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Media Use of youth in special schools (MUSE)

Ausgangslage und Ziele

Medien bestimmen stark den Alltag von Kindern und Jugendlichen. Ein grosser Teil ihrer «sozialen» Beziehungen erfolgt durch Medien. In der Schweiz wird das Medienverhalten von 12-19-jährigen Kindern und Jugendlichen seit 2010 durch die JAMES-Studie (JAMES steht für Jugend, Aktivitäten, Medien – Erhebung Schweiz) erfasst. Diese bezieht allerdings Kinder und Jugendliche aus Heim- und Sonderschulen nicht mit ein. Es besteht ein generelles Defizit an Prävalenzstudien über den Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf. Die wenigen Studien, die international vorliegen, legen ein deutlich anderes Medienverhalten von Jugendlichen mit Förderbedarf nahe. Dieses Informationsdefizit will MUSE beheben und liefert erstmals Daten zum Mediengebrauch von Schweizerischen Jugendlichen mit Förderbedarf.

Fragestellung

Das vorliegende Projekt orientiert sich am Studiendesign von JAMES und kooperiert mit deren Projektteam. Es wird ein spezielles Sample von Heim- und Sonderschulen untersucht. Die Einrichtungen werden aus den 433 Sonderschulen in der Schweiz ausgewählt. In einem ersten Schritt werden aus drei landesteiltypischen Clustern Sonderschulen per Zufall selektiert, bis die erforderlichen Gruppengrössen erreicht sind. Angepeilt ist für den heilpädagogischen Bereich rund ein Fünftel der Stichprobe von JAMES: 220 bis 240 Jugendliche, davon je 90 bis 100 Jugendliche in der Deutschschweiz und Romandie und 40 Personen aus der italienischen Schweiz. Es wird eine breite Abdeckung bezogen auf die Behinderungskategorien angestrebt, um allgemeine Aussagen treffen zu können für Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Folgende Behinderungskategorien werden verwendet: Autismus, lautsprache- und textorientierte Hörbehinderung, Körperbehinderung, Lernbehinderung, Verhaltensauffälligkeiten sowie Sprachentwicklungsstörungen. Das Forschungsdesign hält sich mit den eingesetzten Fragebögen und den Auswertungsmethoden an die Vorgaben von JAMES, soweit es die Behinderung zulässt.

Ergebnisse

MUSE gibt Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen oder Förderbedarf mehr Aufmerksamkeit auf nationaler Ebene, idealerweise mit einem der JAMES-Studie ähnlichen Medienecho. Dieses innovative Projekt trägt zur Erforschung des Zusammenhanges von Medien und Behinderung bei. Festgestellte Defizite zeigen Ansatzpunkte für gezielte Interventionen zur Verbesserung der Medienkompetenz, welche zur Verbesserung gesellschaftlicher Teilhabe beiträgt. Aufbauend auf den Ergebnissen werden Grundlagen geschaffen, um pädagogische Programme für die Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf zu entwickeln.

Fakten

Laufzeit
11/2017-03/2019
Nr.
5_54

Projektleitung

Dr. phil.  Hättich

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Finanzielle Unterstützung

Kontakt

Zentrum Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 46

zfe[at]hfh.ch zfe