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Kinotipp: «Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern»

Die Dozentinnen Susanne Schriber und Verena Kostka sprechen eine klare Empfehlung für den neuen Spielfilm von Stina Werenfels aus.

«Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern» ist die Geschichte der 18-jährigen, geistig behinderten Dora. Mit Psychopharmaka ruhig gestellt, führt sie ein angepasstes Leben. Das ändert sich jäh, als ihre Medikamente abgesetzt werden und sie ihre Sexualität entdeckt. Doras neue Lebenslust stellt die Beziehung zu ihrer Mutter auf eine harte Probe.

Susanne Schriber, Bereichsleiterin und Dozentin für Pädagogik für Körper- und Mehrfachbehinderte im Studiengang Sonderpädagogik: "Der Film von Stina Werenfels ist grosses Kino. Grossartig ist die Darstellung der Hauptfigur Dora. Die Weise, wie Victoria Schulz eine junge Frau mit einer leichten motorischen Behinderung und einer geistigen Behinderung spielt, ist grosse Kunst! Gross sind die Fragen des bewegenden, schweren Films zu grossen Themen unserer Zeit: Ist es sexuelle Selbstbestimmung oder Ausbeutung, die Dora im Entdecken ihrer Sexualität erfährt? Ist es psychologische oder gesellschaftliche Not, welche Doras Eltern in ihrem Sexualleben inszenieren? Ist es der Ablösungsprozess von Dora oder jener der Mutter, welcher in die Krisen führt? Gross ist die Ratlosigkeit, gross ist der Nachhall dieses vielschichtigen Films."

Auch Verena Kostka, Dozentin im Studiengang Sonderpädagogik/ SHP, hat den Film gesehen: "Der Film wird zu Diskussionen anregen. Er spricht Tabus an, ist intensiv, direkt, teilweise heftig und unverblümt, dann wieder sehr poetisch. Es geht um aktuelle Themen wie Autonomie und Selbstbestimmung, unbändigen Lebenshunger, überbordende Gefühle sowie Toleranz und Grenzziehung. Auffallend sind auch die wunderbare Bildsprache und die sehr guten schauspielerischen Leistungen. Der Film ist ein Lehrbeispiel dafür, wie wichtig eine psychosexuelle Erziehung wäre."

Stina Werenfels’ Gesellschaftsdrama basiert auf dem gefeierten Theaterstück «Die sexuellen Neurosen unserer Eltern» von Lukas Bärfuss und thematisiert das Recht auf Sexualität und Selbstbestimmung von Menschen mit geistiger Behinderung.

«Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern» war für den «Prix de Soleure» nominiert, wurde auf der Berlinale gezeigt und startete am 19. Februar 2015 in den Deutschschweizer Kinos.

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