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Kostenvergleich sonderpädagogischer Angebote

Ausgangslage und Ziele

Der Beitrag, den das Parlament im Rahmen des konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplanes (KEF) im Kanton Zürich für die Finanzierung der Volksschule zur Verfügung stellt, könnte aufgrund verschiedener Umstände in der Zukunft sinken. Dies würde bedeuten, dass auch im Sektor Sonderschulung gespart werden muss. Das Ziel des Auftrages war es, die Kosten sonderpädagogischer Angebote so miteinander zu vergleichen, dass sie für ein Hearing mit den Sonderpädagogikverantwortlichen verschiedener Kantone zur Verfügung stehen. Es sollten nicht die Zahlen für sich sprechen, sondern die Expertinnen und Experten das für sie aufbereitete Zahlenmaterial diskutieren, kritisieren und bewerten.

Methodisches Vorgehen

Neben dem Kanton Zürich beteiligten sich vier weitere Kantone am Angebotsvergleich. Für insgesamt 58 Tagessonderschulen wurden als Datengrundlage solche Einflussgrössen erhoben, von denen die Sonderpädagogikverantwortlichen der Kantone es für möglich hielten, dass sie direkt oder indirekt kostenwirksam sind. Die wichtigsten dieser Grössen waren die Betreuungszeit, der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit einem hohen oder sehr hohen individuellen Bedarf, die Personalzusammensetzung einschliesslich der Quote ausgebildeten Personals, die Lohnkosten und der Betreuungsschlüssel. Interkantonale Lohnunterschiede wurden bereinigt. Die Daten wurden an einem Hearing diskutiert und die Ergebnisse festgehalten.

Ergebnisse

Es zeigten sich nennenswerte Kostenunterschiede, die eine nähere Prüfung rechtfertigten. Die Unterschiede bestanden sowohl zwischen den verschiedenen Arten von Tagessonderschulen – für Geistige Behinderung (GB), Lernen und Verhalten (LV) und Sprachheilschulung (SP) – als auch zwischen den verschiedenen Kantonen. In der näheren Prüfung erwiesen sich vor allem der Betreuungsschlüssel, die Betreuungszeit und die Quote ausgebildeten Personals als kostenwirksam. Je nach Tagessonderschultyp ist der Einfluss dieser Grössen allerdings nicht gleichförmig: Beispielsweise spielt die Betreuungszeit vor allem an den GB-Schulen eine erkennbare Rolle. Die anderen untersuchten Einflussgrössen hatten keinen erkennbaren Einfluss.

Schlussfolgerungen

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Das Hearing ergab zwei zentrale Schlussfolgerungen:

  1. Die Tagessonderschulen im Kanton Zürich erscheinen auch dann, wenn kantonale Lohnunterschiede bereinigt werden, tendenziell teurer und sie haben eine höhere Streubreite an Personal und Personalkosten als in den anderen Kantonen. Die Schulen der anderen Kantone erbringen keine geringerwertigen Leistungen. Ein moderater Kostenabbau an bestimmten Stellen scheint daher möglich zu sein.
  2. In den vorliegenden Auftrag wurden keine Qualitätsmerkmale der Schulen einbezogen. Ein konkreter Sparentscheid kann allerdings nicht ohne Qualitätsinformationen erfolgen.

Publikationen

  • Liesen, C. (2016) Kostenvergleich sonderpädagogischer Angebote. In S. Hüttche & M.T. Wicki (Hrsg.), Forschung für die Praxis. 15 Jahre Forschung und Entwicklung 2001-2016 (S. 34-35). Zürich: Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik.
  • Liesen, Chr. (2015), Kostenvergleich sonderpädagogischer Angebote. Bericht. Zürich: Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich: PDF Der Bericht ist ebenfalls verfügbar beim Volksschulamt – Sonderschulung.    
  • Kurzinformation zum Projekt: PDF

Fakten

Laufzeit
06/2013-12/2015
Nr.
5_34

Projektleitung

Projektteam

Kontakt

Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 81

zfe[at]hfh.ch zfe

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