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Kooperations-Karten: KoKa Für die Zusammenarbeit von Lehrpersonen im integrativen Setting

Ausgangslage und Ziele

Die kantonalen sonderpädagogischen Konzepte, die einen bedeutenden Paradigmenwechsel bringen, werden in der Schweiz seit dem Jahr 2011 umgesetzt. Neu ist die integrative Schulung der separativen Schulung vorzuziehen. Dies hat Auswirkungen auf die gemeinsame Arbeit von Regelklassenlehrpersonen (RLP) und Lehrpersonen der schulischen Heilpädagogik (SHP).

Studien, welche auf die Gestaltung des aus der Arbeitspsychologie stammenden Konstrukts des Tätigkeitsspielraums in der Zusammenarbeit von Regelklassenlehrpersonen und Lehrpersonen der Schulischen Heilpädagogik in der integrativen Schulung fokussieren, existieren für den deutschsprachigen Raum nicht. Zudem fehlen differenzierte Beschreibungen der konkreten Inhalte der Zusammenarbeit und der Tätigkeiten der Lehrpersonen, und auch die Tätigkeiten innerhalb der gemeinsamen Tätigkeitspielräume wurden bisher noch nicht erfasst. Die Studie hatte zum Ziel die Tätigkeitsspielräume der SHP und RLP zu erfassen. Das Projekt fühlte sich dem Grundsatz verpflichtet, Daten in der Praxis zu erheben und der Praxis etwas zurückzugeben, indem es den Personen im Schulalltag ein taugliches Instrument für die Gestaltung der Zusammenarbeit zur Verfügung stellt.

Methodisches Vorgehen

Das Forschungsdesign sah drei Phasen vor:

  • Erhebung der Tätigkeitsspielräume: Gruppeninterview mit Dozierenden, Lehrpersonen und Lehrpersonen der Schulischen Heilpädagogik; Dokumentenanalyse von Konzepten und Vorgaben zur Zusammenarbeit aus Kantonen und Schulgemeinden
  • Erstellung eines Produktes für die Zusammenarbeit der Lehrpersonen im integrativen Setting, die Kooperationskarten KoKa
  • Test des Prototypen im Unterrichtsalltag mit 82 Personen, Evaluation des Prototypen und Überarbeitung des Produktes mit Erprobung im Schulalltag, qualitativer Befragung durch Masterstudierende und internetbasierter Befragung

Ergebnisse

Als Ergebnis entstanden die Kooperationskarten KoKa. Ihre Überarbeitung wurde nochmals aufgrund der Rückmeldungen von Lehrpersonen vorgenommen. Einige Stimmen aus der Befragung sollen verdeutlichen, wo die Stärken der KoKa liegen:

„Die KoKA sind einfach und interessant in der Handhabung. Es macht Spass, sogar den Klassenlehrpersonen. Man bespricht sehr persönliche Themen auf reiner Sachebene. Gute gemeinsame Erfahrung von Klassenlehrpersonen und Schulischer Heilpädagogik. Ernsthafte Themen werden in guter Atmosphäre besprochen.“

„Die KoKa sind gut geeignet, um pädagogische Diskussionen anzuregen und eigene Standpunkte deutlich zu machen. Auch zurückhaltende Personen werden einbezogen.“

Die Kooperationskarten sind seit Januar 2014 im HfH-Shop erhältlich.

Publikationen

  • Studer, M., Wolters, M. & Brenzikofer, E. (2014). KoKa Kooperations-Karten: Für die Zusammenarbeit von Lehrpersonen im integrativen Setting. Schlussbericht. Zürich: Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik. PDF
  • Brenzikofer-Albertin, E., Wolters Kohler, M. & Studer, M. (2014). Kooperations-Karten für die Zusammenarbeit von Lehrkräften. In Peters, S. Widmer-Rockstroh (Hg.) Gemeinsam unterwegs zur inklusiven Schule (S. 208-217). Frankfurt a.M.: Grundschulverband.
  • Brenzikofer, E., Studer, M. & Wolters, M. (2014). KOoperations-KArten: Ein Orientierungsnetz für die Zusammenarbeit von Lehrpersonen in integrativen Settings. In KSH (Konferenz der schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen SG/AI) (Hrsg.), Mitteilungsblatt, Nr. 32, 7-10.
  • Brenzikofer, E., Studer, M. & Wolters, M. (2014). KOoperations-KArten: Ein Orientierungsnetz für die Zusammenarbeit von Lehrpersonen in integrativen Settings. In KSH (Konferenz der schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen SG/AI) (Hrsg.), Mitteilungsblatt, 32, 7-10. PDF
  • Brenzikofer Albertin, E., Wolters Kohler, M. & Studer M. (2012). Tätigkeitsspielräume in der integrativen Zusammenarbeit. SZH, 9, 31-34. PDF

Fakten

Laufzeit
08/2011-07/2014
Nr.
5_32

Projektteam