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Grundgedanken

Gesundheitsförderung bzw. Prävention ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess. Aktionen einzelner Professionen sind auf ein Gesamtkonzept in einem kommunizierenden, reflektierenden, interprofessionellen Team abgestimmt. Je spezifischer die Aufgabe ist, desto mehr braucht man Spezialistinnen, Therapeutinnen und Ärztinnen.

Gesundheitsförderung und Prävention im Bereich Kindersprache sind anspruchsvolle Arbeitsfelder und stellen Anforderungen an die durchführenden Protagonisten. Lösungen auf die Schnelle sind nicht gefragt. Die Logopädin ist Expertin für die Sprachlichkeit (mündlicher und schriftlicher Spracherwerb) und soll aktiv in Konzeption und Durchführung gesundheitsfördernder und präventiver Massnahmen einbezogen werden.

Sprache ist Handeln, ist Austausch und Kultur bzw. ein Spaziergang zwischen Kulturen. Die Prävalenzdaten weisen einen klaren Handlungsauftrag für die Logopädie aus. Der Auftrag wird bereits jetzt realisiert, meist jedoch zu spät.

Wir steuern auf fehlgeleitete Aktionen zu,

  • wenn Gesundheitsförderung/Prävention die Therapie ersetzen,
  • wenn Beobachtung als ausreichend deklariert wird und Diagnostik ausbleibt und
  • wenn Pädagoginnen die Logopädie nur in der Phase der Konzeption konsultieren.

Gesundheitsförderung bzw. Prävention im Spracherwerbsprozess durch die Logopädie ist sinnvoll, ökonomisch, bereichernd, notwendig. Die Arbeit in diesem Netzwerk um das Kind soll und muss unter Qualitätsrichtlinien und entsprechenden Rahmenbedingungen stattfinden. Diese müssen in einem kooperativen Prozess erarbeitet werden.

Eine „Best-Practice“ sollte so sein, dass Gesundheit und Bildung, Pädagogik und Therapie, Sprachexpertin und Alltagsexpertin sich treffen und Schnittstellen und Übergänge bearbeiten.

(aus Braun & Steiner, 2012, S. 121)