MA SHP 11/19

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Ausbildung Aktuelle Seite MA SHP 11/19

Inhalt

Studierende im Unterricht. Foto: HfH

Informationen zum Masterstudiengang

Beruf

Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen bilden, fördern und erziehen als spezialisierte Lehrpersonen Schülerinnen und Schüler mit Schulschwierigkeiten oder mit Behinderungen. Sie erheben deren besonderen Förderbedarf und entwickeln individuelle Förderpläne. Sie unterrichten, fördern, beraten und begleiten diese Lernenden, indem sie den Unterricht für sie individualisieren und differenzieren.

Arbeitsfelder

Mögliche Arbeitsorte sind Kindergärten und Regelklassen mit integrativer Förderung, Grund-/Basisstufe, Kleinklassen, Sonder- und Heimschulen, ambulante Einrichtungen.

Eignung und Kompetenzen

Folgende Eigenschaften sind ideale Voraussetzungen für Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen

  • Gute Beobachtungsgabe
  • Didaktisches Geschick
  • Flexibilität
  • Einfühlungsvermögen
  • Bereitschaft zu Kooperation
  • Geduld
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Belastbarkeit

Inhalte des Studiums

Der Masterstudiengang Sonderpädagogik mit Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik ist im Kern ein allgemeines Studium mit Schwerpunkten. Zum Angebot gehören:

Pädagogik bei Schulschwierigkeiten

Die Studierenden lernen, Kinder und Jugendliche mit Schulschwierigkeiten, beispielsweise aufgrund von Problemen in den Bereichen des Lernens, des Verhaltens oder bei besonderen Begabungen, frühzeitig zu erfassen und gezielt zu fördern. Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs beraten Erziehungsverantwortliche, Kolleginnen und Kollegen sowie Behörden fachlich kompetent, sind vertraut mit förderorientierten Unterrichtskonzepten und fähig, in schwierigen Unterrichts-, Erziehungs- und Beratungssituationen ressourcen- und lösungsorientiert zu handeln.
Leiterin: Margaretha Florin, lic. phil. Link Who-is-Who Margaretha Florin

Pädagogik für Menschen mit geistiger Behinderung

Die Studierenden befassen sich mit Bildungsangeboten in unterschiedlichen institutionellen Formen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer geistigen Behinderung. Sie werden befähigt, Menschen mit einer geistigen Behinderung zu einem möglichst selbstbestimmten Leben in sozialer Integration zu führen. Absolventinnen und Absolventen arbeiten sowohl in Regel- als auch in Sonderschulen.
Leiter: Roman Manser, lic. phil.
Link Who-is-Who Roman Manser

Pädagogik für Schwerhörige und Gehörlose

Die Studierenden mit Schwerpunkt Pädagogik für Schwerhörige und Gehörlose lernen die Situation von schwerhörigen und gehörlosen Kindern und Jugendlichen mit Kommunikationsproblemen zu beurteilen, sie in ihrer Entwicklung zu fördern und sie bei ihren Lernprozessen zu begleiten. Sie beziehen Betroffene und Beteiligte bei ihrer Arbeit mit ein und stützen sie gezielt. Absolventinnen und Absolventen arbeiten sowohl in Regel- als auch in Sonderschulen.
Leiterin: Daniela Nussbaumer, Prof. Dr.
Link Who-is-Who Daniela Nussbaumer

Pädagogik für Sehbehinderte und Blinde

Den Studierenden wird ein differenziertes Verständnis für die Besonderheiten behinderten Sehens vermittelt. Sie kennen didaktische Konzepte und mediale Anpassungen des Unterrichts, der die betroffenen Kinder und Jugendlichen zu möglichst selbstbestimmter Lebensgestaltung führt. Absolventinnen und Absolventen arbeiten sowohl in Regel- als auch in Sonderschulen.
Leiterin a.i.: Susanne Schriber, Prof. Dr. Link Who-is-Who Susanne Schriber

Pädagogik für Körper- und Mehrfachbehinderte

Die Studierenden werden befähigt, Lernprozesse bei körper- und mehrfachbehinderten Schülern und Schülerinnen, die auf ein spezifisches Lernangebot angewiesen sind, individuell zu planen, zu gestalten und zu evaluieren. Absolventinnen und Absolventen arbeiten sowohl in Regel- als auch in Sonderschulen.
Leiterin: Susanne Schriber, Prof. Dr.
Link Who-is-Who Susanne Schriber

Grobaufbau des Studiums

  • 1. Semester: Förderdiagnostik – Förderplanung
  • 2. Semester: Unterricht / Förderung – Fachdidaktik
  • 3. Semester: Spezialkenntnisse zu verschiedenen Förderbereichen
  • 4. Semester: Unterrichten und Beraten im Kontext

Hinweis

Informationen ab Beginn des Studiums finden Sie auf dem Studierendenportal. Zum Studierendenportal Link zum Studierendenportal

Fakten

Infotage
Jeweils im Frühjahr und Herbst, siehe Agenda Zur HfH-Agenda
Beginn
Jährlich im September
Dauer
3 Semester (Vollzeitstudium) oder  4 - 8 Semester (Berufsbegleitendes Studium und Teilzeitstudium)
Abschluss
Master of Arts Hochschule für Heilpädagogik in Special Needs Education
Lernformen
Präsenzunterricht, Angeleitetes Selbststudium, E-Learning, Individuelles Selbststudium, Leistungsnachweise, Praxisbegleitung

Leiter

Prof. Dr. Carlo Wolfisberg

Leiter Institut für Behinderung und Partizipation, Leiter Master Schulische Heilpädagogik 11/19

Fünf Fragen an...

Christine Züst hat ihr Masterstudium in Schulischer Heilpädagogik mit dem Schwerpunkt Pädagogik bei Schulschwierigkeiten im Jahr 2015 an der HfH abgeschlossen.

1. Wie sieht Ihr beruflicher Werdegang aus?

Ich habe die Ausbildung zur Primarlehrerin am Lehrerseminar Kreuzlingen absolviert und in diesem Beruf sechs Jahre gearbeitet. Danach studierte ich Französisch. Nach der Familienpause liess ich mich zur Fachlehrerin für Englisch ausbilden. Da ich gerne wieder näher an den Schülerinnen und Schülern sein wollte, begann ich 2012 die Ausbildung zur Schulischen Heilpädagogin an der HfH.

2. Wie sieht Ihr Berufsalltag als Schulische Heilpädagogin aus?

Ich habe derzeit eine 65%-Stelle an einer Primarschule. Grösstenteils unterrichte ich mit der Klassenlehrperson im Team-Teaching. So fördere ich die IF- und die ISR-Kinder integrativ. Wir versuchen, möglichst wenige Lehrpersonen einzubinden, daher gebe ich auch DaZ in diesen Klassen. Zu meiner Tätigkeit gehören zudem Besprechungen, Schulische Standortgespräche, Beratungen sowie der Kontakt zu Fachstellen und Eltern.

3. Welche Eignungen sind wichtig für das Studium und den Beruf der Schulischen Heilpädagogin?

Man muss sich neben den Kontaktstudientagen genügend Zeit für Selbststudium, Austausch in der Lerngruppe, Lektüre und schriftliche Arbeiten reservieren. Sehr wichtig ist, dass man die Theorie aus der Lehre im Schulalltag umsetzen will. Zudem sollte man Freude am Individualisieren haben und ein Teamplayer sein. Im Alltag einer SHP ist Kooperation sehr wichtig.

4. Was hat Ihnen am Studium an der HfH besonders gefallen?

Die Inhalte aus den Vorlesungen wurden jeweils in der Seminargruppe vertieft. Dieser Austausch war sehr spannend, weil die Teilnehmenden der Seminargruppen aus verschiedenen Kantonen und Stufen (Kindergarten bis Oberstufe) kamen. Besonders gefallen haben mir die Wahlmodule. Dort konnte ich meinen Interessen gezielt nachgehen; ich konnte die Inhalte auswählen, die für meinen Alltag relevant waren.

5. Was sind die schönsten Erfolge im Beruf?

Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Klassenlehrperson und SHP ist grundlegend für Erfolg im Schulalltag. Hilfreich ist, wenn diese Arbeit von den Eltern unterstützt wird. Als SHP versuchen wir, Lerninhalte auf verschiedenen Handlungsebenen anzugehen. Wenn ein Kind dank unserer Begleitung die Lernziele erreicht und wir Aha-Erlebnisse miterleben dürfen, gehört dies zu den schönsten Erfolgen.

Kontakt

Hochschuladministration
Tel: +41 44 317 11 11
lehrberufe@hfh.ch

Überarbeitung Curriculum

MA SHP ab 2020 Link Master 2020 SHP

Im Rahmen der regelmässigen Reakkreditierung überarbeitet die HfH das Curriculum für den Masterstudiengang Sonderpädagogik.

Wichtige Dokumente

Nützliche Links