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Autonomie fördern

Prof. Thomas Lustig nach seiner Antrittsvorlesung mit einem Blumenstrauss in den Händen Prof. Thomas Lustig (Foto: Dorothea Hochuli)

Prof. Thomas Lustig hielt seine Antrittsvorlesung zum Thema «Heilpädagogische Komplexität der Bedingungsfaktoren für Verhaltensauffälligkeiten in Erziehung und Unterricht an Schulen» am 28. März in der Aula 100 der HfH.

Nach einem Grusswort von Institutsleiterin Prof. Susanne Amft spannte Thomas Lustig einen Bogen von der historischen Entwicklung der Sonderpädagogik hin zu einer modernen, umfeldbezogenen Betrachtung der Verhaltensauffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen. An einem Beispiel aus seiner Praxis als Schulleiter zeigte er die Komplexität der Faktoren auf, die in einem auffälligen Verhalten eines Kindes resultieren können. Nach Bronfenbrenner ist eine sich entwickelnde Person als eine «wachsende dynamische Einheit» zu verstehen.

Für das Verständnis der komplexen Wechselwirkungen im Dreieck Familie, Schule und Kind wählte Thomas Lustig drei interdisziplinäre Zugangsmöglichkeiten und erläuterte Ansätze des Schweizer Psychiaters Luciano Ciompi, des deutschen Wissenschaftlers Klaus Hurrelmann sowie des amerikanischen Psychoanalytikers Daniel Stern.

Heutzutage scheint es noch wichtig einzubeziehen, dass Kinder und Jugendliche neue Kompetenzen brauchen, um wegen des Wegfalls gesellschaftlicher Standards mit gestiegenen Freiheitgraden umzugehen. Teil des komplexen Bezugssystems sind auch die heilpädagogischen Fachpersonen. Thomas Lustig schloss seinen Vortrag mit einem Hinweis darauf, wie wichtig es ist, die Autonomie von verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen zu fördern.

Thomas Lustig ist seit August 2018 Mitarbeiter und Dozent am Institut für Verhalten, sozio-emotionale und psychomotorische Entwicklungsförderung an der HfH. Vorher war er unter anderem in der Kinder-und Jugendlichen-Psychotherapie und Beratung tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Beziehungsgestaltung in Schulen, sozial-emotionale Entwicklung und Verhaltensauffälligkeit. Die Ausbildung als Sonderpädagoge absolvierte er an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg (D).

Zum 1. Januar 2019 wurde Thomas Lustig als Professor für Erziehung und Bildung bei Beeinträchtigungen der sozio-emotionalen Entwicklung an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik berufen. Viele Gäste und Mitarbeitende der HfH hatten Interesse an der Antrittsvorlesung und genossen im Anschluss noch einen Apero. Der Text zum Referat von Thomas Lustig ist auf Anfrage an kommunikation@hfh.ch kommunikation gerne erhältlich.

Autorin: Sabine Hüttche, MSc Link zur Mitarbeiterübersicht Sabine Hüttche

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