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Massnahmen zur individuellen Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler

Ausgangslage und Ziele

Die Kantone Basel–Stadt und Basel–Landschaft streben eine Harmonisierung ihrer Schulsysteme an: Unter anderem soll eine bessere Durchlässigkeit und Flexibilisierung der Schullaufbahn erreicht werden. Dies betrifft auch leistungsstarke und leistungsmotivierte Schülerinnen und Schüler:

  • Die horizontale Durchlässigkeit ist so vorgesehen, dass Schülerinnen und Schüler im ersten und zweiten Sekundarschuljahr jedes Semester den Leistungszug wechseln können, sofern sie in allen Pflicht– und Wahlpflichtfächern einen Notendurchschnitt von mindestens 5,25 erreichen. Sie haben dann einen Anspruch auf individuelle Förderung.
  • Die vertikale Durchlässigkeit betrifft nur Schülerinnen und Schüler der dritten Sekundarschulklasse. Sofern sie den A– oder E–Zug besuchen und einen Notendurchschnitt in allen Pflicht– und Wahlpflichtfächern von mindestens 5,25 haben, erhalten sie eine Intensivförderung, wenn sie im selben Leistungszug verbleiben – dies soll sicherstellen, dass sie auch aus einem A– oder E–Zug heraus eine anspruchsvolle Anschlusslösung wählen können wie den Übertritt ins Gymnasium. Wollen sie den Leistungszug wechseln (horizontal), so ist dies ebenfalls möglich, allerdings besteht dann kein Anspruch auf individuelle Förderung.

Durchlässigkeit und Flexibilisierung sollen für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler also so umgesetzt werden, dass sich wenn möglich ihre Schullaufbahn verkürzt, Stufen– oder Klassensprünge nachhaltig gelingen und Rückschläge vermieden werden.

Fragestellung

Das Erziehungsdepartement Basel-Stadt möchte wissen, wie in der Schweiz und international Modelle zur Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler auf der Primar- und Sekundarstufe aussehen, die eine Stufe überspringen: horizontal, vertikal oder die Klasse. Derzeit ist offen, wie dies in der Basler Schulpraxis konkret ausgestaltet wird. Ziel des Auftrages ist es mithin, einen Beitrag zur Konkretisierung der individuellen Förderung zu leisten, auf die die leistungsstarken Schülerinnen und Schüler neu einen definierten Anspruch haben.

Methodisches Vorgehen

Die Studie geht im Rahmen einer Literaturanalyse und einer Kantonsbefragung konkret der Frage nach, was bezüglich des Überspringens leistungsstarker Schülerinnen und Schüler bekannt ist bezüglich

  • der Rolle der Lehrpersonen
  • Formen der Förderung und Unterstützung (Planung, Methoden, Lektionen, Materialien u.a.m.)
  • der Gestaltung des Übergangs auf die neue Stufe / Klasse
  • positiven und negativen Effekten durch das Überspringen.

Für die Literaturanalyse wurden fünf elektronische Datenbanken abgefragt und 97 Beiträge identifiziert, die sich zu diesen Themen äussern. 44 von ihnen konnten für die Studie ausgewertet werden, 36 erwiesen sich als nicht relevant, die verbleibenden 17 konnten während der Laufzeit nicht beschafft werden. Für die Kantonsbefragung wurden die Fach- und Kontaktpersonen aus 18 Kantonen der gesamten Schweiz zu ihren kantonalen Regelungen, Vorgehensweisen und Erfahrungswerten um Auskunft gebeten. Die Ergebnisse wurden bewertet und verdichtet und wichtige Empfehlungen und Hinweise im Hinblick auf die Situation in Basel-Stadt festgehalten.

Ergebnisse

Der Schlussbericht und die Ergebnisse stehen noch nicht zur Veröffentlichung zur Verfügung. 

Fakten

Laufzeit
12/2012-07/2013
Nr.
D.27

Projektleitung

Prof. Dr.  Liesen

Schwerpunktleiter Forschung und Entwicklung

Kontakt

Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 81

wfd[at]hfh.ch wfd