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Redeflusskompass 3.0 und Stotterkompass im komplementären Einsatz

Ausgangslage und Ziele

Der RedeflussKompass (RfK) ist Teil der Kompassfamilie, die als Instrumente zur Früherkennung von Sprach, Sprech- und Redeflussstörungen konstruiert wurden (Braun & Steiner, 2012 a,b und Braun, 2012). Die Version 2.0 des RfK wurde in einem aufwändigen mixed-methods Verfahren hinsichtlich seiner Güte und Praktikabilität untersucht (Kohler, 2014; 2015 a,b und Kohler & Braun, 2015). Im Ergebnis dieses Forschungsprojektes wurde ein anwenderorientiertes Instrumentarium vorgeschlagen. Dieses besteht einerseits aus einer Weiterentwicklung des RedeflussKompasses für Laien (z.B. Eltern, Erzieherinnen) und andererseits aus einem neu konzipiertem Instrument (= der StotterKompass 1.0), welches dem Grundlagenwissen von nicht auf Stottern spezialisierten Logopädinnen angepasst ist.

Dieses komplementäre Instrumentarium soll nun einer empirischen Überprüfung zugeführt werden.

Fragestellung

Die übergeordnete Fragestellung zur Evaluation des Einsatzes von Redeflusskompass 3.0  und Stotterkompass 1.0 ist die nach der Güte der daraus abgeleiteten Entscheidungen und Vorgehensweisen. Ausserdem soll ein Online-Medium entstehen mit Film- und Audiomaterial, welches Logopädinnen bei der Identifikation des beginnenden Stotterns unterstützt. Es soll die Frage beantwortet werden, inwieweit ein Online-Medium tatsächlich eine Verbesserung beim Erkennen und Erfassen des frühkindlichen Stotterns bringt.

Methodisches Vorgehen

Der methodische Ansatz besteht auf Grund der guten Erfahrung im Vorgängerprojekt (siehe oben und Subsite, Kapitel Früherkennung) aus einer Mischung aus quantitativen und qualitativen Strategien. Es sollen die für ein Screening wichtigsten Gütekriterien Sensitivität und Spezifität bestimmt werden. Die Inter-Rater-Reliabilität und die Kriteriumsvalidität sollen ebenfalls bestimmt werden. Mögliche Stolpersteine der Durchführung werden durch qualitative Verfahren wie Interviews und Videoanalysen beschrieben. Die Nützlichkeit des Online-Mediums wird durch ein experimentelles Design geprüft.

Ergebnisse

Es soll ein empirisch gut abgesichertes Verfahren entstehen, welches seine hohe Nützlichkeit für die Früherkennung und Früherfassung von beginnendem Stottern bewiesen hat. Fachpersonen, die in irgendeiner Art und Weise mit dem Phänomen des beginnenden Stotterns in Berührung sind herzlich eingeladen bei diesem Forschungsprojekt zu kooperieren und melden sich gerne bei Jürgen Kohler.

Publikationen

Braun, W.G. & Steiner, J. (2012a): Prävention und Gesundheitsförderung in der Sprachentwicklung. Eine Einführung mit Materialien. 1. Auflage Ernst Reinhardt Verlag, München.

Braun, W.G. & Steiner, J. (2012b). Kooperativ früh Stärken nutzen und Risiken begegnen. Forum Logopädie 5 (26), 24 - 29

Braun, W.G. (2012). Früherkennung von Sprachauffälligkeiten darf kein Zufall sein. Kita aktuell spezial 02.2012, 11-13

Kohler, J. (2014). Normale Sprechunflüssigkeiten oder beginnendes Stottern? Empirische Überprüfung des Redeflusskompasses. Tagungsband des 41. Kongress Stottern und Selbsthilfe, 53-58.

Kohler, J. & Braun, W.G. (2015): Die Früherkennung und die Früherfassung des beginnenden Stotterns. In: Forum Logopädie 2 (29), 6 -12

Kohler, J. (2015a): Die Früherfassung des beginnenden Stotterns. Frühförderung interdisziplinär 1 (34), 32 – 45.

Kohler, J. (2015b). Empirische Überprüfung des Redeflusskompasses. Idstein: Schulz-Kirchner-Verlag 

Fakten

Laufzeit
01/2016-07/2019
Nr.
D.14.2

Projektteam

Kontakt

Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 81

wfd[at]hfh.ch wfd