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Autismus-Spektrum-Störungen in der Adoleszenz: Übergänge, Herausforderungen, Handlungsbedarfe

Ausgangslage und Ziele

Die Anzahl an Forschungsprojekten zum Themenfeld der Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) weist in den letzten Jahren einen deutlichen Zuwachs auf. Der Fokus dieser Projekte liegt zumeist auf der Situation von Kindern und Jugendlichen mit ASS im Vorschul- und Schulalter. Bezogen auf die besonderen Bedürfnisse und Notwendigkeiten in der Arbeit mit Menschen mit ASS in der Adoleszenz und im Erwachsenenalter liegen jedoch wenig Forschungsresultate vor. Deren Schwerpunkte sind zudem mehrheitlich medizinisch ausgerichtet.

Gerade die Adoleszenz ist aber eine Phase besonderer Herausforderungen. Mögliche Übergänge in den Bereichen der Bildung und Betreuung sowie die erwünschte Gestaltung eines zunehmend selbstbestimmten Lebens können diese Lebensphase zu einer störanfälligen Zeit für den einzelnen Menschen mit ASS sowie sein Umfeld werden lassen. Spezifische Unterstützungsangebote erhalten dabei häufig eine besondere Relevanz.

Das Forschungsprojekt der HfH nähert sich (vor diesem Hintergrund) der Adoleszenz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit ASS aus einer heilpädagogisch-systemischen Perspektive. Im Fokus stehen die Lebens- und (Aus-)Bildungssituationen von Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung im Alter von 15 bis 24 Jahren in der deutschsprachigen Schweiz.

Fragestellung

Folgende Fragestellungen werden im Projekt forschungsleitend sein:

Wie gestaltet sich die Lebenssituation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit ASS in der deutschsprachigen Schweiz gegenwärtig (Wohnformen, (Aus-)Bildungs- bzw. Arbeitssituation)?

Welche spezifischen Unterstützungsangebote bietet das aktuelle System der Hilfen für Jugendliche und junge Erwachsene sowie ihre Angehörigen in der deutschsprachigen Schweiz?

Welche Unterstützungsangebote werden als hilfreich erlebt 

  • aus der Perspektive von Menschen mit ASS?
  • aus der Perspektive der Eltern?
  • aus der Perspektive von Fachpersonen? -

Welche Handlungsbedarfe und Bedürfnisse werden benannt

  • aus der Perspektive von Menschen mit ASS?
  • aus der Perspektive der Eltern?
  • aus der Perspektive von Fachpersonen?

Methodisches Vorgehen

Methodisch wird in einem ersten Schritt eine Dokumentenanalyse zum Ist-Stand institutioneller Angebote der Begleitung und Unterstützung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit ASS und ihren Angehörigen durchgeführt. Diese wird begleitet von einer Fragebogenuntersuchung zur aktuellen Lebenssituation der Zielgruppe.

In einem weiteren Schritt folgen qualitative Interviews, die sowohl mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer Autismus-Spektrum-Störung und betroffenen Eltern geführt werden als auch mit Fachkräften, die sich beruflich mit Menschen mit ASS in der Adoleszenz in den Arbeitsbereichen Schule, Berufliche Integration, Wohnen und Beratung beschäftigen.

Ergebnisse

Basierend auf den Ergebnissen der qualitativen Befragung von Müttern und Vätern von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer Autismus-Spektrum-Störung in der deutschsprachigen Schweiz lassen sich Herausforderungen und Handlungsbedarfe in den Themenfeldern Berufsvorbereitung und berufliche Integration, Wohnen und selbständige Lebensführung sowie Freizeitgestaltung und Sozialkontakte deutlich benennen. Die Ergebnisse geben aus der Elternperspektive einen Einblick in relevante Themen und Facetten des Lebens von und mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Der Analyse bisheriger Erfahrungen der Eltern sowie der Ableitung aktueller Handlungsbedarfe sind sehr konkrete Beiträge zur Weiterentwicklung bestehender fachlicher Angebote und Konzepte zu entnehmen.

Publikationen

  • Eckert, A. & Anderegg, N. (2015). Studieren mit dem Asperger-Syndrom oder Hochfunktionalen Autismus – Implikationen für ein inklusives Studium. In Klein, U. (Hrsg.): Inklusive Hochschule. Neue Perspektiven für Praxis und Forschung. Weinheim: Juventa, 178-195.
  • Eckert, A. (2015). Autismus-Spektrum-Störungen in der Schweiz. Lebenssituation und fachliche Begleitung. Bern: SZH.
  • Eckert, A & Störch Mehring (2015). Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) in der Adoleszenz: Herausforderungen und Handlungsbedarfe aus der Perspektive von Eltern. Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbardisziplinen, 84 (2), 140-150.
  • Eckert, A. & Störch Mehring, S. (2013). Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) in der Adoleszenz: Übergänge und Herausforderungen. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 3, 24-32. PDF

Fakten

Laufzeit
08/2012-12/2014
Nr.
4_18

Kontakt

Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 81

zfe[at]hfh.ch zfe

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