Detail Page

Skipnavigation

Forschung Aktuelle Seite Projekte

Inhalt

Hier beginnt der Seiteninhalt:

Profil und Unterstützungsbedarf von Mitarbeitenden in der Intensivbetreuung

Ausgangslage und Ziele

Mitarbeitende in der Intensivbetreuung – Intensivbetreuungen sind spezialisierte Wohneinrichtungen - von Menschen mit Beeinträchtigungen und herausfordernden Verhaltensweisen sind vielfachen Belastungen ausgesetzt. Stress- und Belastungsmomente können dazu führen, dass die Qualität der Betreuung sinkt und die Klientinnen und Klienten darunter leiden. Nur kompetente, motivierte, zufriedene und gesunde Mitarbeitende können gewährleisten, dass für die Klientinnen und Klienten mit herausfordernden Verhaltensweisen und kognitiven Beeinträchtigungen ein adäquater Lebensraum gestaltet und strukturiert wird, in dem Bildung und Weiterentwicklung stattfinden können und in dem sich Lebensqualität entfalten kann.  

Im Forschungsprojekt werden folgende Ziele verfolgt:

  • Die Entwicklung eines Profils für Mitarbeitende in der Intensivbetreuung, welches als Grundlage für optimierte Rekrutierungsverfahren, Einarbeitungs- und Beurteilungsabläufe sowie Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten (auch auf Tertiärstufe) dient.
  • Die Entwicklung eines Konzepts zum Unterstützungsbedarf von Mitarbeitenden in der Intensivbetreuung, damit eine qualitativ hochstehende Arbeit längerfristig zugunsten der Klientel verrichtet und die Arbeitszufriedenheit sowie der Gesundheitszustand der Mitarbeitenden sichergestellt werden kann.

Fragestellung

Forschungsleitend sind folgende Fragestellungen

  • Welche Chancen und Schwierigkeiten nehmen die Mitarbeitenden in ihrem Berufsalltag wahr?
  • Unter welchen Bedingungen gelingt eine pädagogische Beziehung, selbst wenn die Klientel herausfordernde Verhaltensweisen zeigen?
  • Wie gehen die Mitarbeitenden mit belastenden Situationen um und was benötigen sie, um langfristig gesund und motiviert in der Intensivbetreuung zu arbeiten?
  • Mit welchen Erwartungen werden die Mitarbeitenden konfrontiert und welche effektiven Unterstützungsleistungen können sie in Anspruch nehmen?
  • Mit welchen institutionellen Rahmenbedingungen werden die Mitarbeitenden und die Klientinnen und Klienten konfrontiert und wie wirkt sich dies auf die Qualität der agogischen Arbeit aus?

Methodisches Vorgehen

Für das Forschungsprojekt wird ein qualitativ-quantitatives Forschungsdesign gewählt. Das Projekt umfasst vier Phasen, in denen unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte und methodische Ansätze im Fokus stehen.  

  1. Phase: Quantitative Erhebung mittels Onlinebefragung von Mitarbeitenden und Leitungspersonen in der Intensivbetreuung.
  2. Phase: Auswertung der quantitativen Erhebung Die Perspektive der Mitarbeitenden und diejenige der Leitungspersonen werden separat ausgewertet. Die Gegenüberstellung liefert erste Erkenntnisse für ein provisorisches Konzept zum Profil und Unterstützungsbedarf von Mitarbeitenden in der Intensivbetreuung.
  3. Phase: Qualitative Validierung Um die Forschung-Praxis-Relation zu optimieren, wird das provisorische Konzept in qualitativen Interviews mit Mitarbeitenden und Leitungspersonen validiert. Auch die Perspektive der Klientinnen und Klienten, welche die Dienstleistungen der Mitarbeitenden in Anspruch nehmen, wird berücksichtigt. Dazu werden Interviews mit Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen geführt.
  4. Phase: Ergebnissicherung Die Erkenntnisse werden für das finale Konzept adaptiert.

Ergebnisse

Erste Ergebnisse werden im Herbst 2017 erwartet.

Publikationen

  • Calabrese, S. (2017) Herausfordernde Verhaltensweisen - Herausfordernde Situationen: Ein Perspektivenwechsel. Klinkhardt, Bad Heilbrunn

Fakten

Laufzeit
11/2016-10/2017
Nr.
3_16

Projektleitung

Projektteam

Kontakt

Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 81

zfe[at]hfh.ch zfe