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Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Anke Sodogé

Wie wirkt sich die Sprachenvielfalt im Unterricht und in der Sprachtherapie aus? Dieser Frage ging Prof. Dr. Anke Sodogé in ihrer Antrittsvorlesung «Lust auf Sprache» nach und beleuchtete dabei Chancen und Risiken. Rektorin Prof. Dr. Barbara Fäh eröffnete die Vorlesung der Leiterin des Instituts für Sprache und Kommunikation unter erschwerten Bedingungen mit einem Grusswort.

Um in das Thema einzuführen, näherte sich Anke Sodogé dem Begriff Sprache aus interdisziplinärer Perspektive an und betonte die weltweite Sprachenvielfalt. In der Schweiz wachsen viele Kinder zweisprachig auf und lernen bis zum Alter von ca. drei Jahren zwei Sprachen problemlos neben- oder auch nacheinander. Die Referentin wies an diesem Punkt auf die positiven Aspekte der Mehrsprachigkeit hin: Die Mehrsprachigkeit fungiert als Ressource bezüglich der Flexibilität und Vernetzung der Hirnzellen, dem Aufbau von Wissen über die Sprache, Sprachlernstrategien oder beispielsweise auch der Selbstwirksamkeitserfahrung. Mehrsprachigkeit kann aber auch Gefahren mit sich bringen und Bildungsbenachteiligungen nach sich ziehen. So illustrierte Anke Sodogé mit lebendigen Beispielen Herausforderungen für den Unterricht, welche durch die Heterogenität der mehrsprachigen Lernenden entstehen können. Weiter betonte sie, dass verschiedene Umwelt- und Persönlichkeitsfaktoren den Zweitspracherwerb beeinflussen und somit nicht alle Kinder gleich davon betroffen sind. Anschliessend ging die Referentin auf Lösungen und Empfehlungen ein und beantwortete die Frage, wie mehrsprachige Lernende in der Schule unterstützt werden können. Dabei betonte sie die drei relevanten Bereiche der Sprachförderung in der Schule mit Deutsch als Zweitsprache, dem sprachsensiblen Unterricht in der Regelklasse und der Sprachtherapie.

Die Antrittsvorlesung wurde vor vielen Gästen und Mitarbeitenden der HfH am 27. Februar in der Aula der HfH gehalten.

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