Autismus

Institutsthema

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Andreas
Eckert
Titel
Prof. Dr.
Funktion
Professor für Kommunikation und Partizipation bei Autismus-Spektrum-Störungen

Fachstelle Autismus. Die dem Institut zugehörige Fachstelle Autismus wurde im Jahr 2016 gegründet und bietet primär Fachpersonen aus heilpädagogischen Arbeitskontexten eine vielfältige Palette an Beratungs-, Dienstleistungs- und Weiterbildungsangeboten. Die «Erweiterung der Autismuskompetenzen im Schulhaus» fördert beispielsweise die autismusspezifische Kompetenzerweiterung auf verschiedenen schulischen Handlungsebenen. Mit der Autismus-Sprechstunde besteht zudem ein niederschwelliges Beratungsangebot für Fachpersonen. Des Weiteren bieten die Mitarbeitenden der Fachstelle Module in den Studiengängen der HfH sowie zahlreiche Weiterbildungen an, u.a. den jährlich stattfindenden CAS zum Thema Autismus im Kindes- und Jugendalter.

Tagung Good-Practice bei Autismus. An unserer Tagung am 9. September 2022 möchten wir die zahlreichen Entwicklungen pädagogischer und therapeutischer Angebote der letzten Jahre in der Schweiz fokussieren. Der Vormittag wird sich mit Referaten dem aktuellen Fachdiskurs aus der Innen- und Aussensicht widmen. Wir freuen uns, für diese Referate ausgewiesene Expert:innen gewonnen zu haben. Am Nachmittag bieten wir parallele Workshops zu den Themengebieten Frühe Förderung,, Schulische Förderung, Logopädie, Psyschotherapie, Berufliche Integration und Autismusspezifische Beratung an. Teilnehmer:innen haben die Möglichkeit, in ausgewählte Themenbereiche vertieft einzusteigen. Angeboten werden diese Workshops von Fachpersonen, welche in der Schweiz praktisch tätig sind. Weitere Informationen und das Programm finden Sie auf der Tagungshomepage.

Neuerscheinung Autismus in Kindheit und Jugend. Zu Beginn des Jahres 2022 ist der Herausgeberband Autismus in Kindheit und Jugend - Grundlagen, Praxis und Perspektiven der Begleitung und Förderung in der Schweiz erschienen. Er ist im Webshop der HfH in digitaler Version sowie als Buch erhältlich.

Forschungsprojekt FALKE. Das Projekt FALKE (Frühe autismusspezifische logopädische Kommunikationsförderung in Erprobung) widmet sich dem Transfer aktueller Förderangebote für das frühe Kindesalter auf den Kontext der Logopädie. In einer Interventionsstudie, die in der Therapie-Lehr-Praxis der HfH durchgeführt wird, werden junge Kinder im Autismus-Spektrum über einen mehrmonatigen Zeitraum therapeutisch begleitet. Weitere Informationen sind auf der Projekthomepage zu finden.

Forschungsprojekt «Qualitätsmerkmale und professionelle Kompetenzen in der Sprachtherapie bei Autismus». Basierend auf einem theoriegeleitet entwickelten Modell zur Qualität in der Sprachtherapie bei Autismus haben wir Fokusgruppeninterviews mit Logopäd:innen und Selbstbetroffenen mit Autismus sowie eine Online-Befragung mit 600 Logopäd:innen in der Deutschschweiz durchgeführt. Es konnten zahlreiche, zwischenzeitlich publizierte Erkenntnisse für die Praxis der Sprachtherapie sowie die Aus- und Weiterbildung in der Logopädie gewonnen werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage.

Forschungsbericht zur Elternbefragung «Schule und Autismus – Was können wir aus der Corona-Krise lernen?». Die in der Schweiz aufgrund der Corona-Pandemie erfolgten Schulschliessungen in den Monaten März bis Mai 2020 führten viele Kinder und Jugendliche mit Autismus und ihre Familien in eine bis anhin unbekannte Situation. In Kooperation mit dem Elternverein autismus deutsche schweiz wurde anlässlich dieser Situation im Juni 2020 ein Online-Elternfragebogen konzipiert, der sich dem Erleben aus der Perspektive der Eltern widmet. Der Forschungsbericht (auf ISSUU lesen) präsentiert die Ergebnisse der Elternbefragung. Neben Fragen zur familiären Ausgangssituation und zum regulären Schulbesuch stehen dabei die Zeit der Schulschliessungen, die Gestaltung des Lernens im häuslichen Umfeld, die Kontaktgestaltung zu den schulischen Fachpersonen sowie das Erleben der Situation im Vordergrund. Der Bericht schliesst mit einem Blick auf Anregungen für die Zukunft.

Autismus und Kommunikation – Erfolgreiche Förderung. Diesem Thema widmete sich die letzte Autismustagung an der Hochschule für Heilpädagogik im Jahr 2019. Renommierte Fachpersonen, mit und ohne Autismus, referierten in diesem Rahmen in Vorträgen und Workshops über die Besonderheiten der Kommunikation bei Kindern und Jugendlichen mit einer Autismus-Spektrum-Störung sowie verschiedene Ansätze der Förderung kommunikativer Kompetenzen. Im Interview gibt Brita Schirmer, Dozentin und Fachbuchautorin, Einblick in die vielfach besondere Kommunikation und klärt über die Bedeutung der Geheimsprache Mimik auf.

Brita Schirmer im Video-Interview

Aus der Innenperspektive berichten der Psychologe Matthias Huber, der mit dem Asperger-Syndrom lebt, gemeinsam mit Heike Meyer, Dozentin an der PH Bern, über das individuelle Erleben von Autismus und «Neurotypismus», dem Leben ohne Autismus.

Matthias Huber und Heike Meyer im Video-Interview

Welche Entwicklungsbereiche sind für die Diagnose von ASS charakteristisch? In der letzten Überarbeitung der DSM 5 (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders / Diagnostischer und statistischer Leitfaden psychischer Störungender American Psychiatric Association) werden zwei zentrale Charakteristika einer Autismus-Spektrum-Störung beschrieben. Es sind dies:

  • Anhaltende Defizite in der sozialen Kommunikation und sozialen Interaktion über verschiedene Kontexte hinweg (z.B.: sozial-emotionale Gegenseitigkeit; nonverbales Kommunikationsverhalten; Aufnahme, Aufrechterhaltung und Verständnis von Beziehungen)
  • Eingeschränkte, repetitive Verhaltensmuster, Interessen oder Aktivitäten (z. B.: stereotype oder repetitive motorische Bewegungsabläufe, stereotyper oder repetitiver Gebrauch von Objekten oder von Sprache; Festhalten an Gleichbleibendem, unflexibles Festhalten an Routinen oder an ritualisierten Mustern verbalen oder nonverbalen Verhaltens; hochgradig begrenzte, fixierte Interessen; Hyper- oder Hyperaktivität auf sensorische Reize).

Dokumente

Erweiterung der Autismuskompetenzen im Schulhaus