Mit vier neuen Professor:innen stärkt die HfH wichtige Lehr- und Forschungsbereiche

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Die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH) baut ihre wissenschaftliche und praxisorientierte Expertise für inklusive Bildung, Psychomotoriktherapie, Begabungsförderung und Bildung bei Hörbeeinträchtigung weiter aus. Prof. Dr. Simona Altmeyer, Prof. Dr. Olivia Gasser-Haas und Prof. Dr. Anuschka Meier-Wyder haben ihre neuen Funktionen am 1. Oktober 2026 übernommen. Prof. Dr. Katharina Urbann folgt am 1. November 2026.

Kontakt

Nina Hug Titel Dr. rer. soc.

Funktion

Leiterin Hochschulkommunikation / Senior Consultant

Die neuen Professorinnen gestalten Ausbildung und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen – und bringen ihre Expertise in den fachlichen und gesellschaftlichen Dialog ein. Sie tragen dazu bei, Bildungs- und Entwicklungsprozesse inklusiv, wirksam und zukunftsorientiert zu gestalten.

Simona Altmeyer: Kooperation für wirksamen inklusiven Unterricht

Prof. Dr. Simona Altmeyer übernimmt die Professur für kooperative Professionalisierung für inklusive Bildung am Institut für Professionalisierung und Systementwicklung. Im Zentrum steht die Frage, wie pädagogische Fachpersonen in multiprofessionellen Teams eine gemeinsame Perspektive auf guten inklusiven Unterricht entwickeln und diesen gemeinsam verantworten können. Simona Altmeyer ist seit 2015 an der HfH tätig. Ihr Interesse gilt der Schul- und Unterrichtsentwicklung, kooperativer Professionalisierung sowie in der Beobachtung und Weiterentwicklung der Interaktionsqualität im Unterricht.

Olivia Gasser-Haas: Psychomotoriktherapie evidenzbasiert weiterentwickeln

Prof. Dr. Olivia Gasser-Haas ist neue Professorin für pädagogisch-therapeutische Entwicklungsförderung und Psychomotorik am Institut für Verhalten, sozio-emotionale und psychomotorische Entwicklungsförderung. Sie leitet seit Juli 2026 den Bereich Pädagogisch-therapeutische Entwicklungsförderung und führt diese Aufgabe als Professorin weiter. Zu ihren Schwerpunkten zählen die Grundlagen und Entwicklung der Psychomotoriktherapie, evidenzbasierte Förderung, frühe Kindheit sowie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit motorischen und sozial-emotionalen Auffälligkeiten. Zudem leitet sie den Masterstudiengang Psychomotoriktherapie.

Anuschka Meier-Wyder: Potenziale erkennen und Teilhabe ermöglichen

Prof. Dr. Anuschka Meier-Wyder übernimmt am Institut für Lernen unter erschwerten Bedingungen die Professor:innenstelle für Begabungs- und Begabtenförderung. Damit stärkt die HfH ein Themenfeld, das für chancengerechte und inklusive Bildung von hoher Bedeutung ist. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage, wie kognitive Potenziale von Kindern und Jugendlichen erkannt, gezielt gefördert und in ihrer Entwicklung begleitet werden können – auch wenn individuelle oder kontextuelle Barrieren ihre Entfaltung erschweren. Anuschka Meier-Wyders Profil umfasst integrative Begabungsförderung, Begabungsdiagnostik, Underachievement sowie die Professionalisierung von Lehr- und Fachpersonen.

Katharina Urbann: Bilinguale Bildung und kommunikative Teilhabe stärken

Prof. Dr. Katharina Urbann tritt am Institut für Sprache und Kommunikation die Professor:innenstelle im Bereich Bildung bei Beeinträchtigung des Hörens an. Ihre Arbeit verbindet Gebärdensprachpädagogik und Audiopädagogik mit den Themen Mehrsprachigkeit, Prävention sowie bilingualen und bikulturellen Bildungsansätzen. Die promovierte Sonderpädagogin bringt langjährige Erfahrung in Forschung, Lehre und Projektentwicklung mit. Zuletzt war sie an den Universitäten in Berlin und Köln tätig. Sie interessiert sich insbesondere für die sprachliche Bildung zugewanderter gehörloser Schüler:innen, die Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen sowie die Prävention sexualisierter Gewalt im Kontext von Hörbeeinträchtigung. Dabei setzt sie konsequent auf partizipative Zusammenarbeit mit gehörlosen, hörbeeinträchtigten und hörenden Fachpersonen.

Stärkung der Institute

Mit den vier Berufungen stärkt die HfH ihre fünf thematisch ausgerichteten Institute und entwickelt ihr Profil als nationale Referenz für Heilpädagogik weiter. Die HfH heisst Simona Altmeyer, Olivia Gasser-Haas, Anuschka Meier-Wyder und Katharina Urbann in ihren neuen Funktionen herzlich willkommen und freut sich auf die nächsten Schritte.