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Ressourcen ermitteln

Menschen mit Demenz brauchen ein Netzwerk an Ressourcen. Mit Ressourcen sind Fähigkeiten von Personen gemeint oder Anpassungen der Umwelt. Einige Eckpunkte eines Netzwerkes der Ressourcen im Kontext Demenz sind:

  • Ärzte empfehlen neben Medikamenten und einem Kontakt zur Selbsthilfe auch eine nichtmedikamentöse Therapie (ambulant, stationär oder in einer Tagesklinik). Klassischerweise kann dies Ergotherapie oder Logopädie sein.
  • Demenzbetroffene sind in der beginnenden und mittleren Phase gut orientiert, motiviert und zum Vertrauensvorschuss bereit, um ihre Situation zu gestalten. Sie wollen wissen, was sie tun können. Lesen, Schreiben und Gespräche führen ist eine klassische Stärke der Menschen mit Alzheimer-Diagnose.
  • Angehörige als Mitbetroffene möchten informiert sein. Als Partner im Leben und im Gespräch können Sie den Schreibtisch reaktivieren, bei niveauangepassten Aufgaben begleiten und durch wenige Strategien das Gespräch entstressen.
  • Logopädinnen finden das richtige Niveau für Lese- und Schreibaktivitäten, sondieren die Möglichkeiten mit IPad und PC und geben wertvolle Tipps im Gespräch. Eine Kurz-Intervention mit nur wenigen Treffs kann wichtige Impulse geben.

Die Diagnose Demenz wird vom Arzt gestellt, der andere Disziplinen (Neuropsychologie, Logopädie u.a.) einbezieht. Die logopädische Diagnostik erfolgt demnach nach bereits vorliegender ärztlicher Diagnostik. Logopädie und Neuropsychologie sind Partner im diagnostischen Prozess.

Statt einer umfangreichen Diagnostik ist ein orientierendes Screening sinnvoll, das sich auf Schlüsselinformationen konzentriert zur Leistung und zur Aktivität bezüglich Lesen, Schreiben, Gespräche bezieht.

Kontakt

HfH Jürgen Steiner
juergen.steiner[at]hfh.ch juergen.steiner

Download

  • Z-GINCH

    Zürcher Geriatrie-Indikations-Checkliste" (klärt die Indikationsfrage und verweist auf Abklärungen vor Therapiebeginn).

  • Z-PASA

    Zürcher Protokollbogen Anamnese: Sprachabbau im Alter" (erstellt eine sprachbezogene Anamnese als Voraussetzung für das biografische Arbeiten).

  • Z-FAKA

    Zürcher Fragebogen zur Aktivität und Kommunikation im Alltag" (bewertet die Bedeutung der Änderungen im Gesprächsverhalten für den mitbetroffenen Gesprächspartner).

  • Z-CADA

    Zürcher Checkliste für Alltagsdialoge" (beobachtet die Leistungsfähigkeit im Dialog).

Leitlinien

  • Leitlinie: Logopädische Diagnostik im interprofessionellen Team

    Dieses Dokument erläutert kurz die Aufgabe der verschiedenen Arten der Diagnostik. Die heilpädagogisch-logopädische Diagnostik versteht sich als interprofessionelle, wertschätzende und systemische Kooperation und erklärt im Folgenden was sie genau ist.

  • Leitlinie: Ressourcenbilanzen

    Oft wird bei progredient verlaufenden Krankheiten der negative Verlauf aufgezeigt. Dieses Dokument soll ein kleiner Ausschnitt einer Ressourcenbilanz aufzeigen, denn folgender Satz sollte wegweisend sein: Aktiviert die noch Aktiven, stiftet Sinn, Orientierung und Kontakt (über Lesen, Schreiben und Gespräche).