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Tagung «Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung – Bildung und Interaktion» am 18. November mit hochkarätigen Referenten und Referentinnen, 200 Teilnehmer und -teilnehmerinnen werden erwartet, Ehrung für Prof. Andreas Fröhlich

Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung sind in aussergewöhnlichem Masse auf das Engagement und die Zuwendung anderer angewiesen. Ihre Förderung und Begleitung ist geprägt durch besondere professionelle Herausforderungen bei (nahezu) allen täglichen Aktivitäten. Die HfH-Tagung «Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung – Bildung und Interaktion» vom 18. November an der HfH bietet fachliches Know-how und bewährte praktische Ansätze, um Entwicklung und Lebensqualität der angesprochenen Personen zu unterstützen. Im Zentrum steht die Frage nach Bildungsangeboten und Interaktionsweisen, die sich als altersgerecht und zugleich entwicklungsgemäss erweisen – mit Blick auf Kindheit, Schule und Erwachsenenalter.

16. November 2016

Dr. Lars Mohr, Dozent im Studiengang Sonderpädagogik mit Schwerpunkt Pädagogik für Menschen mit geistiger Behinderung, sagt: «Es ist uns für die Tagung gelungen, eine ganze Reihe ausgezeichneter Expertinnen und Experten aus dem ganzen deutschsprachigen Raum zusammenzubringen, sowohl innovative Wissenschaftler als auch versierte Praktikerinnen.» Die Tagung ist für verschiedene Berufsgruppen von Interesse, gleichermassen für Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen wie für Fachleute, die im Bereich Wohnen oder in der Pflege mit Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung arbeiten.

Eine besondere Ehrung erfährt, anlässlich seines bevorstehenden 70. Geburtstags, Prof. em. Dr. Dr. h. c. Fröhlich, bis 2006 Professor für Geistigbehindertenpädagogik am Institut für Sonderpädagogik der Universität Koblenz-Landau. Prof. Andreas Fröhlich ist einer der Pioniere der Schwerstbehinderten-pädagogik im deutschsprachigen Raum. Er hat Mitte der 1970er Jahre im Rahmen eines Schulversuchs im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz ein viel beachtetes Förderkonzept für den Personenkreis entwickelt ("Basale Stimulation"). Dieses Konzept hat auch in der Schweiz mit dazu beigetragen, dass eine flächendeckende Schulung für die angesprochenen Kinder und Jugendliche geschaffen wurde. Es hat sich nicht nur in der Heilpädagogik, sondern auch in der Pflege und in therapeutischen Arbeitsfeldern verbreitet. An der Tagung hält Prof. Fröhlich den Schlussvortrag. Davor wird Albin Dietrich (HfH) in einer 15minütigen Ehrung die Bedeutung des Schaffens Andreas Fröhlichs für die Heilpädagogik in der Schweiz herausstellen. Die Tagung leiten Anna Cornelius, Dozentin Weiterbildung und Zusatzausbildung, und Dr. Lars Mohr.

Eine Auswahl weiterer Referentinnen und Referenten:

• Prof. Dr. Jens Boenisch, Sonderpädagoge, Professor für Pädagogik für Menschen mit Beeinträchtigungen der körperlichen und motorischen Entwicklung und Leiter des Forschungs- und Beratungszentrums für Unterstützte Kommunikation an der Universität zu Köln (FBZ-UK)

• Prof. Dr. Wolfgang Lamers, Professor für Geistigbehindertenpädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin

• Prof. Dr. Klaus Sarimski, Professor für sonderpädagogische Frühförderung am Institut für Sonderpädagogik der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

• Albin Dietrich, Heilpädagoge, Dozent an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich, Bereich Pädagogik für Menschen mit geistiger Behinderung

• Sabine Knoblauch, Studienrätin, Multiplikatorin für Basale Stimulation, Bereichsleiterin der Fachrichtungen geistige Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Heidelberg

• Christoph Siegfried, dipl. Sozialpädagoge FH, Kursleiter Basale Stimulation in der Pädagogik und Therapie, Klassenleitung in der Basalen Förderstufe der Heilpädagogischen Schule Seidenbaum, Trübbach

• Baur Mirko, Sonderpädagoge, Gesamtleiter der Tanne, Schweizerische Stiftung für Taubblinde

 Die HfH führt seit November 2016 ein Pilotprojekt durch, bei dem an Tagungen oder anderen Veranstaltungen Lotsen zur Orientierung für die Veranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmer eingesetzt werden. Drei bis vier junge Menschen mit einer Körperbehinderung übernehmen diesen Auftrag. Mit dem Projekt zeigt die Hochschule, dass die Integration von Menschen mit Behinderung ein wichtiges Anliegen ist. Nach einem ersten erfolgreichen Probeeinsatz wurden die Lotsen für die Tagung vom 18. November 2016 erneut engagiert.

Fakten

Gründung 1924 als Heilpädagogisches Seminar, 2001 als Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik
Rektorin Prof. Dr. Barbara Fäh
Personalbestand rund 170 Mitarbeitende
Träger 13 Kantone und das Fürstentum Liechtenstein
Präsidentin des Hochschulrates Prof. Dr. Dorothea Christ, Chefin Hochschulamt des Kantons Zürich
Kernbereiche Fünf Master- und Bachelorstudiengänge, Weiterbildung, Forschung und Dienstleistungen 

Kontakt

Hochschulkommunikation
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