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«Inclusive Education – What can we learn from Finnish education?» Nachbericht zur Gastvorlesung von Prof. Dr. Minna Törmänen

Törmänen und Lanfranchi nach dem Gastvortrag Prof. Dr. Minna Törmänen mit Prof. Dr. Andrea Lanfranchi (Foto: HfH)

Am 27. November 2019 hielt Prof. Dr. Minna Törmänen von der University of Helsinki eine Gastvorlesung an der HfH zum Thema «Inclusive Education – What can we learn from Finnish education?».

Nach einem Grusswort von Institutsleiter Prof. Dr. Andrea Lanfranchi gab Minna Törmänen einen Überblick zur Situation in Finnland und nahm Bezug auf Ergebnisse des Scientific Exchange vom Oktober 2019 mit führenden europäischen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Bildungspolitik, Bildungsökonomie und Inklusive Bildung an der HfH.

 Learning and Schooling-Support

Finnland bietet gleiche Bildungschancen für alle. Ein wichtiger Aspekt des finnischen Bildungssystems ist die hohe Attraktivität des Lehrerberufs: Die sehr gut ausgebildeten Lehrpersonen machen die Qualität finnischer Schulen aus. Das Modell heisst „Learning and Schooling-Support“ und ist seit 2010 in Betrieb. „Learning and Schooling-Support“ ist ein abgestufter Rahmen für Sonderpädagogik, der allgemeine, intensivierte und spezielle Unterstützung bietet.

Anstelle der bisherigen Schwerpunkte Psychologie und Medizin bietet das neue Modell einen pädagogischen Ansatz, es betont die multiprofessionelle Zusammenarbeit (Sonderpädagogen, Klassenlehrer und Erziehungsassistenten arbeiten in finnischen Schulen eng zusammen), empfiehlt frühzeitige Interventionen und betont «student welfare groups preventive acts».

Widersprüchliche Ergebnisse

Mindestens 29% der Gesamtschüler und -schülerinnen erhalten eine gewisse Unterstützung für das Lernen und den Schulbesuch (Statistik Finnland, Bildungsstatistik, Veröffentlicht: 19. Juni 2019). Die Ergebnisse sind jedoch immer noch widersprüchlich; So unterschieden sich beispielsweise die Unterstützungsleistungen zwischen den Gemeinden (Lintuvuori, 2019) und die Meinungen der Lehrer hinsichtlich der Umsetzung integrativer Bildung (Honkasilta et al. 2019). Es kann argumentiert werden, dass es immer noch eher eine enge, als eine breite Definition von Inklusion gibt. Inklusion ist ein Prozess und braucht Zeit. Wichtig ist, dass integrative Systeme Veränderungen und Engagement auf allen Ebenen der Gesellschaft erfordern. Neben der «Inklusion» sollte auch das Konzept der „Equity“ angewendet werden. „Equity“ besteht aus zwei Dimensionen: Fairness und Inklusion. Diese Erkenntnisse wurden mit Ergebnissen aus dem Scientific Exchange „Inklusive Bildung und Bildungssteuerung für sonderpädagogische Bedürfnisse in Europa - Wissenschaftlicher Austausch für vergleichende Analysen“ unterlegt, der an der HfH Im Oktober stattgefunden hatte.

Zahlreiche Gäste der Uni Bern, Familienmitglieder von Minna Törmänen sowie Kollegen und Kolleginnen der HfH waren anwesend und diskutierten Fragen aus dem Publikum. Anschliessend gab es einen feinen Apero.

Every school is inclusive – to some degree

Ein PDF mit Vortragsfolien kann bei Minna Törmänen per Mail Link Mailadresse angefragt werden. Das im Vortrag erwähnte Interview mit Prof. Mel Ainscow «Every school is inclusive – to some degree» ist hier zu sehen. 

 

Gastprofessorin Minna Törmänen

Minna Törmänen ist seit Januar 2019 als Gastprofessorin, Senior Researcher und Dozentin am Institut für Professionalisierung und Systementwicklung Link zum Institut an der HfH tätig. Ihr Forschungsprofil ist multidisziplinär und international und wurde in verschiedenen Projekten zu folgenden drei Themen umgesetzt:

Who is who Profil HfH Link Mitarbeiterübersicht Minna Törmänen

Profil an University of Helsinki Link Mitarbeiterübersicht Minna Törmänen an der Uni Helsinki

 

Zusammenfassung: Sabine Hüttche, MSc Link Mitarbeiterübersicht Sabine Hüttche

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