Das Braille-Fest der HfH begeisterte mit einem spielerischen Zugang zur Braille-Schrift

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Am Braille‑Fest vom 12. Juni 2026 wurde für Kinder und Jugendliche ein abwechslungsreicher Tag rund um das Lesen und Schreiben in Braille gestaltet. Die Veranstaltung, die erstmalig stattfand und an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik durchgeführt wurde, war ein Erfolgserlebnis für alle Teilnehmenden.

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Fabian F. Winter Titel Prof. Dr.

Funktion

Professor für Bildung bei Beeinträchtigung des Sehens

Von Beginn an herrschte eine Atmosphäre des Willkommenseins: Die Teilnehmenden erhielten zur Begrüssung T-Shirts mit taktiler Stickerei und konnten anschliessend in neun abwechslungsreichen Ateliers die Brailleschrift und ihren Tastsinn auf vielfältige Weise entdecken. In Kleingruppen wurde gelesen, geschrieben, gerätselt, gespielt und gemeinsam gelernt. Das Angebot reichte von Fühlkisten, taktilen Bildergeschichten und Braille-Lesespuren durch den Zoo, über taktile Rätsel in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, bis hin zu Aktivitäten mit elektronischen Hilfsmitteln und zur spielerischen Erkundung der Musik-Brailleschrift. Ergänzt wurde das Programm durch die Sinnes-Oase, die Raum für Bewegung, Begegnung und Erholung bot.

Alle Ateliers wurden von Teilnehmenden des CAS Brailleschrift unterrichten sowie Studierenden im Master Schulische Heilpädagogik mit dem Schwerpunkt Sehen entwickelt und barrierefrei gestaltet. Von Lionel gab es grosses Lob dafür: «Die Aktivitäten sind toll gestaltet und barrierefrei. Das ist auch das Ziel. Ich würde auf jeden Fall wieder am Braille-Fest teilnehmen.» Auch Doris Bruno, die den CAS an der HfH absolviert, findet den Tag bereichernd: «Heute sind Kinder aus verschiedenen Schulen zusammengekommen, haben Kontakte geknüpft und gemeinsam die Angebote genutzt. Sie hatten viel Spass dabei und das war einfach schön zu sehen.»

Austausch im Mittelpunkt. Am Braille-Fest nahmen insgesamt 26 Kinder und Jugendliche, die die Brailleschrift erlernen oder nutzen, teil. Die jüngste Teilnehmerin war sechs Jahre alt, der älteste Teilnehmer fast volljährig. Die bunt durchmischte Gruppe erhielt am Braille-Fest die Gelegenheit, andere Gleichaltrige kennenzulernen, die ebenfalls die Brailleschrift nutzen. Der Austausch mit anderen Kindern und Jugendlichen in ähnlichen Lern- und Lebenssituationen bildete den Mittelpunkt der Veranstaltung. Prof. Dr. Fabian Winter, Initiant und Organisator des Braille-Fests freut sich darüber: «Das erste Braille-Fest hat gezeigt, wie durch gemeinsames Lernen, Spielen und Entdecken neue Freundschaften entstehen. So lebendig, verbindend und freudvoll kann Brailleschrift sein.»

Begleitet wurden die Kinder von Eltern, Assistenzen und Lehrpersonen,  welche sich ebenfalls untereinander vernetzen konnten. Zusammen mit weiteren Gästen zählte die Veranstaltung fast 100 Personen. Für das leibliche Wohl war gesorgt – es gab ein gemeinsames Mittagessen, Snacks und als Geschenk für jedes Kind ein T‑Shirt mit Sujet (mit freundlicher Genehmigung des Vereins «einfach machbar e.V.»).

Taktile Urkunde und Braille-Song zum Abschluss. Als Erinnerung an das Braille-Fest erhielten alle Teilnehmenden eine eigens gestaltete taktile Urkunde mit Brailleschrift, Medaille sowie ertastbaren Symbolen der besuchten Ateliers. Den feierlichen Abschluss bildete das gemeinsame Singen des eigens für diesen Anlass komponierten Braille-Liedes von Edinson Nuez und Alexander Wyssmann, zwei blinden Musikern und Mitgliedern des Vorbereitungsteams.

Am HfH-Braille-Fest haben insgesamt 26 Kinder und Jugendliche teilgenommen.

Mit einer Vorstellungsrunde war das Eis gebrochen und der Tag voller Aktivitäten konnte starten.

Es standen neun verschiedene Aktivitäten auf dem Programm, eine davon war das bekannte Spiel «Hitster».

Die Kinder und Jugendlichen wurden durch ihre Eltern oder Helfer:innen begleitet.

Am Braille-Fest konnten die Teilnehmenden neue Kontakte knüpfen und sich mit Peers austauschen.

Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmer:innen eine Urkunde als Andenken an den besonderen Tag.

Mit dem Braille-Lied liessen alle gemeinsam den erlebnisreichen Tag ausklingen.

Danke! Herzlichen Dank an alle mitwirkenden Personen, an die Kinder und Jugendlichen sowie ihre Begleitpersonen für diesen erlebnisreichen Tag, an dem die Teilhabe und Vielfalt gefeiert wurde. Ein grosser Dank geht auch an die Stiftung Solidarität mit Sehgeschädigten des Schweizerischen Blindenbunds, die Schweizerische Caritasaktion der Blinden (CAB) und den Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverband (SBV), welche das Braille-Fest mit einem Beitrag unterstützt haben sowie die Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte (SBS) und den Verein Showdown Winterthur, die zwei Stände beim Braille-Fest angeboten haben.

Internationale Relevanz. Das Braille-Fest ist inspiert von der internationalen Braille Challenge, die besonders in Nordamerika Anklang gefunden hat und Brailleschrift-Nutzende aller Altersgruppen zusammenbringt. Im Vordergrund stehen der Austausch, die Freude am Lesen und Schreiben in Braille sowie die Wertschätzung einer wichtigen Kulturtechnik. Das Braille-Fest soll im Juni 2028 erneut an der HfH stattfinden. Weitere Informationen folgen zum gegebenen Zeitpunkt.

Veranstaltungshinweis

Erweitertes Curriculum Sehbeeinträchtigung, Fachtagung: Am Mittwoch, 16. September 2026 wird das neu entwickelte Curriculum vorgestellt. Die Tagung richtet sich insbesondere an Fachpersonen, die mit Kindern und Jugendlichen mit Blindheit, Seh- oder Hörsehbeeinträchtigung arbeiten. Bitte melden Sie sich bis zum 1. Juli 2026 an. Zur Fachtagung