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Media Use of youth in special schools (MUSE)

Ausgangslage und Ziele

Medien bestimmen den Alltag von Kindern und Jugendlichen rund um die Uhr. Obwohl das Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen mittlerweile regelmässig erfasst wird (in der Schweiz vor allem durch JAMES), wurden bisher Kinder und Jugendliche aus Heim- und Sonderschulen nicht mit einbezogen. Dieses Informationsdefizit behob MUSE und erbrachte zum ersten Mal grundlegende Daten über die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen in Sonderschulen.

Fragestellung

Zentrale Fragestellung war, welche Medien wie häufig und auf welche Art Kinder aus Sonderschulen nutzen und ob sie sich darin von Kindern in Regelschulen unterscheiden. 351 Kinder in 48 Schulen in 17 Kantonen zwischen 12 und 19 Jahren in der ganzen Schweiz nahmen teil. 67.1% waren Jungen, 69.8% hatten die Schweizer Staatsbürgerschaft. Die Studie erfolgte in den Monaten März 2018 bis März 2019.

Ergebnisse

Weitgehend vergleichbar mit Jugendlichen aus Regelschulen:

  1. Jugendliche aus Sonderschulen sind voll digital unterwegs: die Abdeckung mit Handys ist sehr hoch, 82% haben ein eigenes Handy, 14% haben eines daheim zur Verfügung, bei 4% ist keines vorhanden.
  2. Was die Lieblingsmedien betrifft, haben Jugendliche aus Sonderschulen die gleichen Vorlieben, z.B. Fast and Furious, Harry Potter, YouTube, Instagram, Grand Theft Auto V
  3. Jeder fünfte Jugendliche erfährt Cybermobbing, 15% erleben Cybergrooming, hinsichtlich Sexting verschicken 10% erotische Fotos, 26% erhalten solche Fotos.

Grössere Unterschiede zu Jugendlichen aus Regelschulen:

  1. Mit 22.9% ist der Anteil von Jugendlichen aus Sonderschulen mit einer problematischen Abhängigkeit vom Internet im internationalen Vergleich übermässig gross.
  2. 75% nutzen überhaupt keine Social Media, wenn konkret nach diesen gefragt wird.
  3. 34.8% aktualisieren die Privatsphäre Einstellungen regelmässig, 23.3% aktualisieren sie nicht regelmässig, 41.9% haben sie überhaupt nicht aktiviert, 48.4% machen sich Sorgen, dass unbekannte Dritte Daten über sie einsehen können.

MUSE hat gezeigt, dass Jugendliche in Sonderschulen in ihrem Medienverhalten sowohl besonders unterstützt werden müssen als auch besonders zu schützen sind, damit jene von voller digitaler wie auch sozialer Teilhabe profitieren und mitmachen können, wozu ihre gleichen Vorlieben beitragen.

Sie finden den Schlussbericht des Projekts hier: Schlussbericht (PDF, 1.76 MB)

Kontakt

Zentrum Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 46

zfe[at]hfh.ch zfe

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