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Longitudinalstudie ZEPPELIN - Förderung ab Geburt (Follow-up 5-9)

Ausgangslage und Ziele

Die lernsensible Zeit in den ersten Lebensjahren eines Kindes wird als Bildungsort in sehr unterschiedlichem Ausmasse genutzt. Eine Folge davon ist die ungleiche Verteilung von Bildungschancen. Verschiedene Studien aus den USA zeigen, dass frühe Förderung in den Familien einen Beitrag zur Verbesserung der Bildungschancen leisten kann. Vor diesem Hintergrund wurde an verschiedenen Projektstandorten im Kanton Zürich das in den USA entwickelte Frühförderprogramm „PAT – Mit Eltern Lernen“ (PAT) implementiert. Ziel des Projekts ZEPPELIN ist es, die längerfristige Wirksamkeit von PAT in psychosozial belasteten Familien zu untersuchen.

Methodisches Vorgehen

In einer randomisiert kontrollierten Versuchsanordnung (RCT) wurde die Interventionsgruppe (IG), bestehend aus 132 Familien, mit der Kontrollgruppe (KG), bestehend aus 116 Familien, verglichen. Dabei wurde bei der IG das Förderprogramm PAT bei Hausbesuchen und Gruppentreffen angewendet. Der Kontrollgruppe standen die üblichen Unterstützungsangebote für kleine Kinder in der Wohngemeinde zu Verfügung. Nach der Baseline-Datenerfassung im dritten Lebensmonat wurden in jährlichen Messzeitpunkten (12., 24. und 36. Lebensmonat) Merkmale der Eltern, der Kinder und der Eltern-Kind-Interaktionen sowie soziale Stress- und Schutzfaktoren erfasst. Die experimentell und longitudinal angelegte Studie wird nun planmässig im Kindergarten und in den ersten drei Primarschulklassen weitergeführt.

Ergebnisse

Die Forschungsphase ZEPPELIN 0-3 konnte im Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen werden und positive Effekte der frühen Förderung nachweisen. Für den Stand der Forschungsergebnisse in aller Kürze siehe www.zeppelin-hfh.ch („Aktuelles“).

Mit einer zweiten, gegenwärtigen Forschungsphase (ZEPPELIN 5-9), werden zwei Ziele verfolgt: Zum einen wird die längerfristige Wirksamkeit früher Förderung untersucht. Zum anderen untersuchen wir die Frage, ob sich die Effekte früher Förderung durch eine zusätzliche familienbezogene Intervention im Kindergartenalter aufrechterhalten bzw. verstärken lassen.

Das Projekt ZEPPELIN eröffnet Zugang zu Eltern mit hohen psychosozialen Belastungen, mehrheitlich mit Migrationshintergrund. Mit ihrer interdisziplinären Ausrichtung und Methodologie (Datenerhebungen in Kooperation mit den UZH-Instituten Psychologie, Entwicklungspädiatrie, Zahnmedizin, Ökonomie) ist diese experimentell angelegte Longitudinalstudie mit Messzeitpunkten von der Geburt bis ins junge Erwachsenenalter und geringem Stichprobenschwund - europaweit einzigartig.

ZEPPELIN erlaubt die Bearbeitung international proklamierter Forschungsdesiderata im Bereich der frühen Bildung. Stichprobe, Design und interdisziplinäre Methodologie führen zu einem reichhaltigen und einzigartigen Datenfundus in der Schweiz, der im Sinne der SNF Open-Access Policy via FORS öffentlich zugänglich gemacht wird.

ZEPPELIN 5-9 wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) als Forschungsinfrastruktur finanziert.

Forschungsphasen

 

Bisherige Forschungsphasen:

  • Machbarkeitsstudie „ZEPPELIN/M“ (2009-2011)
  • Hauptstudie „ZEPPELIN 0-3“ (SNF 2011-2014-2016)

Aktuelle Forschungsphase:

  • „ZEPPELIN 5-9“ (Transition Primarschule, 2017-2020)

In Planung:

  • „ZEPPELIN 12-13“ (Transition Sek. I, 2023-2025)
  • „ZEPPELIN 15-16“ (Transition Sek. II, 2026-2028)
  • „ZEPPELIN 20“ (Tertiärstufe, 2031-2032).

Forschungsbeirat

 

  • Prof. Dr. Ute Ziegenhain, Universitätsklinikum Ulm
  • Prof. Dr. Margrit Stamm, Universität Fribourg
  • Dr. Heidi Simoni, Marie-Meierhofer-Instituts für das Kind Zürich
  • Prof. Dr. Ulrich Trautwein, Universität Tübingen
  • PD Dr. med. Oskar Jenni, Kinderspital Zürich, Entwicklungspädiatrie

 

Publikationen sowie weitere Informationen: www.zeppelin-hfh.ch.

Kontakt

Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 81

zfe[at]hfh.ch zfe