Einführungsveranstaltung
Die Einführungsveranstaltung bietet Ihnen einen ersten Einblick in die Themen Trauma und Traumapädagogik. Sie erhalten alle wichtigen Informationen zum CAS, lernen die anderen Teilnehmenden sowie die Kursleitung kennen und haben Gelegenheit, offene Fragen zu klären.
Management
Olena Chernezhenko, Dr.
Senior Consultant
Annette Lütolf Belet, lic. phil.
Senior Lecturer
Markus Matthys, Prof. Dr.
Senior Lecturer
Modul 1: Neuropsychologische Grundlagen für die heilpädagogische Arbeit mit traumatisierten Menschen
Traumatische Erfahrungen hinterlassen Spuren in Gehirn, Nervensystem und psychischen Funktionen und prägen damit das Verhalten und Erleben betroffener Kinder und Jugendlicher. In diesem Modul setzen sich die Teilnehmenden mit den zentralen neurobiologischen und neuropsychologischen Mechanismen der menschlichen Stressreaktion auseinander und lernen deren Bedeutung im Zusammenhang mit traumatischen Erfahrungen kennen. Sie befassen sich mit den Auswirkungen von Trauma auf Emotionsregulation, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und exekutive Funktionen und entwickeln daraus ein fachlich fundiertes Verständnis traumabedingter Reaktions- und Verhaltensweisen für die heilpädagogische Praxis.
Management
Konstantin Michalas, Dr. med.
Modul 2: Psychologische Aspekte von Trauma und deren Bedeutung für die heilpädagogische Praxis
Traumatische Erfahrungen können die Entwicklung, das Lernen, das Verhalten und die Beziehungsgestaltung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig beeinflussen. Das Modul vermittelt psychologische Grundlagen und aktuelle Erkenntnisse der Psychotraumatologie mit besonderem Bezug zum heilpädagogischen Kontext. Die Teilnehmenden lernen traumabedingte Reaktionsweisen einzuordnen, deren Auswirkungen auf Lernen und die soziale Teilhabe zu verstehen und angemessene Handlungsmöglichkeiten abzuleiten. Dabei werden auch die Grenzen heilpädagogischen Handelns sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit thematisiert.
Management
Markus Matthys, Prof. Dr.
Senior Lecturer
Modul 3a: Traumapädagogische Methoden für den heilpädagogischen Kontext 1
Im Zentrum dieses Moduls stehen konkrete traumpädagogische Ansätze und Methoden für den heilpädagogischen Schulalltag. Thematisiert werden Sicherheit und Stabilisierung als Basis traumpädagogischen Handelns, ressourcenorientierte Ansätze sowie praktische Methoden zur Emotions- und Stressregulation. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung eines traumsensiblen Unterrichts und Lernumfelds sowie auf präventiven Massnahmen. Dabei werden konkrete Möglichkeiten für die Umsetzung und den Transfer in die eigene schulische Praxis aufgezeigt.
Management
Annette Lütolf Belet, lic. phil.
Senior Lecturer
Modul 3b: Traumapädagogische Methoden für den heilpädagogischen Kontext 2
Der Schwerpunkt dieses Moduls liegt auf dem traumpädagogischen Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit Kriegs- und Fluchterfahrungen sowie anderen traumatischen Belastungen. Thematisiert werden deren Bedeutung für den heilpädagogischen Schulalltag und konkrete Handlungsmöglichkeiten für einen traumsensiblen Unterricht sowie präventive Massnahmen. Darüber hinaus wird die traumasensible Zusammenarbeit mit Eltern und Bezugspersonen thematisiert. Dabei werden praxisnahe Ansätze aufgezeigt und der Transfer in die eigene schulische Praxis reflektiert.
Management
Olena Chernezhenko, Dr.
Senior Consultant
Modul 4: Rechtliche und interkulturelle Grundlagen im Zusamenhang mit Trauma
Rechtliche Grundlagen
Den Teilnehmenden werden zentrale rechtliche und datenschutzrechtliche Grundlagen vermittelt, die im professionellen Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen relevant sind. Ein besonderer Fokus wird dabei auf Themen zum Datenschutz, zur Schweigepflicht, Informationsweitergabe und Dokumentation gesetzt, wobei neben Vermittlung von theoretischen Inhalten auch Praxisfälle beleuchtet werden. Die Teilnehmenden sollen sensible Situationen und Handlungspflichten im Zusammenhang mit Kindeswohl und Gefährdung rechtlich einordnen können und daraus angemessene Vorgehensweisen für die heilpädagogische Praxis ableiten.
Leitung: lic. jur. Markus GolderInterkulturelle Grundlagen
Wie Trauma erlebt, ausgedrückt und verarbeitet wird, ist eng mit Migration, kultureller Prägung und Diversität verbunden – von prä-, trans- und postmigrantischen Belastungen bis zu kulturellen Deutungen von Scham, Schuld und Beziehung. Die Teilnehmenden lernen, traumabedingtes Erleben und Verhalten in diesem Kontext einzuordnen, reflektieren die eigene kulturelle Haltung und Übertragungen und entwickeln daraus kultursensible Handlungsansätze für die Begleitung traumatisierter Kinder und Jugendlicher.
Leitung: Dr. med. Konstantin MichalasManagement
Markus Golder, lic. jur.
Konstantin Michalas, Dr. med.
Modul 5: Resilienzförderung aus heilpädagogischer Perspektive
Die Begleitung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen kann für Fachpersonen belastend sein. In diesem Modul setzen sich die Teilnehmenden mit zentralen Konzepten zur Resilienz und Salutogenese auseinander. Im Zentrum stehen die eigenen Erfahrungen und das eigene Erleben im Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Es wird Raum geschaffen, um eigene Belastungen, Ressourcen und Grenzen wahrzunehmen, diese zu reflektieren und schliesslich konkrete Strategien zur Selbstfürsorge und Prävention für den Berufsalltag zu entwickeln.
Management
Isabelle Kalkusch, Dr. phil.
Advanced Researcher
Abschlussveranstaltung: Präsentationen der Zertifizierungsarbeiten und Reflexion des Lernprozesses
In der Abschlussveranstaltung präsentieren Sie ihre Zertifizierungsarbeiten und erhalten Einblicke in die Arbeiten der anderen Teilnehmenden. Gemeinsam reflektieren Sie Ihren individuellen Lernprozess sowie zentrale Erkenntnisse aus dem CAS und runden die Weiterbildung gemeinsam ab.
Management
Olena Chernezhenko, Dr.
Senior Consultant
Annette Lütolf Belet, lic. phil.
Senior Lecturer
Markus Matthys, Prof. Dr.
Senior Lecturer
Detailed information
CAS Trauma und Heilpädagogik
Category Weiterbildung