Gesundheit im Studium

Studium

Aufgrund der aktuellen Lage erscheinen hier regelmässig Beiträge zur Stärkung und Förderung der physischen, psychischen und sozialen Gesundheit.

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KW30: Schreiben - gewusst wie!

Die Kriterien, nach denen schriftliche Hochschularbeiten verfasst werden müssen, stellen unerfahrene Schreiber:innen oft vor grosse Herausforderungen. Zu allererst sollten Sie sich also über die entsprechenden Anforderungen informieren.

Nachdem Sie grundlegende Infos zu formellen Kriterien (z.B. erforderliche Seitenzahl, Schriftart und Schriftgrösse) erfragt haben, sollten Sie sich andere Arbeiten vornehmen, die vom selben Dozierenden betreut wurden. So bekommen Sie einen Eindruck vom Anforderungsniveau und erste Hinweise, wie Sie Ihre Arbeit aufbauen können.

Fragen Sie auch Ihre Mitstudierenden nach Tipps und Erfahrungen. Gerade, wenn Sie sich unsicher fühlen, empfiehlt es sich, während des Schreibens den Kontakt zum Betreuenden zu suchen und ihr bzw. ihm Abschnitte Ihrer Arbeit vorzulegen.

Zudem sollten Sie Ihre Arbeit vor Abgabe unbedingt Korrektur lesen lassen.

Wissenschaftliches Schreiben

Abschlussarbeiten müssen oft nach wissenschaftlichen Kriterien erstellt werden. Wissenschaftliche Arbeiten zeichnen sich durch eine klare und nachvollziehbare Argumentationslinie, durch eine detaillierte Darstellung etwaiger Untersuchungsmethoden sowie durch die Nennung aller genutzten Quellen aus. Bis auf Ausnahmen sollte es sich bei den Quellen ebenfalls um wissenschaftliche Arbeiten handeln. Im Prinzip sollte sich jede Ihrer Aussagen durch eine Quelle belegen lassen oder sich zumindest aus einer Quelle ableiten lassen, wobei diese Anforderung mal lockerer oder strenger gehandhabt wird.

Während Sie sich bei einer Hausarbeit im zweiten Semester noch viel Aufwand sparen können, werden Sie beim Schreiben einer Masterarbeit viel Zeit mit der Recherche passender Literatur verbringen.

An dieser Stelle können wir die Anforderungen an wissenschaftliches Schreiben jedoch nur in Grundzügen darstellen. Die Lektüre zusätzlicher Infos ist daher sehr zu empfehlen. Erkundigen Sie sich am besten direkt in Ihrem Fachbereich nach speziellen Vorgaben und besorgen Sie sich gegebenenfalls ein, zwei verfügbare Arbeiten für eine erste Orientierung.

Verschaffen Sie sich einen Überblick

Viele Studierende fühlen sich beim Schreiben einer Abschlussarbeit zunächst überfordert, da sie das Thema noch kaum überblicken können und noch gar nicht wissen, welche Prioritäten hierbei zu setzen sind.

Möglichst früh sollten Sie sich einen Überblick über das Thema Ihrer Arbeit verschaffen. Recherche im Netz und in der Bibliothek ist hier das Stichwort. Fragen Sie die betreuende Person Ihrer Arbeit bzw. den Dozierenden, für den Sie die Arbeit schreiben, nach möglicher Literatur und nutzen Sie diese, um weitere Quellen ausfindig zu machen. Je mehr Sie sich mit dem Thema befassen, umso klarer kristallisieren sich Schwerpunkte heraus.

Nutzen Sie die gewonnenen Informationen zur Erstellung einer groben Struktur. Diskutieren Sie sie bei Bedarf mit Ihrer betreuenden Person.

Wieviel Zeit haben Sie zur Verfügung?

Abhängig davon, wieviel Zeit Sie zum Schreiben haben, wird Ihr Arbeitsplan moderat bis intensiv ausfallen. Wichtig ist es, einen zeitlichen Puffer von einigen Tagen ans Ende des Schreibens zu setzen, um Verzögerungen aufzufangen und mehr Zeit zum Korrekturlesen zu haben.

Als nächstes muss Ihr Arbeitsplan in den Semesteralltag integriert werden. Hierbei geht es vor allem um folgende Frage: Wann und wo möchten Sie jeden Tag schreiben? Versuchen Sie, Ihre Arbeitszeit jeden Tag vorab festzulegen. Diese Zeit ist fest für die Arbeit an Ihrer Abschlussarbeit reserviert.

Andere Aufgaben und Tätigkeiten werden somit hinten angestellt. Fallen Ihnen z.B. Dinge ein, die Sie noch erledigen müssen, schreiben Sie sie auf einen Zettel und befassen Sie sich erst später damit. Dasselbe gilt für Ihr Handy, das nur in den Pausen eingeschaltet sein sollte.

Schreibblockaden sind ganz normal

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Blockaden während des Schreibprozesses reduzieren können. Die unten genannten Tipps sind leider keine Wunderrezepte.

Möglicherweise sind Sie frustriert von Ihrem schriftlichen Ausdrucksvermögen oder erschlagen von der Komplexität der Aufgabe. In beiden Fällen hilft vielleicht der Hinweis, dass die wenigsten Autorinnen und Autoren einfach so drauf los schreiben können. Schreiben braucht oft viel Vorarbeit, d.h. Recherchen, Notizen und Grobkonzepte. Und bis der Text fertig ist, wird er ohnehin noch einige Male überarbeitet. Schreiben ist vor allem Fleissarbeit, also müssen Sie hierfür kein:e Meisterschreiber:in oder Superwissenschaftler:in sein.

  • Schreiben, so schlecht wie möglich

Um Perfektionismus entgegenzuwirken, empfiehlt sich eine einfache Übung. Ihre Anweisung lautet: Schreiben Sie über das Thema Ihrer Arbeit einen etwa einseitigen Text, und zwar so schlecht wie möglich! Werfen Sie alle Rechtschreib- und Grammatik-Regeln über Bord und benutzen Sie die Löschtaste am besten kein einziges Mal. Umgangssprache und wilde Behauptungen sind ausdrücklich erwünscht – Hauptsache Sie schreiben das, was Ihnen spontan in den Sinn kommt. Diese Übung kann helfen, die gröbsten Schreibblockaden aufzulockern und ordnet darüber hinaus Ihre Gedanken zum Thema der schriftlichen Arbeit.

  • Gedanken sammeln

Wenn Sie zwar schon Einiges über Ihr Thema gelesen haben, aber noch nicht wissen, was Sie schreiben sollen, ist es fürs Schreiben womöglich noch zu früh. Nehmen Sie sich stattdessen eine Stunde Zeit und sammeln Sie alles, was Ihnen zum Thema Ihrer Arbeit in den Sinn kommt. Hierzu können Sie z.B. eine Mindmap zeichnen. Hauptsache, Sie beschäftigen sich intensiv damit, das Thema zu ordnen. Nehmen Sie sich danach ein weiteres Blatt Papier und versuchen eine grobe Struktur zu erstellen. Wenn es Ihnen an manchen Stellen nicht gelingt, deutet das auf zusätzlichen Recherchebedarf hin.

  • Den Kopf freibekommen

Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich vom Schreiben abzulenken. Gerade wenn Sie am Computer arbeiten, sind Sie einem besonderen Ablenkungs-Risiko ausgesetzt.

Ablenkung hat jedoch auch eine sehr wichtige Funktion! Zumindest dann, wenn sie nicht im Arbeitsprozess stört. Denn Freizeit und Entspannung sind wichtig, um sich bei Laune zu halten  - egal, wie es mit dem Schreiben klappt. Sie haben viele Möglichkeiten, sich auch in stressigen Schreibphasen ein gutes Mass an Lebensqualität zu erhalten.

Quelle: www.dein-masterplan.de/

KW27: Studieren Sie gesund? - Ein Selbsttest

Der Selbsttest hilft Ihnen herauszufinden, wie es um Ihr aktuelles Gesundheitsverhalten steht. Die Bearbeitungszeit beträgt etwa 10 Minuten. Gutes Gelingen!

Link zum Selbsttest

Quelle: www.dein-masterplan.de/

KW24: Rückblick - Gesundheit und Wohlbefinden von Studierenden im COVID-19 Lockdown

Im Frühling 2020 fanden sich viele europäische Studierende in ähnlichen Lebensumständen. Um mehr über die Veränderungen in ihrem Leben zu erfahren, lancierte die Universität Antwerpen die «COVID-19 International-Student-Well-being-Study». Daran beteiligte sich die Berner Fachhochschule zusammen mit drei weiteren Schweizer Hochschulen und befragte ihre Studierenden während den Universitätsschliessungen im 2020.

Krisenmanagement und finanzielle Lage

Die Auswertung der Antworten zeigt auf, mit welchen Herausforderungen die Studierenden in den Bereichen Studium, Lebenssituation, Gesundheitsverhalten und psychische Gesundheit konfrontiert waren. Im Bereich Studium fällt auf, dass über 60% der Studierenden im Vergleich zum sonst üblichen Unterricht weniger genau wussten, was in den einzelnen Modulen von ihnen erwartet wird.

Etwa ein Drittel berichtete von einem erheblichen Stress, ausgelöst durch die Veränderungen der Lehrmethoden während den Hochschulschliessung. Mit den von den Hochschulen erhaltenen Informationen zur Krise und mit den Schutzmassnahmen waren die Studierenden hingegen mehrheitlich zufrieden, ebenso mit der Erreichbarkeit von Hochschulmitarbeitenden bei Sorgen und Anliegen im Zusammenhang mit Corona.

Insgesamt wirkte sich die Pandemie nur geringfügig auf die finanzielle Lage der Studierenden aus. Die meisten Studierenden konnten auch während des Lockdowns ihre Ausgaben decken. Ausnahmen waren Studierende mit ausländischem Geburtsort und Studierende der Hochschule der Künste Bern. Von ihnen berichtete jeweils ein knappes Drittel von ungenügenden Mitteln, um die monatlichen Kosten zu decken.

Physische und psychische Gesundheit

Interessanterweise blieb das Gesundheitsverhalten der Studierenden während des Lockdowns mehrheitlich unverändert – mit Ausnahme des Rauschtrinkens, das in der Zeit stark zurückging.

Der Tabak- und Cannabiskonsum blieben während des Lockdowns konstant tief, während moderate physische Aktivitäten bei Studierenden der Sozialen Arbeit und Studierenden der Künste gar leicht zunahmen.

Diese Ergebnisse weichen von den Befunden ausländischer Studien ab, die mehrheitlich einen Anstieg des Cannabis-, Tabak- und Alkoholkonsums sowie eine Abnahme der sportlichen Betätigung unter Studierenden feststellten. Dies kann mitunter auf die unterschiedlichen nationalen Eindämmungsmassnahmen zurückzuführen sein – wie z. B. lokal verordnete Ausgangsperren.

Im Bereich der psychischen Gesundheit waren die Studierenden der drei teilnehmenden Schweizer Universitäten deutlich geringeren psychischen Belastungen ausgesetzt. Die Analyse zeigt ein deutlich höheres Risiko für psychische Belastungen bei Studentinnen, bei Studierenden der Künste, bei Studierenden mit Migrationshintergrund und bei Studierenden in einer schwierigen finanziellen Situation.

Diese Ergebnisse spiegeln sich auch in Studien anderer Länder wider. Eine Studie der ETH Zürich konnte mit Daten aus der Schweiz zeigen, dass nach den Universitätsschliessungen bereits im April Stressniveau, Ängste, Einsamkeit und Depressionssymptome zunahmen. Die Forschenden erklären diese Zunahme mit den abgenommenen sozialen Interaktionen und der geringeren emotionalen Unterstützung in der neuen Studiensituation.

Zwei Aufgaben für die Zukunft

Aufgrund der Ergebnisse lassen sich abschliessend zwei Herausforderungen für Hochschulen in Zeiten einer Pandemie formulieren. Einerseits sind die Hochschulen gefordert, die Qualität der Lehre trotz der sich schnell ändernden staatlichen Bestimmungen aufrechtzuerhalten. Hierzu braucht es weitere Forschung, um die Qualität und die Wirkung der neuen, hybriden und distanzierten Unterrichtsformate zu erheben und langfristig zu beobachten. Andererseits dürfen die Hochschulen die psychische Gesundheit der Studierenden nicht vergessen: Ein gutes Beratungsangebot und individuelle Unterstützung sind in einer Pandemie von besonderer Bedeutung. Beides sollte laufend bezüglich Nutzen und Wirkung überprüft werden.

Quelle: https://www.knoten-maschen.ch/

KW21: Sich ein stressfreies Selbstmanagement erarbeiten

Sich selbst motivieren

Manche Hochschulen wünschen sich als Zugangsvoraussetzung zum Masterprogramm ein Motivationsschreiben. „Warum bewerben Sie sich für den Studiengang XY?“ Solch ein Motivationsschreiben dient nicht nur der Hochschule bei der Auswahl der Studierenden, sondern auch den Studierenden selbst.

Denn es ist wichtig, dass man sich ab und an, z. B. in stressigen Lernsituationen, seine Ziele wieder vor Augen führt: Warum möchte ich dies und jenes tun und warum nicht? Was wünsche ich mir für meine berufliche Zukunft, welcher Weg führt mich dort hin, was interessiert mich?

Kleine „Motivationszettelchen“ am Kühlschrank, über dem Bett oder im Terminplaner könnten dabei helfen, das Wichtige neu zu fokussieren und das eigentliche Ziel wieder zu verfolgen. Bei der Selbstmotivation ist es von Vorteil, wenn man sich nicht andauernd mit anderen vergleicht. Jede Person hat ihre eigenen Ziele und Vorstellungen; und alle haben einen anderen Rhythmus. Ein Detailfuchs zu sein, ist nicht immer von Vorteil, hin und wieder sollte der Perfektionismus auch mal zurückgeschraubt werden.

Das wirklich Machbare zu fokussieren, hilft dabei am Ball zu bleiben und die Grenzen zu erweitern. Formulieren Sie Ihre Gedanken bzw. Vorhaben konkret und setzen Sie greifbare Ziele, z.B. statt „Ich muss mehr lernen“, „Dieses Semester lerne ich mindestens eine Stunde am Tag“.

Hilfreich kann dabei die S.M.A.R.T.-Regel sein: spezifische, messbare, anspruchsvolle aber dennoch realistische und terminierbare Ziele setzen! Dies gelingt möglicherweise nicht bei allen auf Anhieb, aber mit ein wenig Routine lässt sich diese Strategie durchaus verfestigen.

Kleine Erfolge generieren

Im Studium setzt man sich ein grosses Ziel: ABSCHLUSS statt ABSCHUSS. Der Weg zum grossen Erfolg ist dabei nicht immer einfach. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man die kleinen Erfolge wahrnimmt und nutzt.

Es empfiehlt sich, v. a. in Prüfungsphasen, den Tag nicht mit grossen Aufgaben zu beginnen, sondern durch kleine, die sofort erledigt werden können. Das bringt direkt ein besseres Gefühl und steigert die Motivation, sich an grössere, komplizierte Aufgaben heranzuwagen. Aber auch diese können durch Zwischenerfolge belohnt werden. Eine kleine Nascherei, ein Kino-Besuch mit der Freundin oder ein Gönn-Dir-Tag.

Sich selbst Belohnungen zu setzen, setzt jedoch voraus, dass man Prioritäten verfolgt und einhält. Dabei ist wichtig, dass das Schwierige nicht ans Tagesende geschoben wird und, dass gescheiterte Versuche mit eingeplant werden. Trainieren Sie sich in Selbstdisziplin und „beschummeln“ Sie sich nicht selbst.

Sich schlechte Angewohnheiten abtrainieren

Was sich womöglich jeder Studierende frägt: Wie schaffe ich es, über längere Phasen produktiv zu sein?“.

Der amerikanische Komiker Seinfeld entwickelte dafür eine einfache Methode – die Seinfeld-Kette. Es ist nicht ratsam auf die Inspiration oder Motivation „zu warten“, sondern eine Tagesaufgabe, ganz unabhängig von der Stimmung oder der Tagesform, zu erledigen. Kleine Handlungen bzw. Gewohnheiten können langfristig grosse Auswirkungen haben – sofern man sie jeden Tag ausführt.

Um sich zu motivieren, eine neue Gewohnheit wirklich jeden Tag auszuführen oder eine schlechte Angewohnheit abzutrainieren, kann man mit einer "Kette" arbeiten – einer Reihe aus Kreuzen in einem Kalender. Jeder Tag, an dem man die neue Handlung ausführt, erhält man ein Kreuz und fügt so der Kette ein neues Glied hinzu. Man muss also nur versuchen, die Kette nicht zu unterbrechen, um diese Handlung zur Gewohnheit werden zu lassen – Don’t break the chain!

Hier ein paar Beispiele:

  • keine Schokolade gegessen
  • keine Softdrinks getrunken
  • kein Junk-Food gegessen
  • nicht geraucht
  • nicht vor dem Einschlafen im Internet gesurft

Was auch immer Sie sich abgewöhnen möchten: Eine Seinfeld-Kette kann dabei eine grosse Hilfe sein.

Schwächen und Stärken analysieren

„Erfolg heisst, einmal mehr aufstehen als hinfallen“ (Winston Churchill).

Misserfolge müssen nicht zwangsläufig zur Demotivation führen, hinterfragen Sie, woran lag es, was kann optimiert werden. Erinnern Sie sich, was Sie schon geschafft haben und wertschätzen Sie Ihre eigenen Erfolge, so können Sie einem Motivationstief vorbeugen.

Nehmen Sie sich selbst kompetent wahr, fallen Sie nicht in eine pessimistische, mit Ausreden gefüllte Sprache, seien Sie lieber optimistisch und suchen Sie Lösungsstrategien. Holen Sie sich ab und an auch mal ein Feedback von anderen und reflektieren Sie sich selbst.

Aus Stärken und Schwächen lassen sich Optimierungen schaffen. Seien Sie bereit, Selbstbestimmung und  -kontrolle auszuüben, akzeptieren Sie dabei emotionale Schwankungen, nicht jeder Tag und jede Stunde sind gleich, umso mehr heisst es dann Pausen geniessen, sich einmal richtig ablenken und warten bis die Motivation von allein wiederkommt – natürlich nicht zu lange.

Wer alles nur macht, weil er oder sie „muss“, dem wird die Arbeit immer wieder schwer von der Hand gehen. Eine bewusste Entscheidung für die anstehenden Aufgaben verringert das unangenehme Gefühl des „Müssens“. „Ich will“ ist die richtige Einstellung!

Quelle: mein-masterplan.de

KW15: Lerntechniken anwenden

Überblick verschaffen

Effektive Lerntechniken zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich aktiv mit dem Lernstoff befassen und somit eine optimale Verankerung der Inhalte im Gehirn erreichen.

Gerade wenn Sie noch wenig über Ihr Fach wissen, empfiehlt es sich, erst mal einen Plan über die Hauptthemen zu machen. Orientieren Sie sich z.B. an den Themen der Vorlesung oder notfalls auch an den Kapiteln der Prüfungsliteratur. Um Zeit zu sparen, sollten Sie aber nicht zu sehr ins Detail gehen – es genügt, wenn Sie einen groben Plan davon haben, in welche Themenschubladen Ihr Lernstoff einzuordnen ist.

Mindmaps

Um sich einen Überblick über Prüfungsthemen zu verschaffen und Zusammenhänge zwischen den Unterthemen zu verdeutlichen, sind Mindmaps sehr hilfreich. Da das Lernen auf visueller Ebene stattfindet, wird Ihr Lernstoff zudem über einen weiteren Sinneskanal abgespeichert und somit noch fester verankert.

In der Gestaltung Ihrer Mindmap sind Sie vollkommen frei. Computerprogramme wie z.B. Mindmanager® oder Freemind® haben den Vorteil, dass Ihre Mindmap sehr leicht erweitert oder verändert werden kann. Wenn Sie Ihre Mindmap von Hand zeichnen, setzen Sie sich dagegen aktiver mit dem Lernstoff auseinander, was Ihre Merkleistung deutlich erhöht.

Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

Wenn Sie Lerninhalte nicht nur im Kopf, sondern verbal wiederholen, hat das vielerlei Vorteile. So kann man sich mit lautem Lernen sehr gut auf das „Frage-Antwort-Spiel“ einer mündlichen Prüfung vorbereiten. Zudem aktiviert es zusätzliche Hirnregionen, was das Abspeichern des Lernstoffs stark begünstigt. Ausserdem hilft es Ihnen sich besser zu konzentrieren und Sie erhalten direktes Feedback, ob Sie die Lerninhalte schon „drauf haben“ oder ob noch nachgebessert werden muss.

Markieren statt schreiben

Auch wenn durch das Herausschreiben deutlich mehr Prüfungsinhalte im Gedächtnis verankert werden, ist diese Lerntechnik angesichts ihres hohen Zeitaufwands nur eingeschränkt zu empfehlen. Was hilft es Ihnen schon, eine Ihrer Prüfungen mit Bravour abzuschliessen, wenn Sie im Rest aus Zeitmangel beim Lernen durchfallen?

Statt alles genau herauszuschreiben, sollten Sie sämtliche Prüfungsliteratur mit Textmarkern und Stiften bearbeiten. Markieren Sie die wichtigsten Schlüsselbegriffe und bringen Sie die Inhalte in eigenen Worten auf den Punkt. Eselsbrücken können mithilfe kleiner Zeichnungen hinzugefügt und Ergänzungen auf der Rückseite oder dem Nachbarblatt hinterlassen werden. Ihrer Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt! Viel Spass.

Quelle: mein-masterplan.de

KW13: Warum Präsentationen zu halten so wichtig ist!

Vor der gesammelten Mannschaft einen Vortrag halten? Warum, was bringt das? Wofür die stressige Vorbereitung und die roten Wangen?

  • Erlernen einer strukturierten Auswahl und Korrektheit des Wissens.
  • Verfestigung des ausgearbeiteten Wissens.
  • Hilft bei der Zuordnung des Gelernten zur späteren Anwendung.
  • Training von Mimik und Gestik, Auftreten und Selbstsicherheit, äusseres Erscheinungsbild.
  • Optimierung rhetorischer Fähigkeiten (klare deutliche Sprache).
  • Sicherer Umgang mit der Technik.

Achtung: Der Gesamteindruck kann die Einschätzung des Inhalts beeinflussen!

Drei Tipps:

  1. Arbeiten Sie mit guten Quellen und filtern Sie Kernaussagen.
  2. Bringen Sie das Thema in eine logische Reihenfolge mit anschaulichen Bildern, Statistiken, und Diagrammen.
  3. Üben Sie am besten einmal vor dem Spiegel oder tragen Sie die Präsentation einer anderen Person vor.
Quelle: mein-masterplan.de

KW11: Lesetechniken ausprobieren

Die klassische 4 Phasen-Lesestrategie

Überfliegendes Lesen

Den Text im Schnelldurchlauf lesen und dabei überprüfen, ob er für das Thema bzw. für Ihr Ziel wichtige Informationen enthält. Dabei wird Ihr Blick Überschriften, Hervorhebungen und Schlüsselbegriffe wahrzunehmen geschärft. Dadurch werden Sie schnell einen guten Überblick über Ihren Text erhalten.

Gezieltes Lesen

Verschaffen Sie sich beim Lesen zunächst einen Überblick über den Text, z.B. durch das Inhaltsverzeichnis, die Kapitelüberschriften oder das Abstract. Beschäftigen Sie sich anschliessend nur mit den Abschnitten, bei denen es sich für Sie und Ihre Aufgabenstellung lohnt, intensiver zu lesen.

Intensives Lesen

Lesen Sie in Ruhe und ganz konzentriert den Text. Falls Sie ein Wort nicht kennen, und es sich nicht aus dem Zusammenhang erschliessen lässt, schlagen Sie das Wort nach. Manchmal versteht man einzelne Passagen nicht auf Anhieb, sodass es sinnvoll ist, die Passagen mehrmals zu lesen.

Aktiv Lesen

Unterstreichen Sie mit einem oder mehreren Textmarkern wichtige Aspekte und Schlüsselbegriffe im Text. Dabei kann es hilfreich sein, wenn Sie entsprechend den unterschiedlichen Arbeitsaufträgen unterschiedliche Farben verwenden. Unterteilen Sie den Text in Sinnabschnitte bzw. Textpassagen mit kurzen Überschriften.

SQR3 (Survey, Question, Read, Recite, Review) ist eine Technik zur Erhöhung der Lesegeschwindigkeit, durchführbar in 5 Phasen:

  1. „Überblick schaffen“ (Inhalte des Textes über Inhaltsverzeichnis und Abstracts herausfiltern)
  2. „Befragen“ (welche Fragen möchten Sie beantwortet haben, damit Sie sagen können, der Text war es wert, ihn gelesen zu haben?)
  3. „Lesen“ (intensives und aktives Lesen, um Zusammenhänge verstehen zu können.)
  4. „Wiedergeben“ (Textabschnitte nochmals durchgehen und Antworten auf die Fragen aus Phase 2 notieren. Nutzen Sie dabei eigene Formulierungen, und ggf. eine Mind Map)
  5. „Rekapitulieren“ (gehen Sie den Text, Ihre Fragen und Antworten nochmals durch und prüfen Sie, ob alles stimmig ist. Finden Sie Anknüpfungspunkte und Übereinstimmungen zu früher erarbeiteten Inhalten).
Quelle: mein-masterplan.de

KW09: Trump, Schlafmütze und Co.

Die sieben verschiedenen Teamarbeits-Typen

Die Psychologin Brigitte Reysen-Kostudis berät Studierende, wenn sie mit einer Teamarbeit Probleme haben. Dabei ist ihr aufgefallen, dass viele Studierende automatisch in bestimmte Rollen verfallen, sobald sie in einer Gruppe zusammenarbeiten (sollen).

«Der Trump»

Dieser Typ ist – wie der Ex-US-Präsident – ein absoluter Selbstdarsteller. Er glaubt, dass er schon alles über das Thema weiss. Egal, was die anderen Gruppenmitglieder vorschlagen – er oder sie will am Ende entscheiden, wer welche Aufgaben übernimmt und wie die Präsentation aussehen soll. Allerdings muss auch der Selbstdarsteller lernen, Aufgaben abzugeben. Denn sonst rattern die anderen Gruppenmitglieder ihre Sätze bei einem Referat gelangweilt herunter oder schludern bei ihrem Teil des Forschungsberichts. Der Selbstdarsteller glänzt zwar, aber die Unausgewogenheit fällt den Lehrkräften auf.

Solche Teammitglieder direkt bremsen. Machen Sie Ihnen klar, dass alle in der Gruppe kompetent sind und dass Sie die Aufgaben gleichmässig verteilen müssen.

«Die Schlafmütze»

Während der Trump-Typ die Gruppenleitung in die Hand nimmt, lehnt sich die Schlafmütze entspannt zurück. Sie denkt sich: «Warum soll ich mich denn jetzt noch voll einbringen?». Oft ist dem Schlafmützen-Typ das Studium auch nicht so wichtig wie den anderen – oder das Thema der Gruppenarbeit liegt ihm oder ihr gar nicht.

Schlafmützen lassen sich ganz leicht aufwecken – mit Komplimenten. Denn jeder kann irgendetwas richtig gut – egal, ob Recherchieren, Ideen entwickeln oder Layouten. Wenn man die individuellen Stärken des Schlafmützen-Typs erkennt und ihn/sie darauf anspricht, ist er/sie auf einmal aktiviert und voll dabei.

«Der Übereifrige»

Anders als der Trump-Typ glaubt der Übereifrige nicht, dass er oder sie alles weiss. Der Übereifrige neigt auch nicht zum Herumkommandieren. Der Übereifrige kann nichts so stehen lassen, wie es ein Gruppenmitglied gesagt hat. Seine/ihre hohe Motivation kann ein Projekt aber auch nach vorne pushen.

Bekommt der Übereifrige eine anspruchsvolle Aufgabe, ist das Ergebnis eine grosse Bereicherung für die Gruppenarbeit.

«Der Zweifler»

„Meint ihr wirklich?“ ist die Lieblingsfrage des Zweiflers. Er vertraut seinen Kommilitonen nicht genug und kann sich nie voll und ganz auf ein gemeinsames Vorgehen einlassen. Das bringt eine negative Stimmung ins Team.

Auf die Frage: „Meint ihr wirklich?“ antwortet die ganze Gruppe idealerweise mit: «Ja, meinen wir!»

«Der Desinteressierte»

Der Desinteressierte verhält sich wie eine Schlafmütze – nur will er oder sie, dass das Team sein oder ihr Desinteresse spürt. Der Desinteressierte kommt zum Beispiel regelmässig zu spät. Er will sich am Team reiben.

Ein solches Teammitglied muss als ganze Gruppe vor die Wahl gestellt werden: «Wenn du unsere Arbeit nicht ernst nimmst, musst du die Gruppe verlassen».

«Der versteckte Individualist»

Eigentlich ist der Individualist ganz Feuer und Flamme für das Gruppenprojekt. Eigentlich. Doch dann sagt er oder sie kurzfristig Treffen ab und lässt die Gruppe wissen: «Unter der Woche kann ich grundsätzlich nicht». Damit stellt der Individualist seine eigenen Interessen stets über die der Gruppe.

Auch hier kann man die Person nur freundlich daran erinnern, dass ihn/sie niemand zur Gruppenarbeit zwingt – geschweige denn zum Studium.

«Das perfekte Gruppenmitglied»

Das perfekte Gruppenmitglied hat grosses Interesse am Thema und generell auch am Studium. Das Mitglied ist offen für andere Meinungen und bereit, sich an Verabredungen zu halten.

Das ideale, Vorzeige-Gruppenmitglied. Die Beschreibung des perfekten Gruppenmitglieds klingt erstmal utopisch.

Aber auch die anderen sechs Teamarbeits-Typen können zu perfekten Gruppenmitgliedern werden – wenn sie an ihrer Einstellung arbeiten.

 
 
Quelle: mein-masterplan.de

KW07: Mitschriften und Dokumente verwalten

Ein Desktop voller Dokumente?

Das muss nicht sein. Lernmaterialien lassen sich prima mit Hilfe von Apps organisieren. Auch Mitschriften und plötzliche Ideen können durch Apps und Tools notiert werden. Sogar Zettel und andere Dokumente lassen sich mit Hilfe von Apps digitalisieren, bearbeiten und verwalten.

LectureNotes

Für Mitschriften während der Vorlesung eignet sich die speziell für Studierende entwickelte App «LectureNotes», durch Schreiben auf dem Display, insbesondere mit einem Stylus. Dank der Verwendung von Verzeichnissen lassen sich Notizen oder Skizzen im Notizbuch ordentlich ablegen, was das Wiederauffinden deutlich vereinfacht. Über die Kamera lassen sich zudem Bilder in das Notizbuch übertragen. Neben den unterschiedlichsten Formatierungsfunktionen kann das Notizbuch komplett oder in Einzelseiten im PDF-Format exportiert werden. Gibt es für Android und Apple.

Weitere Informationen finden Sie auch unter https://lecturenotes.in/

Evernote

«Evernote» richtet sich an all jene, die viele Notizen oder Klebezettel nutzen, um sich an Termine und Co. zu erinnern. Anstatt mehrere Blöcke, die auch mal vergessen werden können, mit sich rumtragen zu müssen, bietet «Evernote» die Alternative des digitalen Notizblockes. Diese Notizbücher können entweder auf mobilen Geräten oder aber auch als Desktop-App im Büro genutzt werden. Gibt es für Android und Apple.

Weitere Informationen finden Sie auch unter https://evernote.com/intl/de

Microsoft OneNote

Die Integration der Notizen-App «OneNote» in Microsofts Produktpalette ergänzt das umfangreiche Angebot und ermöglicht crossmediale Arbeit über Geräte hinweg. Die App bietet Tools, um Bilder, Text und Gesprochenes aufzunehmen. Sie bietet ausserdem die Möglichkeit, Notizen zu organisieren und auch per Passwort zu schützen. Gibt es für Android und Apple.

Weitere Informationen finden Sie auch unter https://www.microsoft.com/de-ch/microsoft-365/onenote/digital-note-taking-app

Xodo PDF Reader & Editor

«Xodo PDF Reader & Editor» ermöglicht Ihnen das Lesen und Bearbeiten von PDF-Dokumenten. Dabei stehen Ihnen Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Sie im Dokument kommentieren, ausschneiden, markieren oder mehrere Seiten zusammenfügen. Auch das Ausfüllen von PDF-Formularen sowie das Einfügen der eigenen Unterschrift ist möglich. Gibt es für Android und Apple.

Weitere Informationen finden Sie auch unter https://www.xodo.com/app/#/

CamScanner

Wer kennt es nicht – ob Prüfungsnachweise, der Ausweis oder Semesterbescheinigungen. Digitale Versionen wichtiger Dokumente werden ständig gebraucht, nur gibt es allzu oft keinen Scanner weit und breit. Mit «CamScanner» gelingt es Ihnen im Handumdrehen, Fotos in PDF- und JPG-Dateien zu konvertieren und zu verschicken. Gibt es für Android und Apple.

Weitere Informationen finden Sie auch unter https://www.e-teaching.org/materialien/apps/camscanner

JotNot Scanner

Mit dem «JotNot Scanner» können Sie sich ein Scangerät sparen. Der Scanner für das Smartphone macht aus Fotos PDFs und JPGs und ermöglicht es Ihnen, diese direkt per Mail oder Messenger zu verschicken. Gibt es für Android und Apple.

Weitere Informationen finden Sie auch unter https://www.jotnot.com/scanner.html

Quelle: mein-masterplan.de