Das Projekt «BAG-Sign» im Bereich Gebärdensprache wurde mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet
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Im Rahmen des Projekts «Be aware of the grammars of sign languages» wurden Inhalte für Lehrpersonen entwickelt, die den Fokus auf die Grammatik der Gebärdensprache legen. Das Projekt erhielt nun einen Qualitätssiegel vom EU-Programm Erasmus+.
Im Zentrum des Projekts stand die Frage «Was ist Sprachbewusstsein und wie kann es gefördert werden?». Das Verständnis von Sprachstrukturen und grammatikalisches Regelwissen bildet die Basis für gelingende Kommunikation und Partizipation von gehörlosen Menschen. Die im Projekt entwickelte webbasierte pädagogische Grammatik soll die Kompetenzen der Lehrpersonen erweitern sowie die Qualität des Unterrichts verbessern. Sie stützt die erfolgreiche Umsetzung der Lehrpläne. In der Schweiz gibt es beispielsweise erst seit Kurzem einen «Fachlehrplan Deutschschweizerische Gebärdensprache».
Website. Als Produkt entstand die Website «Sign Language for Pupils». Diese stellt Ressourcen für Lehrpersonen und Kinder zur Verfügung, die im Unterricht genutzt werden können. Die webbasierte Grammatik umfasst fünf Gebärdensprachen: Deutsche Gebärdensprache (DGS), Deutschschweizerische Gebärdensprache (DSGS), Italienische Gebärdensprache (LIS), Französische Gebärdensprache (LSF) und Österreichische Gebärdensprache (ÖGS).
Auszeichnung. Nun wurde das Projekt von Erasmus+ mit einem Qualitätssiegel ausgezeichnet. Dieses wird an Projekte mit einer europäischen Dimension verliehen, die zudem vorbildlich umgesetzt wurden und einen hohen pädagogischen Mehrwert bieten. Das Siegel erhalten ausschliesslich Projekte, die in der Evaluation mindestens 90 von 100 Punkten erreichen. BAG-Sign erhielt 91 Punkte. Das Projekt gilt somit als ein Beispiel guter Praxis des EU-Programms Erasmus+ im Bereich Schulbildung. Im Abschlussbericht werden insbesondere die klare Struktur der Website und die verständliche Aufbereitung der Inhalte gelobt.
Kooperation und finanzielle Unterstützung. Mit dem Projekt wurde die internationale Vernetzung der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) gestärkt. Die partizipative Entwicklung der Website war eine Bereicherung für alle beteiligten Hochschulen und Institutionen: Humboldt Universität Berlin, Institut für Sprachwissenschaft und Institut für Bildungswissenschaft, Universität Wien, Universität Paris sowie LaCAM. Das Projekt erhielt eine finanzielle Unterstützung durch die Schweizerische Stiftung für die Förderung von Austausch und Mobilität (MOVETIA).