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Standortbestimmung 2jähriger beruflicher Grundbildung (EBA)

Ausgangslage und Ziele

Anlässlich der Revision des nationalen Berufsbildungsgesetzes (BBG) 1978 wurde die Anlehre eingeführt. Diese wurde mit dem neuen Berufsbildungsgesetz vom 13. Dezember 2002 durch die zweijährige berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) abgelöst. Die Einführung der zweijährigen beruflichen Grundbildung bedeutet einen Paradigmenwechsel: Weg von der flexiblen, stark an den Möglichkeiten des Individuums orientierten ein bis zweijährigen Anlehre, die ohne standardisiertes Verfahren abgeschlossen wurde, hin zu einer zweijährigen standardisierten Grundbildung mit eidgenössisch anerkanntem Attest-Abschluss. Die ersten Verordnungen der zweijährigen beruflichen Grundbildung traten auf den 1. Januar 2005 in Kraft, mittlerweile sind Verordnungen in 20 Berufen umgesetzt, weitere 14 Umsetzungen sind bis 2011 geplant. Bis 2008 wurden in acht Berufen erste Qualifikationsverfahren durchgeführt. Auch die in einigen Berufen schon länger bestehenden ein- und zweijährigen Lehren werden durch die zweijährigen beruflichen Grundbildungen abgelöst.

Fragestellung

Die in Kooperation mit dem Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) im Auftrag des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) durchgeführte Standortbestimmung soll Fragestellungen für eine vom BBT geplante Gesamtevaluation der zweijährigen beruflichen Grundbildung identifizieren. Dazu wurden bisher vorliegende Dokumentationen und Forschungsergebnisse zur Anlehre und zur zweijährigen Grundbildung gesammelt und analysiert. Weiter wurde im Rahmen einer Expertenbefragung durch ausgewählte Fachleute der Verbundpartnerschaft (Bund, Kantone, Organisationen der Arbeitswelt) aller Sprachregionen eine Analyse der bisherigen Entwicklungen vorgenommen. Daraus wurden relevante Themen und Fragestellungen für eine zukünftige Gesamtevaluation der zweijährigen Grundbildung identifiziert.

Methodisches Vorgehen

Die Standortbestimmung erfolgte in drei Schritten und bestand aus folgenden Elementen:

  • Erstellen einer Liste der bestehenden Dokumentationen, Quellen und der verfügbaren statistischen Informationen über die zweijährigen Grundbildungen mit eidgenössischem Berufsattest und über die Anlehren.
  • Durchführen von leitfadengestützten halbstandardisierten Interviews mit ausgewählten Expertinnen und Experten der Verbundpartnerschaft: Die Befragten äusserten sich zu ihren Erfahrungen, Haltungen und Meinungen und machten Aussagen zu Kernzielen einer zu planenden Evaluation. Die sechzehn Interviews wurden zusammenfassend protokolliert. Das Kurzprotokoll diente als Grundlage für eine Meta-Analyse mit dem Ziel der Synthetisierung von relevanten Fragestellungen, an denen sich eine Gesamtevaluation der zweijährigen Grundbildung orientieren sollte. Die Auswertung erfolgte nach der Methode der gegenstandsbezogenen Theoriebildung.
  • Erstellen einer Synthese der Haupterkenntnisse über die zweijährigen Grundbildungen mit EBA aus der Liste der bestehenden Dokumente und einer Synthese der Hauptaussagen der befragten Expertinnen und Experten.

Ergebnisse

Durch die Untersuchung wurden Probleme und Fragen identifiziert, die im Rahmen einer Gesamtevaluation der zweijährigen Grundbildung untersucht werden sollten.

Fakten

Laufzeit
08/2008-07/2009
Nr.
5_15

Projektleitung

Kontakt

Zentrum Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 46

zfe[at]hfh.ch zfe