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Filmtipp "Gute Tage"

Der neue Film des Dokumentarfilmers Urs Graf über die Endlichkeit und die Fragilität des Lebens trägt einen viel versprechenden und aufmunternden Titel, er ist in Kinos in der Deutschschweiz ab 22. Juni zu sehen.

In diesem Film geht es darum, in einer verzweifelten, manchmal aussichtslosen Lage, wenn der Körper dem Geist die Gefolgschaft verweigert, nicht den Mut zu verlieren. Inmitten all der dunklen Tage soll man auf das Positive, die guten Tage, fokussieren.

Entsprechend sagt die Malerin Cristina Fessler, sie werde gleich von sich hören lassen, sobald sie wieder einen guten Tag habe. Cristina, die unter Multi System Atrophie leidet, ist eine von fünf Künstlern und Künstlerinnen, die nach schweren Erkrankungen oder Behinderungen die bisherigen Formen ihres persönlichen, künstlerischen Ausdrucks aufgeben mussten. Das trifft ebenso auf die weiteren Protagonisten zu: der Plastiker, Maler, Radierer Boris Mlosch hat Lungenhochdruck; die Plastikerin und Malerin Renate Flury leidet unter Multiple Sklerose; der Plastiker Daniel Pestel ist halbseitig gelähmt und der Plastiker und Lithograf Schang Hutter ist durch eine schwere Rückenverletzung und Streifungen beeinträchtigt.

Die Künstlerinnen und Künstler fanden alle neue künstlerische Formen, trotzten der Behinderung. Es ist beeindruckend zu sehen und von Graf ansprechend inszeniert, wie man sich nicht passiv seinem Schicksal ergeben muss, sondern eine Form des Umgangs finden muss, dass man sich selbst nicht verliert.

Dabei beschönigt der Regisseur keineswegs, was den Film nicht einfach zum Schauen macht. Allerdings wird man kräftig belohnt: nicht nur gibt es Einblick in das künstlerische Schaffen, mittels Erinnerungen und Rückblenden. Darüber hinaus zeigt Graf, der auch die Kamera führte, phantastische Landschaftsbilder, entsprechend den Jahreszeiten, die wiederum symbolisch für Lebenszyklen stehen - und die einen tiefen Frieden ausstrahlen.

"Gute Tage" ist ein überzeugender Film, der kein Blatt vor den Mund nimmt, uns mit Endlichkeit und Fragilität konfrontiert, aber uns dadurch entschädigt, dass uns das Leben immer Momente gibt, die uns glücklich machen, die wir festhalten müssen und an die wir uns klammern können. Dies wirkt sinnstiftend und kann vorbildhaft wirken für Personen mit Behinderung, aber genauso für alle anderen, die von Schicksalsschlägen getroffen sind.

Zum Schluss das Motto von Urs Graf: «Leben heisst, immer wieder anzufangen, auf neue Ziele zugehen, nicht aufgeben. Der Film  - gedreht in der Schweiz - läuft in Kinos seit dem 22. Juni 2017.

 

(Filmkritik von Dr. Achim Hättich)

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