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HfH zum Schulversuch "Fokus: Starke Lernbeziehungen"

„Wir unterstützen die grundsätzliche Stossrichtung dieses Schulversuchs. Er bietet die Chance, die Anzahl der beteiligten Lehrpersonen in den Klassen angemessen zu verringern und somit die Belastung der Lehrpersonen und auch der Schülerinnen und Schüler zu reduzieren. Wir hoffen zudem, dass die Integration von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf in den Regelklassen unterstützt wird, ohne gleichzeitig die Betreuungsqualität zu verringern, “ sagt Prof. Dr. Urs Strasser, Rektor der HfH.

25. Januar 2013

Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich wird einen Schulversuch durchführen, bei welchem die Reduktion von spezialisierten Lehrpersonen an den Klassen der Kindergarten- und Primarstufe im Zentrum steht. Der Versuch startet auf Beginn des Schuljahres 2013/14, 2014/15 und 2015/16.

Ein kleineres, aber verstärktes Lehrerteam soll möglichst alle Fächer unterrichten und möglichst alle Schülerinnen und Schüler unterstützen. 1.5 Lehrpersonen sollen neu an einer Klasse unterrichten. Die Ressourcen dazu werden mit einer Bündelung und Umverteilung der vorhandenen „Spezialistenpensen“ an den Schulen generiert. Zu diesen Ressourcen gehören u.a. die Pensen der Integrierten Förderung (IF), der Sonderschulung (IS), von Deutsch als Zweitsprache-Unterricht (DaZ), der Begabtenförderung sowie Pensen der pädagogisch-therapeutischen Massnahmen (Logopädie und Psychomotorische Therapie). Dabei haben die Schulen einen Spielraum, wie und im welchem Umfang sie die vorhandenen Ressourcen nutzen.

Im Schulversuch können sonderpädagogische Fachpersonen Aufgaben als Mitglied des „Lehrertandems“ einer Klasse und zudem beraterische Aufgaben für eine Schulstufe oder ein Schulhaus übernehmen. Die Bildungsdirektion sieht vor, berufsbegleitende Weiterbildungskurse für die Klassenlehrpersonen zum Auf- und Ausbau des Fachwissens, der Schulentwicklung, etc. anzubieten.  

Der Schulversuch wird durch eine verwaltungsunabhängige Institution evaluiert. Die Evaluation wird die Qualität dieses neuen Settings mit den bekannten Formen überprüfen und vergleichen. Im Zentrum stehen die Beziehungsqualität zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern, der Koordinationsaufwand, die Zusammenarbeit und Organisation und die Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler mit einem besonderen Förderbedarf in Deutsch, Sprache und sozial-emotionaler Entwicklung.  

Prof. Dr. Urs Strasser, Rektor der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich (HfH): „Wir unterstützen die grundsätzliche Stossrichtung dieses Schulversuchs. Er bietet die Chance, die Anzahl der beteiligten Lehrpersonen in den Klassen angemessen zu verringern und somit die Belastung der Lehrpersonen und auch der Schülerinnen und Schüler zu reduzieren. Wir hoffen zudem, dass die Integration von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf in den Regelklassen unterstützt wird, ohne gleichzeitig die Betreuungsqualität zu verringern.“

Prof. Dr. Josef Steppacher, Leiter des Departementes Heilpädagogische Lehrberufe an der HfH, erwartet vom Schulversuch, „dass in den Schulen das Verständnis vom Umgang mit Heterogenität wächst und dass sich in den Klassen vermehrt eine individualisierende und differenzierende Pädagogik etabliert.“

Aus Sicht der HfH müssen die folgenden Elemente gesichert werden:

  • Die 1.5 Lehrpersonen sollen die Schülerinnen und Schüler hauptsächlich im Teamteaching unterrichten. Es soll vermieden werden, dass die Schülerinnen und Schüler in neuen, starren und separaten Niveaugruppen, halben Kleinklassen oder mehrheitlich ausserhalb des Klassenzimmers unterrichtet werden.
  • Die Fachkompetenzen bezüglich integrierter Förderung und Deutsch als Zweitsprache müssen, wo nötig, bei den Regellehrpersonen in geeigneter Form gesichert werden.
  • Das Recht auf genügenden Sonderschulunterricht (inkl. Therapie) soll gesichert bleiben.
  • Gerne beteiligt sich die HfH mit ihrem Know-How in Weiterbildung und Ausbildung an der Sicherung und am Auf- und Ausbau der didaktischen Kompetenzen aller am Schulversuch Beteiligten. Die Hochschule stellt den Lehrpersonen gezielte Weiterbildungsangebote zu Fragen der Integration, der heilpädagogischen Didaktik, der Beratung, der Unterrichts- und Schulentwicklung an der HfH und an den Versuchsschulen zur Verfügung.

Fakten

Gründung 1924 als Heilpädagogisches Seminar, 2001 als Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik
Rektorin Prof. Dr. Barbara Fäh
Personalbestand rund 170 Mitarbeitende
Träger 13 Kantone und das Fürstentum Liechtenstein
Präsidentin des Hochschulrates Prof. Dr. Dorothea Christ, Chefin Hochschulamt des Kantons Zürich
Kernbereiche Fünf Master- und Bachelorstudiengänge, Weiterbildung, Forschung und Dienstleistungen 

Kontakt

Hochschulkommunikation
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Tel: +41 44 317 12 02
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