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DiZ-Event mit Renate Zimmer: Bewegung schafft Begegnung

Am 24. April hielt Prof. Dr. Renate Zimmer an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) ein Referat zum Thema Förderung der emotionalen und sozialen Kompetenzen von Kindern durch Bewegung. Anschliessend stand die international renommierte Erziehungswissenschaftlerin dem Publikum bei einem Apéro für Fragen zur Verfügung.

Vor einem grossen Publikum leitete die Rektorin Prof. Dr. Barbara Fäh die Veranstaltung ein und hiess die Referentin herzlich an der HfH willkommen. Anschliessend übernahm Renate Zimmer das Wort und führte die Zuhörer und Zuhörerinnen durch ihren Vortrag «Bewegung schafft Begegnung».

In einer Kombination aus theoretischen Grundlagen, vielen Beispielvideos und empirischen Ergebnissen ging die Referentin auf die Frage ein, wie über Bewegung und Spiel die sozio-emotionalen Kompetenzen von Kindern unterstützt und gefördert werden können. Sie betonte zu Beginn, dass Kinder bereits im frühen Baby-Alter ein soziales Interesse und den Willen zur Interaktion verspüren. Sobald ein Kind sich durch Krabbeln selbstständig fortbewegen kann, ist es ständig auf Erfahrungssuche: es entdeckt die Welt, erprobt seine Fähigkeiten und erfährt die Umgebung über seinen Körper. Somit geschieht Bildung durch Tun, was nicht zuletzt der Gelehrte und Bildungsreformer Wilhelm von Humboldt festhielt. Daraus leitete Renate Zimmer die Wichtigkeit der Bewegung für die sozio-emotionale, kognitive und schlussendlich auch sprachliche Entwicklung von Kindern ab. So können beispielsweise psychomotorische Aktivitäten ein positives Selbstkonzept fördern, da Selbstwirksamkeitserlebnisse durch Bewegung gut erfahrbar sind. Aber auch soziale Kompetenzen können gefördert werden, denn gemeinsame Bewegung schafft Beziehung – zwischen Erwachsenen und Kindern, aber auch Kindern untereinander. Durch gemeinsame Bewegung werden nämlich die soziale Sensibilität, Empathie oder auch die Erkennung von Wünschen anderer gestärkt. Bewegung schafft zudem Raum für Sprachförderung, wenn beispielsweise bei körperaktiven Spielen neue Begriffe gebildet oder der Wortschatz im gemeinsamen Handeln erweitert werden. Zum Schluss hielt die Referentin fest, dass Bewegung und Spiel Phänomene darstellen, die Sprachen- und Kulturgrenzen überbrücken und gemeinschaftsstiftende Potenziale enthalten, welche die Integration – auch bezogen auf die aktuelle Flüchtlingssituation – massgeblich fördern.

Nach dem Vortrag konnten die Gäste die Gelegenheit nutzen, Renate Zimmer bei einem Apéro Fragen zu stellen und sich untereinander auszutauschen. Zudem wurden die Türen des Didaktischen Zentrums (DiZ) geöffnet, um Interessenten einen Einblick zu geben.

Zur Referentin: Prof. Dr. Renate Zimmer ist deutsche Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt «Frühe Kindheit» sowie Professorin für Sportwissenschaft an der Universität Osnabrück. Sie ist Direktorin des Niedersächsischen Instituts für Frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) und erlangte durch zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen zu den Themen Entwicklungsförderung, Bewegtes Lernen, Psychomotorik, Bewegung und Sprache internationale Bekanntheit.

Zum Didaktischen Zentrum (DiZ): Das Didaktische Zentrum, ein Angebot des Förderzentrums, bringt im Kontext Logopädie und Psychomotoriktherapie Menschen verschiedener Bereiche zusammen: Studierende, Praktikumsleitende, Dozierende der HfH, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Leitende von Fachstellen. Es bildet ein Forum für den Gedankenaustausch über aktuelle Konzepte und Innovationen in der Logopädie, in der Psychomotoriktherapie und in der Sonderpädagogik.

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