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Ausbildungswege von Lernenden mit besonderen Bedürfnissen im Kanton Zürich

Ausgangslage und Ziele

Ziel des vorliegenden Forschungsprojekts ist es, die Ausbildungswege von Lernenden mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen vom Kindergarten bis in die Berufsausbildung zu untersuchen und mit jener der Lernenden aus der Regelklasse zu vergleichen. Von besonderem Interesse sind dabei mögliche kritische Übergänge im Verlauf der Schulkarriere (Primarunterstufe; Primarunterstufe – Primarmittelstufe; Primarmittelstufe – Sekundarstufe I; Sekundarstufe I – Sekundarstufe II). Zudem sollen mögliche Risikofaktoren (z.B. Migrationshintergrund) berücksichtigt werden.

Fragestellung

Im Einzelnen sollen folgende zentrale Fragestellungen untersucht werden:

  1. Welche Ausbildungswege werden gewählt über die Etappen Kindergarten-Primarstufe-SekundarstufeI-Sekundarstufe II? Lassen sich unterschiedliche Verlaufsmuster identifizieren? Wie häufig kommen diskontiniuierliche Verläufe vor?
  2. Wie sehen die Ausbildungswege von Lernenden mit besonderen Bedürfnissen aus? Wie durchlässig sind separierende Angebote (Rückschulungsrate von Sonderklassen in Regelklassen)?
  3. Welche Bedeutung haben kritische Laufbahnereignisse bzw. Sondermassnahmen – z. B. Zäsuren (Repetiton, Wechsel Schultyp), – für den weiteren Verlauf der Ausbildungswege?
  4. Zeigen sich regionale Unterschiede (Bezirke, Stadt-Land) in den Ausbildungswegen?

Methodisches Vorgehen

Diese Fragen werden im Rahmen der amtlichen Bildungsstatistik des Kantons Zürich (BISTA) untersucht werden. Die Bildungsstatistik wird seit 1999 als Individualdatensatz geführt und erlaubt somit die Analyse von individuellen Schullaufbahnen.
Um den Informationsgehalt der BISTA-Daten möglichst optimal auszuschöpfen, lohnt sich eine
Kombination verschiedener Analyseperspektiven:

  • Voller Längsschnitt: Verlaufsanalysen über 6 konsekutive Ausbildungsjahre;
  • Mini-Längsschnitt: Analyse kritischer Übergänge (z. B. Sekundarstufe I–Sekundarstufe II) über 2 Ausbildungsjahre;
  • Trend: Analyse bestimmter Etappen der Bildungslaufbahn (z. B. Sek.I/Sek.II) im Vergleich mehrerer Jahre (bzw. 1999-2004).

Ergebnisse

Die Auswertungen zeigen u.a., dass Lernende mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen einen erschwerten Einstieg in die Berufsausbildung haben und dies in besonderem Mass Lernende aus Sonderschulen und Sonderklassen betrifft. Am wenigsten gelingt dabei Lernenden aus Sonderschulen der Einstieg in eine qualifizierende Berufsausbildung.
Ganz zentral für eine erfolgreiche berufliche Integration von Lernenden mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen ist dabei das Angebot der Anlehre bzw. der Attest8208;Ausbildung. Weiter zeigt sich, dass es keine expliziten kritischen Übertritte im engeren Sinne, dafür aber kritische Phasen während der Bildungslaufbahn von Lernenden mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen gibt.

Fakten

Laufzeit
08/2006-07/2010
Nr.
1_6

Projektleitung

Dr. phil.  Gyseler

Dozent