BA Gebärdensprachdolmetschen

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Inhalt

Übungen im Studiengang Gebärdensprachdolmetschen

Informationen zum Bachelorstudiengang

Beruf

Treffen Gehörlose und Hörende zusammen, sind in vielen Situationen des Alltags Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetscher gefragt. Diese übersetzen von einem Schweizerdeutschen Dialekt oder Hochdeutsch in die Deutschschweizer Gebärdensprache (DSGS) und umgekehrt. Bei ihrer Arbeit halten sich Dolmetscherinnen und Dolmetscher konsequent an den Ehrenkodex: Sie beteiligen sich nicht an den Gesprächen, verhalten sich unauffällig, sind unparteiisch und unterstehen der Schweigepflicht.
Zum Film Berufsfeld Gebärdensprachdolmetschen (YouTube Kanal HfH) Link Youtube-Portal Film Gebärdensprachdolmetschen

Arbeitgeber und Berufsfelder

Arbeitgeberin der Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetscher ist die Stiftung Procom Link Procom Webseite. Gehörlose / hörbehinderte und hörende Kundinnen und Kunden bestellen dort die gewünschten Dolmetschdienste. Gebärdensprachdolmetscher und -dolmetscherinnen werden in den unterschiedlichsten Gebieten eingesetzt: Bei Aus- und Weiterbildungen, Arztbesuchen, Elternabenden, Vorträgen, kulturellen Anlässen, im Arbeitsalltag oder bei Behördenkontakten und vielem mehr. Neu hinzugekommen sind die Videovermittlung und das Dolmetschen der Tagesschau im Schweizer Fernsehen.

Studiengang

Die Ausbildung im Bachelorstudiengang Gebärdensprachdolmetschen befähigt zum Dolmetschen zwischen gehörlosen und hörbehinderten Menschen auf der einen und hörenden Menschen auf der anderen Seite und zwar in unterschiedlichen Kommunikationssituationen. Das Studium Gebärdensprachdolmetschen ist attraktiv und praxisnah gestaltet. Theoretische Erkenntnisse werden dabei mit praktischen Erfahrungen verknüpft und reflektiert. Im Zentrum steht der Aufbau fundierter berufsspezifischer Kompetenzen. Das Studium vermittelt Kenntnisse in angewandten Sprach- und Translationswissenschaften sowie in Soziologie und Interkulturalität. Der Auf- und Ausbau der Kompetenzen in der Deutschschweizer Gebärdensprache, des Hochdeutschen und des Schweizerdeutschen nimmt dabei eine wichtige Stellung ein. Es wird viel Wert auf den Auf- und Ausbau sowie die Reflexion der eigenen Dolmetsch-Kompetenz gelegt. Neben den theoretischen Inhalten bietet die Ausbildung auch entsprechende Praktika in unterschiedlichen Settings an.

Veränderte Zugangsbedingungen seit 2014

Die formalen Anforderungen zum Zeitpunkt der Anmeldung zum Bachelorstudiengang haben sich im Jahr 2014 verändert. Neu ist, dass zum Zeitpunkt der Anmeldung noch keine Kurse in DSGS nachgewiesen werden müssen. Erst zum Studienbeginn im Herbst muss ein Nachweis über mindestens 84 besuchte DSGS-Kurslektionen eingereicht werden.
Aktuelle Informationen über die neuen Zugangsvoraussetzungen gibt es jeweils an den Infonachmittagen Link HfH-Agenda im Frühjahr und Herbst. Informationen zu DSGS-Kursen finden Sie unter anmelde-plattform.sgb-fss.ch Link zur DSGS Kursübersicht.

Eignung und Kompetenzen

Der Beruf der Gebärdensprachdolmetscherin und des -dolmetschers setzt folgende Interessen und Kompetenzen voraus:

  • Interesse an Sprachen und Sprachvermittlung
  • Interesse an interkulturellen Themen
  • Freude am Kontakt mit gehörlosen und hörbehinderten Menschen
  • Bereitschaft, alleine sowie in wechselnden Teams zu arbeiten
  • Bereitschaft, sich in unterschiedliche Fachgebiete einzuarbeiten

Zulassungsbedingungen

Für die Zulassung zum Bachelorstudium Gebärdensprachdolmetschen sind folgende Punkte massgebend:

  • Formale Vorbildung
  • Kenntnisse Gebärdensprache bis zum Zeitpunkt des Studiums (Herbst 2021), nicht zum Zeitpunkt der Anmeldung
  • Finanzierung Studienplatz
  • Bestandene Eignungsabklärung
  • Gutes Hör- und Sehvermögen • Kenntnisse schweizerdeutscher Dialekt
  • Sprachkenntnisse bei nicht deutscher Muttersprache (Niveau C2 des GER Link Webseite Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen)

Vorbildung

Zur Übersicht des Zulassungskriteriums der formalen Vorbildung zum Bachelorstudiengang Gebärdensprachdolmetschen:
Übersicht formale Vorbildung GSD (PDF folgt)

Kenntnisse Gebärdensprache

Besuch von mindestens 84 Lektionen in Deutschschweizerischer Gebärdensprache (DSGS) bis Stichtag 1. August. Der Schweizerische Gehörlosenbund bietet im Auftrag der HfH einen Vorkurs an:
Flyer Vorkurs Studium Gebärdensprachdolmetschen HfH (PDF, 374) PDF Flyer Vorkurs GSD

Finanzierung Studienplatz

Wohnort in einem Träger- oder Vertragskanton (per Anmeldeschluss), Steuerpflicht seit mind. 1 Jahr im betreffenden Kanton. Bitte konsultieren Sie folgendes Merkblatt, ob Ihr Studium finanziert wird:
Merkblatt zahlende Kantone (PDF, 320 KB) PDF Merkblatt Zahlende Kantone

Eignungsabklärung

Die Zulassung wird von einer Eignungsabklärung Link Eignungsabklärung GSDabhängig gemacht. 

Hör- und Sehvermögen

Ein gutes Hör- und Sehvermögen muss durch eine/n Hörgeräteakustiker/in bestätigt werden. Der Hörtest darf zum Zeitpunkt der Anmeldung nicht älter als drei Monate sein.

Kenntnisse schweizerdeutscher Dialekt

Verstehen eines schweizerdeutschen Dialektes auf muttersprachlichem Niveau und Beherrschen des Hochdeutschen, andere Fremdsprachen sind von Vorteil.

Rechtliche Grundlagen

Bitte beachten Sie die aktuell gültigen Reglemente der HfH auf dem Studierendenportal Link Studierendenportal mit den aktuellen Reglemente der HfH.

Fakten

Infotage
Jeweils im Frühjahr und Herbst, siehe Agenda Link HfH-Agenda
Beginn
Alle drei Jahre, jeweils im September, nächster Beginn 2021
Dauer
Sechs Semester im Vollzeitstudium
Anmeldeschluss
15. Januar 2021
Daten Eignungsabklärung
Ende Januar/Anfangs Februar 2021
Abschluss
Bachelor of Arts Hochschule für Heilpädagogik in Sign Language Interpreting
Lernformen
Präsenzveranstaltungen (vier Tage), Studienwochen vor oder nach dem Semester, E-Learning, Selbststudium und Praktika zwischen den Semestern und semesterbegleitend
Leistungsnachweise
Schriftliche, mündliche und praktische Prüfungen, Projektarbeiten, Bachelorarbeit

Studiengebühren

VollzeitstudiumCHF 925
Material und ReisekostenCHF 600

Pro Semester / inkl. Prüfungsgebühren

Leiter

Prof. Dr. Tobias Haug

Leiter Bachelorstudiengang Gebärdensprachdolmetschen

Fünf Fragen an...

Mona Nüssli, Studentin Gebärdensprachdolmetschen

1. Wieso studierst du Gebärdensprachdolmetschen?

Alles begann mit der Freude und der Faszination am Gebärden. Dazu kam mein Interesse an Kommunikation, Sprache und Kultur. Das eine fügte sich zum anderen...

2. Was gefällt dir besonders am Studienalltag?

Die Vielfältigkeit und das breite Fächerangebot, das beispielsweise Einblicke in Recht, Wirtschaft und Religion ermöglicht, machen den Studiengang besonders abwechslungsreich und interessant. Gleichzeitig setzen wir uns vertieft mit Themen wie Linguistik, Kultur, Sprachkompetenz und Dolmetschtechniken auseinander. Der theoretische Studieninhalt wird durch die vielen Praktika ergänzt und vertieft.

 

3. Was reizt dich an diesem Beruf?

Die Abwechslung, das breite Tätigkeitsfeld, der Kontakt mit Menschen, die unregelmässigen Arbeitszeiten und nicht täglich in einem Büro sitzen zu müssen.

4. Was ist die grösste Herausforderung als Gebärdensprachdolmetscherin?

Die Kommunikation in einer Form zu gewährleisten, dass in beide Übersetzungsrichtungen keine Informationsverluste entstehen. Dazu gilt es, sich geeignete Strategien anzueignen und diese auch anwenden zu können.

5. Wie erlebst du die Kombination von Studium und Praktika?

Ich erlebe die Kombination als sehr bereichernd, aber auch herausfordernd. Die Praktika sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Theorie und Praxis. So gelangen wir an Orte, die wir ansonsten nie kennenlernen würden.

Kontakt

Hochschuladministration
Tel:  +41 44 317 11 11
gsd[at]hfh.ch E-Mail schreiben an Hochschuladministration

Anmeldung

Ab Mitte Oktober 2020 finden Sie hier die Anmeldeinformationen für den Studienstart 2021. Die Erstanmeldung kostet CHF 100. Anmeldeschluss: 15. Januar 2021

Nützliche Links