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Stotterintensivtherapie: Arbeit an der eigenen Persönlichkeit statt Heilversprechen

„10 Kilo in 20 Tagen abnehmen“ oder „Fremdsprachen im Schlaf lernen“, solche Überschriften versprechen viel und halten meist wenig. Immer wieder fallen auch Angebote für stotternde Menschen auf, die flüssiges Reden versprechen. Der Stotter-Experte Prof. Wolfgang G. Braun von der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich (HfH) betont: „Stotter-Therapie ist dann nachhaltig erfolgreich und seriös, wenn sie eine strukturierte und intensive Arbeit an der eigenen Persönlichkeit miteinschliesst.“

4. Juli 2013

Die HfH führt unter Leitung von Prof. Wolfgang G. Braun seit rund zehn Jahren ein „Stotter­camp“ für Jugendliche am Bodensee durch. Die aussergewöhnliche Therapiewoche mit dem Motto „Gestärkt quer in der Landschaft stehen!“ vermittelt stotternden Jugendlichen kommuni­kative Sicherheit. Betreut von fachkundigen Therapeuten findet das Leben grösstenteils im Freien statt. Die Jugendlichen schlafen in Zirkuswagen und ein Zirkuszelt bietet Gelegenheit für Gruppenaktivitäten. Der Austausch mit anderen stotternden Jugendlichen, das Meistern von ungewohnten Situationen und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Sprechen stärken das Selbstbewusstsein der jungen Menschen. Dies ermöglicht einen neuen Umgang mit ihrer Kommunikationsstörung. Die Erfahrung der letzten zehn Jahre zeigt, dass das Stottercamp den 11- bis 18-Jährigen hilft, Ängste und Schamgefühle beim Kommunizieren abzubauen. Tagsüber finden neben sprachtherapeutischen Angeboten erlebnispädagogische Aktivitäten wie Segeln, Klettern, Tauchen und Baumhausbau statt. Jeder teilnehmende Jugendliche wird durch einen Studierenden als Pate individuell begleitet. Psychomotoriktherapeutinnen unterstützen mit Sprach- und Bewegungsübungen. Positive Wirkungen erzielt die Gruppentherapie auch bei Jugendlichen mit Therapieerfahrung. Die Erfahrungen und Erkenntnisse des Stottercamp-An­satzes fanden in der Fachwelt breite Resonanz. Das Stottercamp wird von der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich und der Medizinischen Akademie Freiburg (D) durchgeführt. Mehr Informationen und Bildmate­rial finden Sie unter www.hfh.ch/stottercamp

Fakten

Gründung 1924 als Heilpädagogisches Seminar, 2001 als Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik
Rektorin Prof. Dr. Barbara Fäh
Personalbestand rund 170 Mitarbeitende
Träger 13 Kantone und das Fürstentum Liechtenstein
Präsidentin des Hochschulrates Prof. Dr. Dorothea Christ, Chefin Hochschulamt des Kantons Zürich
Kernbereiche Fünf Master- und Bachelorstudiengänge, Weiterbildung, Forschung und Dienstleistungen 

Kontakt

Hochschulkommunikation
Sabine Hüttche
Tel: +41 44 317 12 02
Mobil: +41 79 2365 396
sabine.huettche[at]hfh.ch E-Mail schreiben an Sabine Hüttche
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