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Integration von Schülerinnen und Schülern mit Verhaltensstörungen

Ausgangslage und Ziele

Kindern und Jugendlichen, die in Schule und Unterricht durch anhaltende Verhaltensstörungen auffallen, werden sonderpädagogische Massnahmen zugewiesen. Heutzutage finden diese Massnahmen meist in integrativen Settings statt. Für Lehrpersonen sind diese Kinder häufig eine grosse Herausforderung, und nicht selten auch eine Belastung. Viele Lehrpersonen fragen sich,  wie sie den Unterricht gestalten können, damit diese Kinder und Jugendlichen lernen können, sozial integriert sind, und nicht den Unterricht und ein erfolgreiches Lernen der gesamten Klasse stören. Nach Meinung vieler Fachpersonen ist ein integrativer Unterricht durch Offenes Unterrichten und Individualisierung charakterisiert. Gleichwohl sind im Kontext von Verhaltensauffälligkeiten das Klassenmanagement und ein strukturierter Unterricht zentral. Lehrpersonen beklagen häufig einen Mangel an praktikablem Handlungswissen. In der vorliegenden Studie sollen Formen der Unterrichtsgestaltung gefunden werden, die für die Integration von Schülerinnen und Schülern mit Verhaltensstörungen bedeutsam sind.

Fragestellung

Im Zentrum der Studie „Integration von Schülerinnen und Schülern mit Verhaltensstörungen“ stehen methodisch-didaktische und interaktive Aspekte des Unterrichtsgeschehens. Folgende Fragestellungen sind forschungsleitend:

Wie wird der Unterricht methodisch-didaktisch und bezogen auf das Klassenmanagement gestaltet?

Welche Unterrichtsgestaltung fördert aufgabenbezogenes Verhalten und minimiert störendes Verhalten?

Methodisches Vorgehen

In die Studie wurden vierzig verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler aus zwanzig Klassen einbezogen. Der Unterricht und das Lernverhalten der Schüler/innen wurden jeweils während vier Lektionen mittels strukturierter Unterrichtsbeobachtung mit der Time-Sampling-Methode erfasst. Insgesamt wurden 695 Zeiteinheiten à fünf Minuten protokolliert.

Zusätzlich wurden schriftliche Befragungen mit den Schülerinnen, den Schülern und den Lehrpersonen durchgeführt. Eingesetzt wurden die gekürzte Version des „Fragebogens Freundschaften und Wohlfühlen in der Schule“ (FFWS), die deutsche Übersetzung des „Strength and Difficulties Questionnaire“ (SDQ) und der „Fragebogen zur Allgemeinentwicklung“ (FAE).

Ergebnisse

Die Ergebnisse legen nahe, dass sowohl methodisch-didaktische als auch auf das Klassenmanagement bezogene Elemente der Unterrichtsgestaltung von Bedeutung sind. Die detaillierten Ergebnisse werden demnächst publiziert.

Publikationen

  • Florin, M., Lütolf, A. & Wyder A. (2015). Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensstörungen erfolgreich in die Schule integrieren – Ein Forschungsprojekt an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich zu Gelingensbedingungen für die Integration von Schülerinnen und Schülern mit einer Verhaltensstörung. In Heilpädagogische Forschung, 1/2015.
  • Florin, M., Lütolf, A. & Wyder, A. (2013). Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensstörungen erfolgreich in die Schule integrieren. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik (SZH), 19 (6), 5-11.

Fakten

Laufzeit
08/2010-07/2014
Nr.
2_7
Im Zentrum stehen Aspekte der Unterrichtsgestaltung und des Klassenmanagements

Projektleitung

Kontakt

Zentrum Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 46

zfe[at]hfh.ch zfe