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Forschungsstand zu verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern

Ausgangslage und Ziele

Literaturanalyse zum Forschungsstand im Bereich der integrativen und separativen schulischen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Verhaltensauffälligkeiten

Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich gab eine aktuelle Übersicht über den Forschungsstand zum Thema der separativen vs. integrativen Formen zur Schulung, Unterstützung und Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Verhaltensauffälligkeiten in Auftrag.

Fragestellung

Erstellt wurde eine systematische Literaturanalyse zur Frage, welche Schulungs-, Unterstützungs- und Fördermassnahmen für Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten in der Praxis eingesetzt werden. Dabei lag ein besonderer Fokus auf der Frage, wie sich separative und integrative Formen in Bezug auf ihre Auswirkungen vergleichen lassen.

Methodisches Vorgehen

Das Vorgehen gliederte sich wie folgt:

  • kriteriengeleitete Literatursuche in relevanten elektronischen Literaturverzeichnissen,
  • kriteriengestützte Auswahl derjenigen Titel, die für die Beantwortung der Fragestellungen geeignet sind,
  • Zusammenfassung in Form einer thematischen Synopse.

Die Beantwortung der Fragestellungen erfolgte auf der Basis der Interpretation der erstellten Synopse. Der analysierte Textkorpus umfasste 83 Fachbeiträge, von denen 43 ausgewertet werden konnten.

Ergebnisse

Es fanden sich kaum Längsschnittdaten und nur wenige grössere, vertrauenswürdige Studien. Es fand sich kein eigentlicher Vergleich separativer und integrativer Formen der Schulung und Unterstützung verhaltensauffälliger Schülerinnen und Schüler. Dennoch ergaben sich Hinweise auf Punkte, die im komplexen, multifaktoriellen Geschehen «Verhaltensauffälligkeit» Beachtung verdienen. So zeigte sich, dass Schulung und Unterstützung bei Verhaltensauffälligkeiten um so erfolgversprechender sind, je mehr sie schulhausintern, multimodal und multiprofessionell erfolgen können. Dabei erfordert die schulische Integration verhaltensauffälliger Schülerinnen und Schüler Hilfen für alle Beteiligten. Der Peerbezug scheint von zentraler Bedeutung für Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten zu sein. Lehrpersonen beklagen näherhin vor allem einen Mangel an Handlungswissen und an praktikablen, kooperativen Unterstützungsmöglichkeiten. Gelingende schulische Integration wird häufig als protektiver Faktor angesehen.

Publikationen

  • Liesen C. & Luder R. (2012). Forschungsstand zur integrativen und separativen schulischen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Verhaltensauffälligkeiten. Berufliche Rehabilitation, 26(1), 9–19. PDF
  • Liesen, Chr. & Luder, R. (2009). Literaturanalyse zum Forschungsstand im Bereich der integrativen und separativen schulischen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Verhaltensauffälligkeiten. Schlussbericht. Zürich: Volksschulamt des Kantons Zürich.

Fakten

Laufzeit
01/2009-12/2009
Nr.
2_4

Projektleitung

Projektteam

Kontakt

Zentrum Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 46

zfe[at]hfh.ch zfe

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