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Beitrag der Psychomotorik zur Förderung sozio-emotionaler Kompetenzen

Ausgangslage und Ziele

Vermehrt sind Psychomotoriktherapeutinnen/-therapeuten mit der Frage konfrontiert, wie und in welchen Bereichen Psychomotoriktherapie wirkt. In Beantwortung dieser Frage betonen Psychomotoriktherapeutinnen/-therapeuten dabei immer wieder die besondere Bedeutung ihrer Arbeit für die sozio-emotionale Entwicklung der Kinder. Vorliegende Studie geht genau dieser Frage nach. Sie versucht den Beitrag der Psychomotoriktherapie zur Förderung sozio-emotionaler Kompetenzen bei Kindern im frühen Schulalter zu klären. Die Klärung dieser Frage ist gerade in der heutigen, sich verändernden Schullandschaft von grossem Interesse, sind doch immer mehr Kinder mit sozialen und emotionalen Problemen im Klassenzimmer anzufinden. Des Weiteren stellt die Beantwortung dieser Frage ein erster Meilenstein für die grösser angelegte Studie zur Untersuchung der Wirkungsmechanismen der Psychomotoriktherapie im schulischen Kontext dar.

Fragestellung

Die Studie ging der Frage nach, ob Verbesserungen sozio-emotionaler Kompetenzen bei Kindern im Alter von 5 bis 9 Jahren, die während fünf bis sechs Monaten eine Psychomotoriktherapie besuchen - unabhängig davon, aus welchen Gründen sie diese Therapie besuchen - festgestellt werden können.

Methodisches Vorgehen

Um diese Fragen zu beantworten, wurden die sozio-emotionalen Kompetenzen von 46 Kindern, die eine Psychomotoriktherapie besuchen, im Herbst 2010 und ein zweites Mal nach 5 bis 6 Monaten bzw. nach etwa 20 Therapiestunden im Frühling 2011 erhoben. Die Testung erfolgte anhand der Subskala „Sozial-emotionale Kompetenz“ der Intelligence and Development Scales (IDS-SEK) von Grob, Meyer und Hagmann-von Arx (2009). Dieses Testverfahren erfasst die sozialen und emotionalen Kompetenzen von Kindern im Alter von 5 bis 10 Jahren in den vier Dimensionen „Emotionen erkennen“, „Emotionen regulieren“, „Soziale Situationen erkennen“ und „Sozial kompetent handeln“. Die Einschätzung des sozialen und emotionalen Verhaltens des Therapiekindes durch die Lehrperson geschah mittels des Fragebogens „Strength and Difficulties Questionnaire“ (SDQ) von Goodmann (1999).

Ergebnisse

Die Auswertungen unserer Erhebungen ergaben, dass sich die sozialen und emotionalen Kompetenzen der Therapiekinder signifikant verbesserten, unabhängig davon, wie alt die Kinder sind, welche Schulform sie besuchen, was sie in ihrer Freizeit machen, aus welchen Gründen sie zur Psychomotoriktherapie angemeldet waren, welche Therapieziele verfolgt wurden und ob sie zusätzliche Therapien bzw. sonderpädagogische Massnahmen besuchten. Dieses Bild bestätigte im Grossen und Ganzen auch die Befragung der Kindergärtnerinnen und Lehrpersonen zum sozio-emotionalen Verhalten dieser Kinder im schulischen Kontext. Detailliertere Informationen zu den Ergebnissen sind den untenstehenden Dokumenten zu entnehmen.

Publikationen

  • Amft, S., Boveland, B., Hensler Häberlin, K. & Uehli Stauffer, B. (2013). Kann Psychomotoriktherapie zur Förderung sozio-emotionaler Kompetenzen beitragen? Praxis der Psychomotorik, 38(3), 134-139.
  • Amft, S., Boveland, B., Hensler, K. & Uehli Stauffer, B. (2012). Mitschwingen und Resonanz-bereitschaft. Eine Studie zu den theoretischen Konzeptionen und beruflichem Selbstverständnis von Psychomotoriktherapeutinnen. Motorik, 35 (110-117).
  • Amft, S.; Boveland, B.; Hensler Häberlin, K. & Uehli Stauffer B. (2012). Beitrag der Psychomotoriktherapie zur Förderung sozio-emotionaler Kompetenzen. Ergebnisse. Zürich: Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik. PDF
  • Amft, S.; Boveland, B.; Hensler Häberlin, K. & Uehli Stauffer B. (2011). Beitrag der Psychomotoriktherapie zur Förderung sozio-emotionaler Kompetenzen. Forschungsbericht. Zürich: Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik. PDF

Fakten

Laufzeit
08/2009-09/2011
Nr.
A.15

Projektleitung

Prof.  Amft

Kontakt

Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 81

wfd[at]hfh.ch wfd