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15 Jahre Stottertherapie intensiv: Ein Projekt feiert Jubiläum

Jeder kennt die Situation: Das Reden vor vielen Menschen löst bei manchen Unbehagen, Nervosität und Fluchttendenzen aus. Im Kopf kreisen die Gedanken: Wie soll ich anfangen? Wie wirkt mein Auftreten? Finde ich immer die passenden Worte? Nun stellen Sie sich vor, wie es Stotterern in solchen Situationen geht.

1. Juni 2015

Eine aussergewöhnliche Therapiewoche vermittelt stotternden Jugendlichen mehr kommunikative Sicherheit. Das Camp unter der Leitung von Prof. Wolfgang G. Braun (HfH) findet in diesem Sommer zum 15. Mal statt. Über 200 stotternde Jugendliche nahmen bisher an der in dieser Art einmaligen Therapiewoche teil. Zusammen mit in gleicher Art Betroffenen und unter Betreuung von fachkundigen Therapeuten wird das Leben grösstenteils im Freien gestaltet. Die Jugendlichen schlafen in Zirkuswagen und ein Zirkuszelt bietet Gelegenheit für Gruppenaktivitäten. Der Austausch mit anderen stotternden Jugendlichen, das Meistern von ungewohnten Situationen und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Sprechen stärken das Selbstbewusstsein der jungen Menschen und ermöglichen ihnen einen neuen Umgang mit ihrer Kommunikationsstörung. Das Motto des Camps lautet entsprechend: Stotterchamp – Gestärkt quer in der Landschaft stehen!


Erfolgreiche Therapiewoche
Die Erfahrung aus den vergangenen 15 Jahren zeigt, dass das Stotterchamp den 11- bis 18 jährigen hilft, Ängste und Schamgefühle beim Kommunizieren abzubauen. Auch bei Jugendlichen mit früherer Therapieerfahrung erzielt diese Art von Gruppentherapie erzielt positive Wirkungen. Dies wurde von einer 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Abschlussarbeit bestätigt.
Neben den sprachtherapeutischen Angeboten finden tagsüber erlebnispädagogische Aktivitäten wie Segeln, Klettern, Tauchen und Baumhausbau statt. Jeder teilnehmende Jugendliche wird von einem Studierenden als Pate individuell begleitet. Die projektorientierte Ausbildung von angehenden Therapeutinnen – über 300 Studierende waren bisher in die Therapiewoche involviert - stellt einen Meilenstein in der Verknüpfung von Theorie (Vorlesung) und Praxis (Arbeit mit Betroffenen) dar. Die Erfahrungen und die Erkenntnisse des Ansatzes mündeten in Fachpublikationen, Vorträgen und Therapiematerialien. Durch Medienarbeit trägt das Stottercamp seit vielen Jahren zur Aufklärung und Sensibilisierung bezüglich dem Thema Stottern wesentlich bei.Das Lager wird von der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich (HfH) und der Medizinischen Akademie Freiburg (D) durchgeführt.


Fakten
- Campwoche Mitte Juli am Bodensee (TG)
- Teilnehmende aus Österreich, Deutschland und der Schweiz

Angebot für Medien
Für Regionalzeitungen, Fernsehen und Radio besteht die Möglichkeit, das Lager für Berichterstattungen zu besuchen. Für Fragen steht Ihnen der Projektleiter Prof. Wolfgang G. Braun, Dozent im Bachelorstudiengang Logopädie an der HfH, zur Verfügung. Er ist am besten erreichbar per Mail: wolfgang.braun@hfh.ch.

Mehr Informationen finden Sie hier Link BA Logopädie

Fakten

Gründung 1924 als Heilpädagogisches Seminar, 2001 als Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik
Rektorin Prof. Dr. Barbara Fäh
Personalbestand rund 170 Mitarbeitende
Träger 13 Kantone und das Fürstentum Liechtenstein
Präsidentin des Hochschulrates Prof. Dr. Dorothea Christ, Chefin Hochschulamt des Kantons Zürich
Kernbereiche Fünf Master- und Bachelorstudiengänge, Weiterbildung, Forschung und Dienstleistungen 

Kontakt

Hochschulkommunikation
Sabine Hüttche
Tel: +41 44 317 12 02
Mobil: +41 79 2365 396
sabine.huettche[at]hfh.ch E-Mail schreiben an Sabine Hüttche
kommunikation[at]hfh.ch Mail schreiben an Hochschulkommunikation