Fördermaterial

Der Erwerb von Sprachkenntnissen ist für die Integration sehr wichtig. Dozierende der HfH haben eine Liste mit Lehrmitteln und Fördermaterialien für den Anfangsunterricht in Deutsch als Zweitsprache zusammengestellt. Wir empfehlen, dass nur Lehrpersonen mit dem nötigen Fachwissen, gezielt und sachdienlich die aufgeführten Lehrmittel und Fördermaterialien verwenden sollten. Zur Liste 

Informationen von kantonaler Seite

Das Volksschulamt beziehungsweise die Bildungsdirektion des Kantons Zürich bieten eine hilfreiche Broschüre mit dem Titel "Flüchtlingskinder in der Volksschule". Die Information für Schulen und Gemeinden dient zur Information und Klärung von Fragen bei der Schulung von Kindern und Jugendlichen aus dem Asylbereich. Zudem enthält es im Anhang Kontaktadressen von wichtigen Auskunfts- und Beratungsstellen sowie nützliche Links. Zur Broschüre Broschüre Flüchtlingskinder

Swissuniversities

Die Rektorinnen und Rektoren der Schweizer Hochschulen nehmen eine wichtige gesellschaftliche Verantwortung ihrer Institutionen wahr und bekräftigen ihre Absicht, im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten Flüchtlingen für den mittel- und längerfristigen Wiederaufbau ihrer Heimat und deren Gesellschaft nach ihrer Rückkehr die fachlichen und ausbildungstechnischen Kompetenzen mitzugeben. Daher setzt sich swissuniversities setzt sich für einen angepassten Hochschulzugang für Flüchtlinge ein. Mehr Infos Link zu swissuniversities

Spenden

Es gibt viele Hilfswerke und -projekte in und ausserhalb der Schweiz, die sich speziell an den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen orientieren, wie z. B. UNICEF Schweiz oder das Schweizerische Rote Kreuz. Einen guten thematischen Überblick gibt der Schweizer Spendenspiegel Link zu Schweizer Spendenspiegel der Schweizer Hilfswerke.

Unterstützungsaktionen

Darüber hinaus wollen wir auf Möglichkeiten für privates Engagement hinweisen, wie z. B. bei Solinetz Link zu Solinetz in Zürich. Freiwillige unterrichten Deutsch, kochen, besuchen Flüchtlinge, begleiten sie auf Ämter, leisten Öffentlichkeitsarbeit und kümmern sich um die Finanzierung der Projekte. Auf der genannten Website sind auch Partner-Projekte zu finden.

Hochschulmagazin: heilpädagogik aktuell

"Kinder auf der Flucht" war das Rahmenthema der November-Nummer 2015 von "heilpädagogik aktuell". Forschungsberichte, Informationen aus der Lehre, Abschlussarbeiten, Interviews und lebendige Reportagen zeigen die Herausforderungen für Fachpersonen in Schule und Therapie. Informationen zum Studienangebot, zu Weiterbildungsprogrammen, Dienstleistungen, Veranstaltungen und Tagungen runden den Inhalt des Hochschulmagazins ab. Link zur Ausgabe heilpädagogik aktuell

Kontakt

HfH Claudia Ziehbrunner
claudia.ziehbrunner[at]hfh.ch claudia.ziehbrunner

Dokumente

Aus der Sicht einer Kursteilnehmerin

Judith Meyer über das Weiterbildungsangebot von PHSG und HfH

Sprachliche Integration von Flüchtlingen