Weiterbildung

Laufbahnmodule

Weiterbildungsinteressierte können aus einer umfassenden Palette an Modulen aus den Masterstudiengängen wählen.

HfH Wortmarke
Hochschuladministration
E-Mail
weiterbildung [at] hfh.ch
Anna
Cornelius
Titel
lic. phil.
Funktion
Senior Lecturer
E-Mail
anna.cornelius [at] hfh.ch
Priska
Elmiger
Titel
lic. phil.
Funktion
Leiterin Zentrum Weiterbildung, Leiterin Zentrum Dienstleistungen / Professorin
Telefon
E-Mail
priska.elmiger [at] hfh.ch

Die beiden Masterstudiengänge Schulische Heilpädagogik (SHP) und Heilpädagogische Früherziehung (HFE) bieten eine umfassende Palette an Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlmodulen, die auch Weiterbildungsteilnehmenden zur individuellen Laufbahngestaltung offensteht. Hier finden Sie die Illustration des Laufbahnmodells. Unser Laufbahnmodell unterscheidet zwei Weiterbildungsphasen:

  • Nach einem grundständigen Bachelor- oder Masterabschluss steht Ihnen eine erste Auswahl der Module als Weiterbildungsangebot offen. Besuchen Sie eines oder mehrere dieser Module zusammen mit unseren Masterstudierenden SHP und HFE.
  • Sollten Sie sich später dafür entscheiden, ein Masterstudium zu absolvieren, werden Ihnen die besuchten Module im Umfang von maximal 20 ECTS angerechnet. Bitte beachten Sie, dass der Besuch der Module nicht kumulierbar mit anderen Vorleistungen ist.

Auflage des Volksschulamtes Kanton Zürich. Hier finden Sie weitere Informationen, wenn Sie eine Auflage des VSA Kanton Zürich erhalten haben.

Angebot und Anmeldung. Die neuen Module für das Studienjahr 21/22 werden ab April im Weiterbildungsplaner ausgeschrieben. Die Zulassungsbedingungen entnehmen Sie bitte direkt dem jeweiligen Angebot. Das Anmeldefenster ist wie folgt offen:

  • Laufbahnmodule im Herbstsemester: 1. April–11. Juni (Ende KW23)
  • Laufbahnmodule im Frühjahrssemester: 1. April–26. November (Ende KW47)
Laufbahnmodule Master Schulische Heilpädagogik
1. Weiterbildungsphase
  • Diagnostik, Förderung und Partizipation bei besonderem Bildungsbedarf
    CP: 5 / HS: Montagvormittag, Donnerstagvormittag
    FS: Montagvormittag, Donnerstagvormittag

    In diesem Modul werden Diagnostik, Förderung und Partizipation bei besonderem Bildungsbedarf vor dem Hintergrund der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF-CY) betrachtet. Die Teilnehmenden erarbeiten exemplarisch das Zusammenspiel von Aktivitäten, personbezogenen Faktoren, Umweltfaktoren, Körperfunktionen und -strukturen sowie deren Auswirkungen auf Aktivitäten und Partizipation, verstehen systematisches Beobachten und Interpretieren als bedeutsam für wirksame Förderung und lernen die diagnostische Information als Grundlage für die Förderplanung zu nutzen.
  • Inklusive Didaktik unter heilpädagogischer Perspektive: Lernen und Partizipation in Sprache und Mathematik
    CP: 5 / HS: Dienstagnachmittag (ausgebucht), Freitagnachmittag (ausgebucht)
    FS: Dienstagnachmittag, Freitagnachmittag

    Inklusive Didaktik verfolgt das Ziel, Barrieren im Unterricht für alle Schüler*innen zu minimieren und Lernen für alle zu ermöglichen. Im inklusiven Unterricht werden flexible Möglichkeiten der Lernumgebung und -unterstützung bereitgestellt und die Partizipation aller Schüler*innen im Unterricht gestärkt. Ziel von inklusivem Unterricht ist, dass die Lernenden ihr Potential entfalten und ihre Kompetenzen zeigen können. Das Modul richtet den Blick auf die didaktischen Möglichkeiten in der Heilpädagogik. Dabei wird der Fokus auf die Bereiche Sprache und Mathematik gesetzt.
  • Heilpädagogik im Bereich Lernen I
    CP: 5 / HS: Montagvormittag, Donnerstagvormittag (ausgebucht)
    FS: Montagnachmittag, Donnerstagnachmittag

    Das Modul stellt das Phänomen Lernschwierigkeiten ins Zentrum. Schüler*innen, denen eine Lernschwierigkeit attestiert wird, zeigen relativ zur Bildungsaltersnorm Leistungsdifferenzen, welche sich nachteilig auf gesellschaftliche Partizipation und lebenslanges Lernen auswirken. Lernschwierigkeiten erweisen sich im Zusammenspiel von Lernangebot, Lernvoraussetzungen und Lernumfeld als Passungsproblematik. Die Teilnehmenden im Modul erwerben Kompetenzen, die sie befähigen, diese Passungsproblematik individuell einzuschätzen und Schüler*innen mit Lernschwierigkeiten Lernangebote zu unterbreiten, die die Motiv- und Interessenlagen der Schüler*innen berücksichtigen, die Lernentwicklung nachhaltig befördern und zum Aufbau positiver Selbstkonzepte beitragen.
  • Heilpädagogik im Bereich sozial-emotionale Entwicklung und Verhalten I
    CP: 5 / HS: Dienstagvormittag, Freitagvormittag
    FS: Dienstagnachmittag, Freitagnachmittag

    Verhaltensweisen, die in Schule und Unterricht als auffällig wahrgenommen werden, werden als Bewältigungsversuche überfordernder Situationen in der Lebenswelt der Schüler*innen verstanden. Sie sind multikausal begründet und manifestieren sich in der Interaktion mit relevanten Bezugspersonen und -systemen. Vor diesem Hintergrund baut das Modul auf einen multiperspektivischen Zugang: Aus der heilpädagogischen Perspektive, ergänzt durch interdisziplinäre Sichtweisen, beobachten, analysieren und reflektieren die Teilnehmenden ihr Handeln und lernen Formen der Prävention und Intervention im Kontext von auffälligem Verhalten kennen.
  • Heilpädagogik im Bereich geistige Entwicklung I
    CP: 5 / HS: Montagnachmittag (ausgebucht)
    FS: Donnerstagnachmittag

    Pädagogik bei Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung beschäftigt sich mit einem sehr heterogenen Personenkreis. Im Fokus des Moduls stehen Grundlagen, welche zum Verstehen von Schüler*innen mit kognitiver Beeinträchtigung beitragen. Ein wichtiger Ansatz bilden dazu die Möglichkeiten zur Einschätzung der Lernvoraussetzungen und Lernzugänge auf allen Stufen der kognitiven Entwicklung. Das Wissen um die Auswirkungen von kognitiver Beeinträchtigung auf das Lernen und Verhalten ist für eine erfolgreiche Unterrichtsplanung und -gestaltung im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung eine zentrale und unabdingbare Voraussetzung.
  • Heilpädagogik im Bereich Hören I
    CP: 5 / HS: Donnerstagnachmittag
    Eine Hörbeeinträchtigung oder Beeinträchtigung der auditiven Wahrnehmung hat Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere in den Bereichen sprachliche/sprachlogische und kognitive Entwicklung, emotional-soziale Entwicklung, sowie Lern- und Leistungsverhalten. Für die Feststellung des Förderbedarfs ist ein komplexes Verständnis einer Hörbeeinträchtigung erforderlich. Teilnehmende im Modul bauen audiopädagogisches Wissen auf, welches auf Beratungs- und Fördersituationen, sowie in der interdisziplinären Zusammenarbeit und Beratung anwendbar ist. Der Fokus liegt darauf, Lernsettings mit dem Ziel grösstmöglicher Teilhabe zu gestalten.
  • Heilpädagogik im Bereich Sehen I
    CP: 5 / HS: Donnerstagnachmittag

    Von «Sehbeeinträchtigungen» wird gesprochen, wenn visuelle Informationen nicht, nur noch zum Teil oder sehr begrenzt für Wahrnehmungs- und Lernprozesse genutzt werden können. Betroffene Schüler*innen sind für das Lernen auf optische und elektronische Hilfsmittel angewiesen. Ziel der sonderpädagogischen Unterstützung ist die barrierefreie Teilhabe am Bildungssystem. Im Modul wird ein umfassendes Verständnis zu «Sehbeeinträchtigungen» erarbeitet. Es werden didaktische Konzepte, Methoden und Hilfsmittel vorgestellt. Besondere Bedeutung haben Wahrnehmungsförderung, Tastsinnschulung und Veranschaulichung. Es wird die familiäre Situation beleuchtet.
  • Heilpädagogik im Bereich körperlich-motorische Entwicklung: Motorische Beeinträchtigungen
    CP: 5 / HS: Montagnachmittag

    Unter «Körperbehinderungen» werden medizinisch beschreibbare «Körperschädigungen», die sich auf die Bewegung und das Lernen in verschiedenen Aktivitäten auswirken, verstanden. In Wechselwirkung mit Umweltfaktoren entstehen dadurch oft umfassende Behinderungen. Ziel der sonderpädagogischen Unterstützung ist die Erweiterung der Aktivitäten und die barrierefreie Teilhabe an der Bildung. Teilnehmende im Modul lernen Formen von Körperbehinderungen und deren Auswirkungen auf das (schulische) Lernen kennen. Entwicklungs-, lern- und sozialpsychologische Besonderheiten sowie didaktische Prinzipien zur Förderung körperbehinderter Kinder, unter besonderer Berücksichtigung von Kommunikation und Raumwahrnehmung werden thematisiert. Es wird die familiäre Situation beleuchtet. Ein Überblick zu Unterstützungsangeboten im Fachbereich wird vermittelt.
  • Heilpädagogik im Bereich körperlich-motorische Entwicklung: Chronische Erkrankungen
    CP: 5 / FS: Montagnachmittag

    Unter schweren «Chronischen Erkrankungen» werden überdauernde medizinisch beschreibbare «Körperfunktionsstörungen» verstanden. Chronisch kranke Kinder und Jugendliche können infolge ihrer Erkrankungen im Lernen auf zahlreiche Erschwernisse stossen. Ziel der sonderpädagogischen Unterstützung ist deren entwicklungsförderliche Begleitung in der Schule. Teilnehmende im Modul lernen Formen von chronischen Erkrankungen und deren mögliche Auswirkungen auf das (schulische) Lernen kennen. Sie kennen Prinzipien der Spitalpädagogik und gestalten Übergänge zwischen Spital- und Regel- bzw. Sonderschulen. Die Kommunikation über die Krankheit im Schulsystem und gegenüber Peers wird besonders beachtet; ethische Aspekte rund um Krankheit werden reflektiert. Es wird die Situation des Familiensystems beleuchtet, Unterstützungsangebote werden aufgezeigt.
  • Begabungs- und Begabtenförderung
    CP: 5 / HS: Dienstagvormittag

    Die Begabungs- und Begabtenförderung als Teil der Schul- und Unterrichtsentwicklung gehört zum Grundauftrag der Regelschule. Die ganzheitliche Erfassung der spezifischen Situation und allfälliger Problemlagen besonders begabter Schülerinnen und Schüler, die daran anschliessende Planung und Umsetzung passgenauer Lernangebote sowie deren Evaluation sind Bestandteil des Aufgabenbereiches der Schulischen Heilpädagogik. Im Zentrum des Moduls stehen Fragen zur Begabungs- und Begabtenförderung sowohl im als auch in Schulungsformen ausserhalb des Regelunterrichts.
  • Autismus im Kontext der Schulischen Heilpädagogik
    CP: 5 / HS: Dienstagnachmittag, Freitagnachmittag

    FS: Dienstagnachmittag, Freitagnachmittag
  • Kinder und Jugendliche mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) stellen in der heilpädagogischen Förderung eine sehr heterogene Zielgruppe dar. Besonderheiten in der sozialen Kommunikation und Interaktion sowie im Bereich der Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten beschreiben die Charakteristika des Autismus und können im schulischen Kontext zu herausfordernden Situationen führen. Eine differenzierte Auseinandersetzung mit autismusspezifischen Entwicklungs-, Denk- und Wahrnehmungsprozessen eröffnet einen Blick auf die Hintergründe von Kommunikation, Interaktion und Verhalten bei Autismus sowie auf Stärken und Ressourcen.

  • Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit
    CP: 5 / HS: Dienstagnachmittag (ausgebucht), Freitagnachmittag (ausgebucht)
    FS: Dienstagnachmittag (ausgebucht)

    Die Teilnehmenden erarbeiten im Modul Kompetenzen, die sie befähigen, den Sprachlernstand von Schüler*innen mit Deutsch als Zweitsprache diagnostisch zu erfassen, die Ergebnisse zu interpretieren und daraus Förderangebote abzuleiten und durchzuführen. Diese sollen sich am Verlauf des sukzessiven Zweitspracherwerbs orientieren und dabei unterschiedliche Erwerbsbedingungen und deren Folgen mitberücksichtigen. Im Fokus stehen fördernde Prinzipien für einen Partizipation ermöglichenden, sprachsensiblen Unterricht, die Beratung von Lehrpersonen in der Gestaltung von Bildungsprozessen für mehrsprachige Lernende sowie Kooperationen im Kontext von Interkulturalität und Migration.
2. Weiterbildungsphase
  • Heilpädagogik im Bereich Lernen II
    CP: 5 / HS: Montagnachmittag
    FS: Montagvormittag, Donnerstagvormittag

    In diesem Modul wird «Lernen» im Kontext nationaler Bildungsziele sowie normativer Einstellungen und Werthaltungen zu Leistungserwartungen und der Beurteilung von Lernleistungen bearbeitet. Ausgehend von einem persönlichen Dilemma von Fördern und Beurteilen im konkreten Schulalltag setzen sich die Teilnehmenden mit Fragen zu individuellen Lernzielen, Lernberichten, Lernzielanpassungen (orientiert am Lehrplan) und Nachteilsausgleichen auseinander und reflektieren die Bedeutung von damit einhergehenden Schullaufbahnentscheiden. Es werden Prinzipien der Leistungsbeurteilung und adaptiven Gestaltung von Lernangeboten thematisiert, welche Partizipation in Unterricht und Schule ermöglichen und sichern.
  • Heilpädagogik im Bereich sozial-emotionale Entwicklung und Verhalten II
    CP: 5 / HS: Dienstagnachmittag
    FS: Dienstagvormittag, Freitagvormittag

    «Verhaltensauffälligkeiten» werden funktional als Bewältigungsversuche überfordernder Situationen in der Lebenswelt von Schülern und Schülerinnen verstanden. Sie sind multikausal begründet und manifestieren sich in der Interaktion mit relevanten Bezugspersonen und -systemen. In diesem Modul werden ausgewählte Präventions- und Handlungsansätze im Kontext von «Verhaltensauffälligkeiten» in den Bereichen Unterricht und Beziehung entlang ausgewählter Störungsbilder thematisiert. Ein Schwerpunkt bildet die Selbstreflexion und der Umgang mit den eigenen Ressourcen in herausfordernden Situationen.
  • Heilpädagogik im Bereich geistige Entwicklung II
    CP: 5 / FS:
    Montagnachmittag
    Unterricht im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung erfordert ein breites Repertoire an methodisch-didaktischen Gestaltungsmöglichkeiten. Im Fokus steht die Frage, wie der Unterricht mit Schülerinnen und Schülern mit kognitiven Beeinträchtigungen gestaltet werden muss. Zum einen gilt es, den Lehrplan 21 auf die spezifischen Lernvoraussetzungen angepasst anzuwenden. Zum andern soll aufgezeigt werden, welche Schritte für einen strukturiert gestalteten Unterricht zu beachten sind und wie eine Didaktik für Schülerinnen und Schülern mit heterogenen Lernvoraussetzungen konkret arrangiert und umgesetzt werden kann. Differenzierung und Handlungsorientierung gelten dabei als leitende Unterrichtsprinzipien, angemessen gestaltete Interaktion und Kommunikation als grundlegende Bedingungen für den Unterricht.
  • Heilpädagogik im Bereich Hören II
    CP: 5 / FS: Donnerstagnachmittag

    Die Teilnehmenden entwickeln ein Verständnis für die komplexen Auswirkungen einer Hörbeeinträchtigung auf verschiedene Entwicklungsbereiche und Altersstufen und setzen sich mit diagnostischen Möglichkeiten bei Kindern und Jugendlichen mit einer Hörbeeinträchtigung auseinander. Sprachwissenschaftliche Kompetenzen zur Förderung von Schriftsprache, Lesefertigkeiten und kommunikativen Möglichkeiten bei Hörbeeinträchtigten sowie zum eigenen reflektierten Einsatz von Sprache werden vertieft, ebenso Präventions- und Interventionsmassnahmen zur Unterstützung der Identitätsentwicklung und der psychosozialen Entwicklung mit dem Ziel grösstmöglicher Teilhabe auch in komplexen Situationen.
  • Heilpädagogik im Bereich Sehen II
    CP: 5 / FS: Donnerstagnachmittag

    Von «Sehbeeinträchtigungen» wird gesprochen, wenn visuelle Informationen nicht, nur noch zum Teil bzw. sehr begrenzt für Wahrnehmungs- und Lernprozesse genutzt werden können. Diese Zielgruppe ist für das Lernen auf optische und elektronische Hilfsmittel angewiesen. Ziel der sonderpädagogischen Unterstützung ist die barrierefreie Teilhabe am und im Bildungssystem unter Nutzung von Sehresten, kompensatorischen Strategien und assistiven Technologien. Teilnehmende im Modul erwerben fachdidaktische und sehbehindertenspezifische Kompetenzen in den Bereichen Lesen und Schreiben sowie Mathematisches Lernen. Sie verstehen die sehbehindertenspezifischen Voraussetzungen für den Musik- und Bewegungsunterricht und kennen die Bedeutung von Informationstechnologien (IT) für das Lernen dieser Zielgruppe.
  • Schwere mehrfache Beeinträchtigungen
    CP: 5 / HS: Montagvormittag

    Bei schweren und mehrfachen Beeinträchtigungen gilt es eine basale Entwicklungsförderung und Lebensbegleitung zu gestalten. Teilnehmende im Modul erwerben die Fähigkeiten, sich auf die Möglichkeiten körpernaher Erkundung, Kommunikation und Interaktion der Lernenden einzustellen sowie die tägliche Grundversorgung der Lernenden achtsam und im Dialog zu sichern. Zudem lernen die Teilnehmende den Lernenden Lageveränderungen und Fortbewegung nachvollziehbar und als positives Körpererleben zu ermöglichen und Wahrnehmungs- und Handlungsangebote zur Erschliessung der Umwelt sowie zum spielerischen und kreativen Miteinander zu unterbreiten. Leitend ist hierbei das Anknüpfen an die Ausdrucks- und Selbstregulationsweisen der Schülerinnen und Schüler.
  • Heilpädagogik im Bereich Sprache und Kommunikation
    CP: 5 / HS: Dienstagvormittag
    FS: Freitagvormittag

    In diesem Modul geht es um Beeinträchtigung der Sprache und Kommunikation und deren Auswirkungen auf den Unterricht. Es werden linguistische und psycholinguistische Grundlagen vermittelt und die Frage von Abweichung und Normalität im Bereich Sprache und Kommunikation reflektiert. Die Teilnehmenden lernen Modelle und Prinzipien der Prävention und Unterstützung einzuschätzen. Sie können eine kooperative und interdisziplinäre Förderplanung gestalten, planen sprachheilpädagogische Methoden und Ansätze zur inklusiven sprachlichen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen sprachlichen und kommunikativen Kompetenzen, wenden diese an und evaluieren sie.
  • Mathematik bei besonderem Bildungsbedarf
    CP: 5 / HS: Dienstagvormittag, Freitagvormittag
    FS: Dienstagvormittag (ausgebucht), Freitagvormittag

    Die mathematische Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Bildungsbedarf beinhaltet komplexe Herausforderungen. Im Zentrum des Moduls stehen Fragen, wie mathematische Kompetenzen trotz erschwerenden Bedingungen aufgebaut werden können und welche Voraussetzungen dazu notwendig sind. Ziel des Moduls ist es, Methoden der Diagnostik und Instrumente kennen zu lernen, um Lernstände und Lernsituationen differenziert zu erfassen und darauf aufbauend das Lernangebot zu adaptieren, sodass Lernen am gemeinsamen Gegenstand ermöglicht wird und eine qualitativ gute Begleitung der Lern- und Entwicklungsprozesse von Lernenden mit besonderem Bildungsbedarf erfolgt.
  • Sprache bei besonderem Bildungsbedarf
    CP: 5 / HS: Montagvormittag, Donnerstagvormittag
    FS: Montagvormittag (ausgebucht), Donnerstagvormittag

    Im Modul Sprache bei besonderem Bildungsbedarf wird die Inklusive Sprachbildung in Mündlichkeit und Schriftlichkeit in den Blick genommen. Unter Berücksichtigung unterschiedlicher Bedarfe und verschiedener Stufen erwerben die Teilnehmende Kompetenzen zur Unterstützung des mündlichen und schriftlichen Sprachhandelns. Mit der Zielperspektive der sprachlichen und kommunikativen Partizipation werden unterschiedliche Modelle und Instrumente zur Erfassung der Lern- und Entwicklungsstände eingesetzt. Ausgehend von den individuellen Sprachkompetenzen reflektieren die Teilnehmenden kommunikative und sprachliche Barrieren und können Sprachhandeln im gemeinsamen Unterricht im Rahmen einer interdisziplinären Förderplanung durchführen und evaluieren.
  • Medien und Informatik in der Schulischen Heilpädagogik
    CP: 5 / FS: Dienstagnachmittag, Freitagnachmittag

    Digitaler Unterricht erfordert von Schülern und Schülerinnen Medien- und Anwendungskompetenz. Zugleich bieten sich Chancen für adaptive Lernsettings, Kreativität, Kommunikation und Kollaboration. Die Teilnehmenden im Modul erwerben Kompetenzen, um Lernende in multimedialen Lernumgebungen zu fördern, Barrieren zu antizipieren, Alltagstechnologien an spezifische Bedarfe anzupassen und Schulinformatik zu differenzieren. Sie setzen sich mit Nutzen und Gefährdungen durch Social Media und Internet sowie (medien)rechtlichen Grundlagen auseinander.
  • Natur, Mensch, Gesellschaft in der Schulischen Heilpädagogik
    CP: 5 / FS: Donnerstagvormittag

    Im Kern des Fachbereichs NMG steht eine Auseinandersetzung der Lernenden mit der Welt anhand der vier Perspektiven «Natur und Technik», «Wirtschaft, Arbeit, Haushalt», «Räume, Zeiten, Gesellschaften» und «Ethik, Religionen, Gemeinschaft». Alle Lernenden sollen sich zu vier Handlungsaspekten mit der sie umgebenden Welt auseinandersetzen: «die Welt wahrnehmen», «sich die Welt erschliessen», «sich in der Welt orientieren», «in der Welt handeln». Für Lernende mit Beeinträchtigungen und besonderem Förderbedarf stellt dieser Zugang eine Chance dar, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können, Potenziale zu erkunden und Identität zu entwickeln. Im Modul wird ausgehend von einer inklusiven Didaktik aufgezeigt, wie ein perspektiven- und fächerübergreifender Unterricht geplant und adaptiv umgesetzt werden kann. Im Vordergrund stehen Handlungsorientierung, das Lernen am gemeinsamen Gegenstand und projektorientierter Unterricht.
  • Künste in der Schulischen Heilpädagogik
    CP: 5 / FS: Montagvormittag

    Die Bedeutung der Künste für die Pädagogik und Heilpädagogik ist unumstritten. Bildungsangebote in den Fachbereichen Musik, Theater, Gestalten, Tanz etc. befähigen Kinder und Jugendliche eine eigene Identität zu entwickeln, das eigene Potenzial zu erkunden und zugehörig zu sein. Das Modul verfolgt das Ziel, den Möglichkeiten und Grenzen der Künste in der Heilpädagogik nachzugehen. In der Auseinandersetzung mit dem eigenen künstlerischen Potenzial werden kreative Ausdrucksmöglichkeiten ausprobiert. Es werden verschiedene Formen erprobt, mit dem Ziel Menschen mit besonderem Bildungsbedarf in ihrem gestalterischen und künstlerischen Ausdruck zu fördern und ästhetische Erfahrungen zu ermöglichen.
  • Berufliche Integration: Heilpädagogische Begleitung des Übergangs Schule-Beruf
    CP: 5 / FS: Dienstagvormittag

    Der Übergang von der Schule in den Beruf ist für Jugendliche mit besonderem Bildungsbedarf eine grosse Herausforderung. Schulische Heilpädagogen und Heilpädagoginnen übernehmen zusammen mit den Jugendlichen und ihrem sozialen Umfeld eine zentrale Koordinationsrolle bei der Suche nach einer passenden Anschlusslösung. Das Modul vermittelt Wissen zum Übergang Schule-Beruf, didaktisches Rüstzeug für den Berufswahlunterricht und Möglichkeiten zum Aufbau von Kooperationen mit wichtigen Akteuren. Die Teilnehmenden reflektieren Berufswahlprozesse, deren Gelingensbedingungen und ihre Rolle darin. Die erworbenen Kompetenzen ermöglichen, Konzepte für den Berufswahlunterricht zu entwickeln, diesen zielgruppenadäquat zu gestalten und Jugendliche und ihr soziales Umfeld ressourcenorientiert im Berufswahlprozess zu beraten und zu begleiten.
  • Beratung und Coaching in heilpädagogischen Berufsfeldern
    CP: 5 / HS: Donnerstagnachmittag

    Die Beratungstätigkeit von Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen verändert sich. Über die direkte Begleitung und Beratung von Lernenden hinaus werden sie zusätzlich zur zentralen Ansprechperson rund um sonderpädagogische Fragestellungen in der interdisziplinären Zusammenarbeit in Regel- und Sonderschulen. Die damit einhergehende Beratung von einzelnen Lehrpersonen, Schulleitungen, ihrem Team und Erziehungsberechtigten erfordert vertiefte Kompetenzen in Beratung und Coaching, sowie ein Konzept sonderpädagogischer Beratung. In diesem Modul professionalisieren die Teilnehmenden ihre Gesprächsführungskompetenz und eignen sich die notwendigen Kompetenzen für Beratung und Coaching im heilpädagogischen Kontext an. Sie lernen passende Beratung - bzw. Coachingmodelle kennen und wenden diese in ihrer Praxis an. Sie reflektieren ihre Erfahrungen und werten sie in Bezug auf die nächsten Professionalisierungsschritte aus.
  • Multiprofessionelle Kooperation
    CP: 5 / FS: Donnerstagnachmittag

    Dieses Modul bereit die Teilnehmenden auf die multiprofessionelle Zusammenarbeit an Schulen vor. Sie stellt sowohl im Kontext von Sonderschulen als auch in integrativen Settings eine pädagogische Herausforderung dar und erfordert spezialisiertes Know-how. Die funktionale Differenzierung des Bildungssystems schafft zahlreiche Situationen, in denen Klassenlehrpersonen, Schulische Heilpädagog*innen, Schulpsycholog*innen, Schulische Sozialarbeiter*innen, Therapeut*innen ihre Sichtweisen, Handlungen und Massnahmen koordinieren. Im Hinblick auf das Ziel, für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf Zugänge zu Bildung zu eröffnen, ist es für Schulische Heilpädagog*innen unabdinglich, dass sie multiprofessionell zusammenarbeiten können. Das Modul befähigt Teilnehmende, die Kooperationspraxis an ihren Schulen kritisch zu reflektieren und die multiprofessionelle Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.
  • Schul- und Organisationsentwicklung in heilpädagogischen Berufsfeldern I
    CP: 5 / HS: Donnerstagvormittag

    Die Verankerung heilpädagogischen Wissens zur Förderung von Lernenden mit besonderem Bildungsbedarf im System Schule erfordert ein Verständnis der Funktionsweise von Organisationen und Schulentwicklungsprozessen. Im Modul setzen sich die im Hinblick auf das Ziel der Implementierung heilpädagogischen Fachwissens mit Funktionsweisen im System, relevanten Instrumenten der Schulentwicklung und den Begriffen ‘Rolle’, ‘Funktion’ und ‘Aufgabe’ auseinander. Funktionale und dysfunktionale Rollenkonzepte werden thematisiert. Darüber hinaus entwickeln die Teilnehmenden ein erstes Verständnis für den Prozess des Projektmanagements an konkreten Beispielen.
  • Schul- und Organisationsentwicklung in heilpädagogischen Berufsfeldern II
    CP: 5 / FS: Donnerstagvormittag

    Schulische Heilpädagogen und Heilpädagoginnen sind zunehmend gefragt Projekte in heilpädagogischen Handlungsfeldern zu lancieren, delegiert zu leiten und zu evaluieren oder Reformvorhaben und Schulentwicklungsprojekte in Bezug auf ihren Innovationsgehalt im heilpädagogischen Kontext einzuschätzen und mit den zuständigen Akteuren im System zu diskutieren. Die Teilnehmende setzen sich mit Modellen des Projektmanagements und Eigenschaften von Projekten auseinander. Sie wenden Verfahrensschritte an, um Projekte wirksam zu steuern. Es werden ausgewählte Methoden und Instrumente der Qualitätssicherung sowie Teamprozesse und deren Steuerung im Kontext des delegierten Führens thematisiert. Strukturen und Prozesse in Organisationen werden analysiert, um Lösungen und Handlungsalternativen für heilpädagogische Fragestellungen in Zusammenarbeit mit Schulleiter*innen und Schulträger*innen zu entwickeln.
Laufbahnmodule Master Heilpädagogische Früherziehung
1. Weiterbildungsphase
  • Diagnostik und Früherfassung in der Heilpädagogischen Früherziehung
    CP: 5 / FS: Montagnachmittag

    Die Heilpädagogische Diagnostik ist ein durchgängiger Bestandteil einer individualisierten, prozesshaften Entwicklungsbegleitung von Kindern mit besonderem Bildungsbedarf und ihren Familien in der HFE. Ein ganzheitlicher, ressourcenorientierter Blick verlangt die Berücksichtigung und Interpretation von kind-, interaktions- und umfeldorientierten Bedingungen hinsichtlich von Partizipation und Entwicklung. Verschiedene Testverfahren für den Frühbereich kommen in diesem Modul zur Anwendung und werden hinsichtlich des aktuellen wissenschaftlichen Diskurses und ihrer Bedeutsamkeit für die Praxis der HFE überprüft.
  • Heilpädagogik im Vorschulbereich
    CP: 5 / FS: Montagvormittag

    Ausgangspunkt des Moduls «Heilpädagogik im Frühbereich» ist die ICF: das bio-psycho-soziale Modell von Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation WHO. Auf der Basis einer fundierten Analyse des und Auseinandersetzung mit dem Modell werden die gewonnenen Erkenntnisse auf verschiedene familiäre und ausserfamiliäre Kontexte übertragen. Im Zentrum steht dabei das wissenschaftliche und praxisorientierte Verstehen von Teilhabe/Partizipation und Inklusion. Vor dem Hintergrund der systemischen Sichtweise der Heilpädagogischen Früherziehung werden Teilhabe/Partizipation und Inklusion in familiären und weiteren institutionellen Lebensbereichen betrachtet und diskutiert.
  • Grundlagen der Heilpädagogischen Früherziehung
    CP: 5 / HS: Montagvormittag

    Die HFE ist ein sonderpädagogisches Angebot im Vorschulbereich. Gemäss EDK (2007) werden in der HFE Kinder mit Behinderungen, mit Entwicklungsverzögerungen oder -gefährdungen ab Geburt bis maximal zwei Jahre nach Schuleintritt mittels Abklärung, präventiver und erzieherischer Unterstützung sowie angemessener Förderung im familiären Kontext begleitet. Auf Basis wissenschaftlicher und berufspraktischer Erkenntnisse werden in diesem Modul Grundüberzeugungen, Aufgaben und Herangehensweisen erarbeitet und diskutiert. Im Zentrum steht der familienorientierte Ansatz, welcher Kind und Familie beachtet und damit den Anspruch an Ganzheitlichkeit und Lebensweltorientierung der HFE erfüllt.
  • Heilpädagogik im Bereich Hören I
    CP: 5 / HS: Donnerstagnachmittag
    Eine Hörbeeinträchtigung oder Beeinträchtigung der auditiven Wahrnehmung hat Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere in den Bereichen sprachliche/sprachlogische und kognitive Entwicklung, emotional-soziale Entwicklung, sowie Lern- und Leistungsverhalten. Für die Feststellung des Förderbedarfs ist ein komplexes Verständnis einer Hörbeeinträchtigung erforderlich. Teilnehmende im Modul bauen audiopädagogisches Wissen auf, welches auf Beratungs- und Fördersituationen, sowie in der interdisziplinären Zusammenarbeit und Beratung anwendbar ist. Der Fokus liegt darauf, Lernsettings mit dem Ziel grösstmöglicher Teilhabe zu gestalten.
  • Heilpädagogik im Bereich Sehen I
    CP: 5 / HS: Donnerstagnachmittag

    Von «Sehbeeinträchtigungen» wird gesprochen, wenn visuelle Informationen nicht, nur noch zum Teil oder sehr begrenzt für Wahrnehmungs- und Lernprozesse genutzt werden können. Betroffene Schüler*innen sind für das Lernen auf optische und elektronische Hilfsmittel angewiesen. Ziel der sonderpädagogischen Unterstützung ist die barrierefreie Teilhabe am Bildungssystem. Im Modul wird ein umfassendes Verständnis zu «Sehbeeinträchtigungen» erarbeitet. Es werden didaktische Konzepte, Methoden und Hilfsmittel vorgestellt. Besondere Bedeutung haben Wahrnehmungsförderung, Tastsinnschulung und Veranschaulichung. Es wird die familiäre Situation beleuchtet.
  • Heilpädagogik im Bereich körperlich-motorische Entwicklung: Motorische Beeinträchtigungen
    CP: 5 / HS: Montagnachmittag

    Unter «Körperbehinderungen» werden medizinisch beschreibbare «Körperschädigungen», die sich auf die Bewegung und das Lernen in verschiedenen Aktivitäten auswirken, verstanden. In Wechselwirkung mit Umweltfaktoren entstehen dadurch oft umfassende Behinderungen. Ziel der sonderpädagogischen Unterstützung ist die Erweiterung der Aktivitäten und die barrierefreie Teilhabe an der Bildung. Teilnehmende im Modul lernen Formen von Körperbehinderungen und deren Auswirkungen auf das (schulische) Lernen kennen. Entwicklungs-, lern- und sozialpsychologische Besonderheiten sowie didaktische Prinzipien zur Förderung körperbehinderter Kinder, unter besonderer Berücksichtigung von Kommunikation und Raumwahrwahrnehmung werden thematisiert. Es wird die familiäre Situation beleuchtet. Ein Überblick zu Unterstützungsangeboten im Fachbereich wird vermittelt.
  • Heilpädagogik im Bereich körperlich-motorische Entwicklung: Chronische Erkrankungen
    CP: 5 / FS: Montagnachmittag

    Unter schweren «Chronischen Erkrankungen» werden überdauernde medizinisch beschreibbare «Körperfunktionsstörungen» verstanden. Chronisch kranke Kinder und Jugendliche können infolge ihrer Erkrankungen im Lernen auf zahlreiche Erschwernisse stossen. Ziel der sonderpädagogischen Unterstützung ist deren entwicklungsförderliche Begleitung in der Schule. Teilnehmende im Modul lernen Formen von chronischen Erkrankungen und deren mögliche Auswirkungen auf das (schulische) Lernen kennen. Sie kennen Prinzipien der Spitalpädagogik und gestalten Übergänge zwischen Spital- und Regel- bzw. Sonderschulen. Die Kommunikation über die Krankheit im Schulsystem und gegenüber Peers wird besonders beachtet; ethische Aspekte rund um Krankheit werden reflektiert. Es wird die Situation des Familiensystems beleuchtet, Unterstützungsangebote werden aufgezeigt.
  • Autismus im Kontext der Heilpädagogischen Früherziehung
    CP: 5 / FS: Donnerstagnachmittag

    Kinder im Vorschulalter mit dem Verdacht auf oder der Diagnose einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) stellen in der HFE eine immer präsentere Zielgruppe dar. Auffälligkeiten in der sozialen Kommunikation und Interaktion sowie im Bereich der Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten beschreiben die Besonderheiten des Autismus. Neben der Auseinandersetzung mit autismusspezifischen Entwicklungs-, Denk- und Wahrnehmungsprozessen stehen in diesem Modul die Entwicklung eines erweiterten Autismusverständnisses sowie die Entwicklung von Kompetenzen zur Früherkennung einer ASS, zur Beratung und Begleitung der Familien und Bezugspersonen und zur Planung und Gestaltung von Förderangeboten im Vordergrund.
2. Weiterbildungsphase
  • Schwere mehrfache Beeinträchtigungen
    CP: 5 / HS: Montagvormittag

    Bei schweren und mehrfachen Beeinträchtigungen gilt es eine basale Entwicklungsförderung und Lebensbegleitung zu gestalten. Teilnehmende im Modul erwerben die Fähigkeiten, sich auf die Möglichkeiten körpernaher Erkundung, Kommunikation und Interaktion der Lernenden einzustellen sowie die tägliche Grundversorgung der Lernenden achtsam und im Dialog zu sichern. Zudem lernen die Teilnehmende den Lernenden Lageveränderungen und Fortbewegung nachvollziehbar und als positives Körpererleben zu ermöglichen und Wahrnehmungs- und Handlungsangebote zur Erschliessung der Umwelt sowie zum spielerischen und kreativen Miteinander zu unterbreiten. Leitend ist hierbei das Anknüpfen an die Ausdrucks- und Selbstregulationsweisen der Schülerinnen und Schüler.

Nach dem Abschluss Master SHP oder HFE können Sie beliebig auf alle Module des Studiengangs zugreifen, die Sie während Ihres Studiums nicht belegt haben. Möchten Sie bspw. ein bereits bearbeitetes Thema durch ein weiteres Wahlpflicht- oder Wahlmodul nochmals vertiefen? Oder möchten Sie Ihr Profil um einen weiteren der acht Studienschwerpunkte ausbauen? Treffen Sie Ihre individuelle Wahl!

Lernumgebung. Alle Module werden von ausgewiesenen Fachpersonen geleitet, die Ihnen eine moderne Lernumgebung bestehend aus einer Kombination von Präsenzunterricht und Selbststudium bieten. Es stehen Ihnen auch Möglichkeiten des zeit- und ortsunabhängigen Lernens offen. Im Vorfeld des Modulbesuchs werden Sie von der zuständigen Modulleitung über das jeweilige Programm informiert.

Modulabschluss. Jedes Modul schliesst mit einem Leistungsnachweis ab. Mit erfolgreichem Abschluss erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung, auf der die Kreditierung ausgewiesen ist.

Bitte beachten Sie, dass die Zulassung zu einem Modul nicht einer späteren Zulassung zu einem der beiden Masterstudiengänge Schulische Heilpädagogik (SHP) und Heilpädagogische Früherziehung (HFE) entspricht. Das Zulassungsverfahren zu den Masterstudiengängen ist ein unabhängiger Prozess.

Informationen zu den Masterstudiengängen finden Sie unter MA Schulische Heilpädagogik sowie MA Heilpädagogische Früherziehung.

Dokumente

Illustration des Laufbahnmodells