Agenda

Skipnavigation

Unser Service Aktuelle Seite Agenda

Inhalt

Vortrag: The Evolution of Sign Language Technology

5. Oktober 2017, 18.00 - 19.30 Uhr

Referierende: Rosalee Wolfe, Prof. Dr., DePaul University, Chicago und Thomas Hanke, Universität Hamburg. Ort: HfH Zürich, Aula 100

Sprache: Englisch, mit Verdolmetschung in DSGS

Organisation: Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik HfH und Schweizerischer Gehörlosenbund SGB-FSS Zur Webseite Schweizerischer Gehörlosenbund

Die Entwicklung von Gebärdensprachtechnologien

Die ersten Anwendungen neuer Technologien werden häufig (zu Recht) belächelt, um dann nur eine Generation später selbstverständlich zu werden. Siri & Co. könnten einen baldigen solchen Durchbruch für Sprachtechnologie gesprochener Sprachen bedeuten. Wenn dem so ist, was bedeutet dies für Gebärdensprachnutzer? Die Abkehr von den derzeit gängigen graphischen Benutzeroberflächen von Computern und Smartphones wäre für sie ein großer Rückschritt, solange Sprachinterfaces auf gesprochene (oder geschriebene) Sprache begrenzt werden, weil die entsprechende Technologie für Gebärdensprachen nicht zur Verfügung steht. Wo also sind wir im Hinblick auf Sprachtechnologie für Gebärdensprachen? Dieser Vortrag gibt einen Überblick über den Stand der Technik. Ein zentraler Punkt für die Weiterentwicklung ist die Verfügbarkeit großer Mengen von Sprachdaten. Dies gelingt nicht ohne die Mitwirkung der Sprachgemeinschaft.

Im zweiten Teil des Vortrages liegt der Fokus auf Avatartechnologie. Im letzten Jahr hat eine von der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) und dem Schweizerischen Gehörlosenbund organisierte Fokusgruppe vom DePaul-Avatar produzierte Gebärden evaluiert. Feedback dieser Gruppe zeigte, dass das Fehlen adäquater Mundbilder das größte Problem für die Verständlichkeit der Gebärden war. Dies führte auf Seiten der DePaul-Arbeitsgruppe zu einer Änderung der Forschungsprioritäten mit dem Ziel, Bewegungen im Gesicht des Avatars zu verbessern. Dies begann mit Studien, welche Techniken etwa in der Zeichentrickproduktion in den Disney-Studios zum Einsatz kommen, um Mundbewegungen in gezeichneten Figuren zu erzeugen. Solche Techniken ermöglichen hochwertige Animationen, sind jedoch aufwändig und damit teuer. Automatische Verfahren sind günstiger, die Ergebnisse sind jedoch gegebenenfalls weniger überzeugend. Die Analyse existierender automatischer Verfahren ermöglicht hoffentlich einen kosteneffektiven Ansatz, wie die Mundbildproduktion so gestaltet werden kann, dass die resultierenden Gebärdenanimationen für die Sprachgemeinschaft akzeptabler sind.

Keine Anmeldung erforderlich

Fakten

Gründung 1924 als Heilpädagogisches Seminar, 2001 als Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik
Rektorin Prof. Dr. Barbara Fäh
Stellvertreter Markus Rubin
Personalbestand rund 160 Mitarbeitende
Träger 13 CH-Kantone und Fürstentum Liechtenstein
Präsident des Hochschulrates Dr. Sebastian Brändli, Chef Hochschulamt des Kantons Zürich
Leistungsauftrag Bachelor- und Masterstudiengänge, CAS und MAS, Weiterbildung, Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen
Lageplan Kontakt Teaser

Kontakt

Hochschuladministration
Tel: +41 44 317 11 11
info[at]hfh.ch info