Detail Page

Skipnavigation

Forschung Aktuelle Seite Projekte

Inhalt

Hier beginnt der Seiteninhalt:

Schulische Integration und der Beitrag der Logopädie

Ausgangslage und Ziele

Die Einführung integrativer Schulungsformen ist bereits in mehreren Kantonen gesetzlich verankert, und die Schulen der einzelnen Gemeinden stehen nun vor der Aufgabe, entsprechende Vorgaben umzusetzen. Eine wichtige Leitidee der integrativen Schulung ist, dass unterstützende Angebote für die Kinder möglichst unterrichtsnah stattfinden. Für die Logopädie stellt sich die Frage, wie Therapie und Unterricht gewinnbringend aufeinander bezogen werden können und welche Anpassungen des bisherigen logopädischen Angebots notwendig werden, um einen Beitrag zur schulischen Integration zu leisten. Von Seiten der Ausbildungsinstitutionen werden diesbezüglich vermehrt fachliche Stellungnahmen und Empfehlungen für die Umsetzung erwartet.

Fragestellung

Durch die Einführung integrativer Schulungsformen stellt sich für die Logopädie die Frage, welche Anpassungen des bisherigen logopädischen Angebots notwendig werden, um effektive fachliche Interventionen mit dem Ziel möglichst weitgehender Integration anzubieten. Das vorliegende Projekt beschäftigte sich mit dem logopädischen Angebot an integrativen Schulen.Folgende Fragestellungen waren dabei handlungsleitend:

  • Wie müssen logopädische Massnahmen in der Regelschule gestaltet sein, um einen Beitrag zum Gelingen der schulischen Integration zu leisten?
  • Welche inhaltlichen und strukturellen Anpassungen des logopädischen Angebotes sind dabei aus fachlicher Sicht in Betracht zu ziehen?
  • Wie sehen Beispiele für «good practice» in Bezug auf integrative logopädische Angebote in der deutschen Schweiz aus? Ziel des Projektes war die Erstellung einer Handreichung mit fachlichen Empfehlungen für Schulleitungen, Mitglieder von Schulbehörden, Logopädinnen und Logopäden und weitere Fachpersonen.

Methodisches Vorgehen

Internationale Fachpublikationen wurden hinsichtlich bestehender Ansätze und Studien zu integrativen logopädischen Angebotsformen ausgewertet. Nach einer vergleichenden Analyse mit der Situation in der Deutschschweiz wurden richtungweisende Anhaltspunkte erarbeitet und schliesslich die Handreichung verfasst. Die integrative und kooperative Ausrichtung des gesamten Angebotes stand dabei im Vordergrund. Im Sinne von ‚good practice' wurden Beispiele als Leitmodelle für die Praxis ausgewählt und dargestellt. Hierzu wurde eine Expertenbefragung mit sieben Logopädinnen mittels halbstandardisiertem Leitfadeninterview durchgeführt.

Ergebnisse

Die Leitmodelle zeigen, dass in der Schweiz bereits gute, ausbaubare Ansätze für die integrative Arbeit in der Logopädie zu finden sind.

Publikationen

Fakten

Laufzeit
08/2009-07/2010
Nr.
4_9

Projektleitung

lic. phil.  Kempe Preti

Co-Leiterin Bachelorstudiengang Logopädie