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FiB in der Bildungsregion Zentralschweiz

Ausgangslage und Ziele

Fachkundige individuelle Begleitung (FiB) wird in der Zentralschweiz seit 2007 im festen Angebot der zweijährigen Grundbildungen mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) durchgeführt. Die fachkundige Begleitung sieht dabei ein zweistufiges Verfahren vor: die schulische Begleitung und die individuelle Begleitung. Die schulische Begleitung wird durch die Berufsfachschule angeboten. Dabei entscheidet sich jede Schule selber, welche Begleitung sie anbieten, sei es ein voll- oder teilintegriertes oder arbeitsteiliges Modell. Ziel ist, die Jugendlichen bei ihrem erfolgreichen Abschluss der EBA-Ausbildung zu unterstützen und sie zu motivieren, allenfalls eine weitere EFZ-Ausbildung anzugehen.

Die schulische Begleitung wird an 14 Schulorten praktiziert, wobei 13 Schulen ein vollintegriertes Modell (Integration der SB in die Stundentafel des Schultags) praktizieren. Dieses sieht ein Teamteaching von ABU- und Fachkundelehrpersonen während 2 Wochenlektionen auf der Grundlage der „Lernwerkstatt" vor. Nur eine Schule arbeitet nach dem teilintegrierten Modell (Coaching durch Lehrpersonen ausserhalb der Schulzeit), wie es in vielen Kantonen ausserhalb der Zentralschweiz praktiziert wird.

Die individuelle Begleitung ist ein Angebot der FiB, welche nur auf Antrag der Jugendlichen initiiert wird. Sie wird von aussenstehenden Personen übernommen, die den oder die Jugendliche nach einem Massnahmenplan zusätzlich während der Ausbildung unterstützen und begleiten.

Fragestellung

Mit der Evaluation wurden verschiedene Elemente von FiB überprüft und Personengruppen, welche von FiB direkt betroffen sind, wurden einbezogen.

Methodisches Vorgehen

Die Evaluation war in drei Phasen aufgeteilt:

Phase 1: Überblick (Oktober 2011 - Februar 2012): Befragt wurden in Gruppengesprächen die kantonalen FiB-Leitenden, die SB-Verantwortlichen der Schulen und IB-Begleitende.

Phase 2: Vertiefung (Februar-September 2012): • Mit einer internetbasierte Befragung wurden Lehrpersonen an den Berufsfachschulen zu ihren Erfahrungen und zur Einschätzung der FiB-Begleitung befragt.

  • Eine Dossieranalyse von Lernenden aus sechs Klassen mit schulischer Begleitung ergänzte den Schlussbericht. Die Lehrpersonen der Schulischen Begleitung wurden zudem zu den Klassen und zum Unterricht befragt.
  • Weiter wurden die Dossiers von 30 Lernenden mit individueller Begleitunganalysiert und eine Auswahl von Lernenden (N=12), ihre Berufsbildenden, Eltern und ihren individuellen Begleitpersonen wurden interviewt. Die Zentralschweizer Variante der FiB wurde von der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) im Rahmen der Qualitätssicherung / Qualitätsoptimierung evaluiert.

Ergebnisse

Die Bildungsregion Zentralschweiz hat mit dem integrativen und präventiven Ansatz der (fast) flächendeckenden schulischen Begleitung ergänzt durch die individuelle Begleitung ein eigenständiges Modell geschaffen. Im Vergleich zu anderen Modellen, wie sie in der Schweiz praktiziert werden, weist dieses klare Vorteile auf. Das Angebot wird zudem von vielen Beteiligten und Befragten geschätzt. Es ist ein grosses Unterfangen, ein Angebot zu FiB über die Berufe und über die Kantonsgrenzen hin anzubieten. Daher sollten aus Sicht der Evaluation, falls ein einheitliches Angebot der FiB Zentralschweiz weiterhin gewünscht wird, koordinierende Organe (weiter)bestehen.

Publikationen

  • Häfeli, K., Hofmann, C. & Studer, M. (2012). Evaluation der fachkundigen individuellen Begleitung in der Bildungsregion Zentralschweiz. Schlussbericht. Zürich: Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik. PDF

Fakten

Laufzeit
08/2011-07/2012
Nr.
5_29

Projektleitung

Ehemaliger Leiter Forschung und Entwicklung

Projektteam

Finanzielle Unterstützung

Kontakt

Zentrum Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 46

zfe[at]hfh.ch zfe