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Mediengebrauch von Kindern und Jugendlichen und deren Auswirkungen (MEDEA)

Ausgangslage und Ziele

Die Digitalisierung schreitet mit hoher Geschwindigkeit voran und durchdringt unser Leben zunehmend. Schnellere und mehr Information, individuellere Auswahl, grössere Offenheit und Integration bieten auch für die Bildung Chancen. Aber immer mehr davon geschieht auf heimtückische oder gar kriminelle Art, was sogar als Bedrohung von Demokratie und Freiheit angesehen wird. Dabei ist weitgehend unbekannt, welche Auswirkungen diese auf Kinder und Jugendliche haben. Können diese gar zu Beeinträchtigungen oder Behinderungen führen oder verschlimmern? Oder ist das nur mediale Hysterie, die Kinder und Jugendliche kaum betrifft? Hinweise darauf gibt die längsschnittlich konzipierte MEDEA-Studie mit vier Zielen:

  1. Vollständige Abdeckung aller schulpflichtigen Kinder aller Altersstufen unabhängig von ihrem Schulstatus.
  2. Fokussierung auf die Folgen und Prädiktoren des Medienkonsums, wobei durch den Längsschnittcharakter kausale Aussagen möglich werden und das Veränderungspotential sichtbar wird.
  3. Fokussierung sowohl auf positive wie auch negative Aspekte von Medienverhalten und dessen Folgen.
  4. Berücksichtigung Online/Offline und Täter/Opfer-Perspektive.

Methodisches Vorgehen

Drei Messzeitpunkte im Abstand von ca. 15 Monaten (2020-2023), Zufallsauswahl von Schulen, Deutschschweiz: 1000 Kinder in Regel- und Sonderschulen, 4-16 Jahre, Fragebögen und Interviews mit Eltern und Kindern. Zu erfassende Faktoren, unter anderem

  • Mediengebrauch: Häufigkeit und Ausgestaltung der Nutzung von Handy, Internet, Social Media, Games;
  • Medieneffekte: Ghosting, Phubbing, Self-Branding, Nomophobie, verschiedene Abhängigkeiten;
  • Medienfolgen: Angst, Aggression, Hyperaktivität, Einsamkeit, Wohlbefinden, Selbstachtung, Offenheit, Schlaf.

Ergebnisse

Studien zum Zusammenhang von Medienkonsum und Beeinträchtigungen sind rar. Eine grosse Ausnahme war die MUSE-Studie (Hättich, 2019), die zum ersten Mal weltweit systematisch das Medienverhalten von Jugendlichen in Sonderschulen erfasste. Durch den Einbezug junger Kinder kann sowohl die Entstehung und Ausprägung von Medienverhalten als auch die Entstehung, Verstärkung oder Linderung von Beeinträchtigungen mitverfolgt werden. Dies wird ergänzt durch aktuell stärker ins Rampenlicht gekommene Forschungsfragen und -gebiete. Dadurch werden Erkenntnisse gewonnen, die unverzichtbar in der Medienbildung in einer digitalisierten Gesellschaft sind.

Fakten

Laufzeit
(in Planung)
Nr.
5_XX

Projektleitung

Dr. phil.  Hättich

Dozent

Kontakt

Zentrum Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 46

zfe[at]hfh.ch zfe