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Umgang von Schulen mit sozial beeinträchtigten Schülern und Schülerinnen

Ausgangslage und Ziele

Die Mittel für die verstärkten Massnahmen (VM) werden im Kanton Aargau aktuell unter veränderten Voraussetzungen zugeteilt. Damit soll das Wachstum der VM gebremst werden. Gesamtkantonal stehen nur wenig mehr Mittel zur Verfügung als bisher. Verschiedene Schulen müssen mit beschränkteren heilpädagogisch-therapeutischen Ressourcen die pädagogischen Herausforderungen bewältigen, welche Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten und Lernschwierigkeiten im Schulalltag stellen. Beim Einsatz der verfügbaren Ressourcen unterscheiden sich die einzelnen Schulen sowohl in quantitativer als qualitativer teilweise deutlich.

Fragestellung

Das Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau (BKS) möchte die Schulen darin unterstützen, die verfügbaren Ressourcen möglichst hilfreich und unterstützend zu nutzen und interessiert sich deshalb für die Gründe dieser Unterschiede. Aus diesem Grund wurden die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik und die Pädagogische Hochschule Zürich mit einem Forschungsprojekt beauftragt, das folgenden Fragen nachgeht:

  • Welche Interventionsstrategien und Anreizsysteme bestehen in den Schulen zum Umgang mit sozial beeinträchtigten Schülerinnen und Schülern?
  • Wie wirken sich die gewählten Schulmodelle, die Strukturen integrativer Förderung in den Schulen sowie die Praxis der Umsetzung integrativer Förderung auf die Tragfähigkeit für sozial beeinträchtigte Schülerinnen und Schüler aus?
  • Welche Rolle spielen dabei die Schulkultur und die einzelnen beteiligten Gruppen von Akteuren und Akteurinnen?

Methodisches Vorgehen

Auf der Basis von bildungsstatistischen Daten wurden acht Schulträger ausgewählt, zwischen denen deutliche Unterschiede bestehen in Bezug auf Grösse der Schülerpopulation und VM-Volumen. Von den ausgewählten Schulträgern wird ein Online-Fragebogen an alle Mitglieder der ausgewählten Schulteams verschickt. In einem Teil der ausgewählten Schulträger werden je zwei Gruppeninterviews (Schulleitung, Klassenlehrperson, Schulische/r Heilpädagoge/in) durchgeführt. Thema dieser Gruppeninterviews sind die Reflexions- und Kooperationsprozesse, wie sie der Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern voraussetzt.

Ergebnisse

Die gelingende Praxis einzelner ausgewählter Schulen beim Umgang mit verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern wird beschrieben und in Bezug auf ihre je unterschiedlichen Voraussetzungen reflektiert. Aus den Erkenntnissen sollen Konsequenzen gezogen werden bzgl. kantonaler Ressourcierung und Umbau des bestehenden Unterstützungsangebots.

Publikationen

Barth, D. (2018). «Ein Fall der alles in Bewegung gesetzt hat». Die Grenzen der Tragfähigkeit einer Schule. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 24(5-6), 19-25.

Fakten

Laufzeit
12/2017-04/2019
Nr.
5_55

Projektleitung

Dr. phil.  Barth

Dozent

Projektteam

Kontakt

Zentrum Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 46

zfe[at]hfh.ch zfe