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„COPE-D“ – Fokus Logopädie

Ausgangslage und Ziele

Cooperatives Programm Empowerment der Betroffenen bei beginnender Demenz:

Die Anzahl der zu erwartenden Demenzerkrankten steigt aufgrund der demografischen Entwicklung ständig. Im Jahr 2050 wird die Zahl der Menschen, die an einer Demenz leiden,auf etwa 3-5% der Gesamtbevölkerung (in der Schweiz ca. 250 000 - 500 000 Personen bei angenommenen 8,1 Mio. Einwohner). Geht man von einer anzunehmenden Dunkelziffer aus, erhöhen sich die Prävalenzzahlen um mindesten den Faktor 1,5.

Bei chronisch-progredienten Erkrankungen scheinen Therapieformen, die mit Impulsen und Intervallen statt Dauerindikation arbeiten und in einem Zusammenspiel von medikamentöser und nicht medikamentöser Therapie mit begleitender Beratung agieren, angezeigt. Die Sanitätsdirektorenkonferenz in der Schweiz hat klar formuliert, dass ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health, WHO) flächendeckend umgesetzt werden soll. Das Forschungsprojekt nimmt hierauf Bezug. Eine Rückschau auf die letzte fünf Jahre der Veröffentlichung im Fachgebiet Logopädie / Sprachheilpädagogik im deutschsprachigen Raum bestätigt, dass das Thema Demenz Eingang in die logopädisch-sprachtherapeutische Diskussion gefunden hat. Wir wissen relativ viel über die Symptomatik, bestehende Möglichkeiten einer Intervention stehen demgegenüber jedoch am Anfang. Am ehesten ist die Frage der Indikation geklärt, ein diagnostisches Inventar sowie Standards der Therapie gibt es nicht. Konsens scheint zu sein, dass eine Befundung und Behandlung sich auf die erste Phase konzentrieren sollte. In späteren Phasen der Erkrankung ist für die Beteiligten Schutz, Entlastung und Arbeit an der Einstellung gefragt. Hier setzte das Entwicklungsprojekt an: Ziele des Projektes waren:

  1. Erstellung eines ersten diagnostischen Inventars für Sprachabbau bei beginnender Demenz mit Indikationsklärung, Anamneseerhebung, Dialogbefragung und Dialogbeobachtung,
  2. Herstellung einer DVD für den Bereich Symptomatik, die die Ressourcen von Betroffenen und Möglichkeiten der Gesprächspartner aufzeigen und
  3. als logopädische Therapie ein Konzept zur biografisch orientierten Textarbeit anzubieten.

Diagnose-, Therapie- und Beratungsvorschläge bewegten sich dabei im Rahmen von ICF.

Ergebnisse

Folgende Ergebnisse wurden erreicht:

  • Ermittlung des State oft the Art zum Themenkreis Sprache und Demenz
  • Erstellung und Evaluation (Expertenbefragung) eines diagnostischen Inventars für Sprachabbau bei beginnender Demenz mit Indikationsklärung, Anamneseerhebung, Dialogbefragung und Dialogbeobachtung. Es ist als "Zürcher Demenz Diagnostik, ZDD" (4 sich ergänzende Tools) in Fachzeitschriften veröffentlicht und von der HfH-Homepage downzuloaden.
  • Erstellung eines Konzeptes einer logopädische Therapie, ein Konzept zur biografischorientierten Textarbeit. Das Konzept KODOP (Kommunizieren - Dokumentieren -Präsentieren) liegt vor. Es wurde extern evaluiert (kumulierte Einzelfälle) in Arnheim/Nijmegen.
  • Erstellung einer DVD als Parteinahme für die Betroffenen mit dem Fokus, dass Kommunikation auch mit demenzbetroffenen Menschen möglich ist (Validation) und Steuerungen eines gelingenden Gesprächs unter erschwerten Bedingungen lehr- und lernbar sind (Logopädie). Der Film wird vertrieben über die HfH.

Fakten

Laufzeit
08/2009-07/2010
Nr.
4_8

Projektleitung

Prof. Dr. habil.   Steiner

Dozent

Finanzielle Unterstützung

Kontakt

Zentrum Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 46

zfe[at]hfh.ch zfe